120-Liter-Abfallbehälter werden nachgerüstet

120-Liter-Abfallbehälter werden nachgerüstet

Gumminoppen verhindern Wassereintritt - Aktion beginnt am 24. April - Der eine oder andere wird dieses Phänomen an seiner 120-Liter-Abfalltonne schon einmal beobachtet haben: Es regnet und trotz geschlossenem Deckel dringt Wasser in die Tonne ein. Damit soll nun Schluss sein. Ab dem 24. April werden alle 120-Liter-Restmüll- und –Papierbehälter umgerüstet und mit Gumminoppen versehen.

Nach Auslieferung der neuen Abfallbehälter hatten sich im Kreishaus Beschwerden über Wassereintritt in geschlossene Tonnen gehäuft. Das Referat Kreislaufwirtschaft der Kreisverwaltung ging der Ursache gemeinsam mit der Herstellerfirma ESE auf den Grund. Dabei wurde festgestellt, dass der Behälterdeckel bedingt durch den bei Regen entstehenden Wasserfilm auf dem oberen Rand des Behälters zu dicht schließt. Dadurch entsteht im Behälter ein Unterdruck, der das Wasser in den Behälter saugt. Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden. Burkhard Nauroth, zuständiger Erster Kreisbeigeordneter, freut sich über das Verhandlungsergebnis mit der Firma ESE: „Wir konnten erreichen, dass alle 120-Liter Behälter für Papier und Restabfall nachgerüstet werden. Die Nachrüstung erfolgt jeweils an den Abfuhrtagen beginnend am 24. April.“ Wichtig ist, dass die Bürger nach der regulären Leerung ihrer Tonnen diese nicht wieder direkt zurückstellen, sondern für das Nachrüstteam an der Straße stehen lassen. Die Tonnen werden dann mit zwei Gumminoppen versehen, die in die Behälterdeckel eingeschraubt werden. Der durch die Noppen entstehende Spalt verhindert den Unterdruck im Behälter, so dass kein Wasser mehr nach innen gezogen wird. Jeder nachgerüstete Behälter wird gescannt, so dass man bei der Kreislaufwirtschaft immer aktuell weiß, welche Behälter die neuen Noppen bereits haben. Da die Rausstellquote bei Papierbehältern sehr hoch ist, rechnet man im Kreishaus damit, dass diese Tonnen zügig nachgerüstet sind. Bei den Restmüllbehältern sind mehrere Leerungsumläufe nötig. Nicht umgerüstet werden die Biobehälter, weil durch den entstehenden Spalt z.B. auch Fliegen in den Behälter gelangen könnten und somit die Gefahr von Madenbildung steigen würde. Außerdem ist beim Biomüll eine gewisse Feuchte sogar erwünscht. Wer als Bürger allerdings auch seine Biotonne nachgerüstet haben möchte, kann dies der Kreislaufwirtschaft mitteilen. „Uns war es wichtig, die Anliegen der Bürger ernst zu nehmen und nach Lösungen für die ungewollte Feuchte in den Papier- und Restmüllgefäßen zu suchen. Die jetzt gefundene Lösung wird zügig umgesetzt und ist sowohl für die Bürger als auch für die Kreisverwaltung kostenlos, denn die Kosten trägt die Herstellerfirma“,  so Erster Kreisbeigeordneter Nauroth. Wer Fragen zur Nachrüstung seiner Tonne hat, kann sich bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz an den zuständigen Referatsleiter Carsten König, Telefon 0261/108-453, E-Mail: , wenden.