Ortsgemeinde Thür ist Gesamtsieger im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

17 Gemeinden stellten sich dem Votum der Kommission – Zukunftsfähigkeit wird ausgezeichnet

Der Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat seinen Sieger ermittelt: Die Ortsgemeinde Thür aus der Verbandsgemeinde Mendig konnte den Gesamtsieg auf Kreisebene erreichen. Die Kommission zeigte sich beeindruckt von der Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und dem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement in der Bürgerschaft.

Hieß es früher noch „Spieglein, Spieglein, an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“, so zeichnet der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ heute die zukunftsfähigsten Dörfer einer Region aus. In diesem Jahr stellten sich 17 Gemeinden dem Votum der Kommission. Sie traten in zwei Klassen an. So sind in der Sonderklasse alle Gemeinden vertreten, die bereits einmal erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen haben. Alle anderen Gemeinden präsentieren sich in der Hauptklasse. Hinzukommt die Unterscheidung nach A und B, sprich bis 900 Einwohner und ab 901 Einwohner.

 „Toll ist, dass die Teilnehmerzahl am diesjährigen Wettbewerb gegenüber 2015 mehr als verdoppelt werden konnte“, erklärt Alois Astor, zuständig für Kreisentwicklung bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und Mitglied der Kommission. „In unseren Dörfern ist Vieles in Bewegung. Nicht nur die Verantwortlichen, sondern die Bürger selbst wollen dazu beitragen, dass ihr Heimatort attraktiv und lebenswert bleibt.“

Die Kommission bereiste an sechs Tagen alle teilnehmenden Gemeinden, die aus allen Teilen des Landkreises antraten. Zehn Dörfer stellten sich in der Hauptklasse der Bewertung, sieben in der Sonderklasse.

Am meisten konnte Thür beeindrucken. „Die Gemeinde präsentierte sich nicht nur mit einer guten Infrastruktur, tollen Biotopzonen, wie z.B. den Thürer Wiesen, oder einer Vielzahl vorbildlich renovierter alter Gebäude. Thür hat uns auch mit seinen kreativen Ideen für die Zukunft, den zahlreichen Hofläden und dem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement begeistert.“ Alois Astor nennt als Beispiele die Seniorenwerkstatt der Gemeinde oder die Neuanpflanzung einer Obstwiese mit alten Obstsorten.

Während Thür in der Sonderklasse B angetreten ist, gewann Löf aus der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel den ersten Platz in der Sonderklasse A. In der Hauptklasse Gruppe A heißt der Sieger Gappenach aus der Verbandsgemeinde Maifeld und in der Hauptklasse Gruppe B konnte Rüber, ebenfalls aus dem Maifeld, überzeugen. „In Rüber sind uns beispielsweise die vielen grünen Oasen aufgefallen, in die ein Spielplatz sowie die Kindertagesstätte eingebunden sind“, zeigt sich Astor begeistert. In Gappenach überzeugte das starke Vereinsleben und in Löf ist es beispielsweise der neu geschaffene Mehrgenerationenplatz, der mit den Bürgern geplant und umgesetzt wurde, der zu einer hohen Bewertung im Wettbewerb führte.