Zu Besuch bei der Fahrrad-XXL-Gruppe Franz in Mülheim-Kärlich: Jede Menge Gesprächsstoff im Gepäck hatten Landrat Alexander Saftig (l.), Beigeordneter Thomas Przybylla (2.v.l.), WFG-Prokuristin Rita Emde, Stadtbürgermeister Uli Klöckner und Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm (v.r.n.l.).  Geschäftsführer Ralf Schäfer (3.v.l.) informierte über den Erweiterungsbau des Lagers und die Entwicklung des Unternehmens.

Fahrrad Franz baut 8.000 m² großes Lager in Mülheim-Kärlich

Landrat besucht Unternehmen – Entwicklung und Fachkräfte sind Thema - Man sieht die Baustelle schon, wenn man auf der B9 entlangfährt. Auf 8.000 m² wird das Lager des Unternehmens Fahrrad-Franz in Mülheim-Kärlich erweitert. Der Bau ist wichtig für die Leistungsfähigkeit des Unternehmensstandortes. Fahrrad-Franz entwickelt sich dynamisch. 96 Mitarbeiter sind heute schon am Standort im Gewerbegebiet  beschäftigt. Etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt Fahrrad-Franz insgesamt.  Landrat Alexander Saftig traf sich jetzt mit Ralf Schäfer, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Ihre Themen neben dem Bau waren die Fachkräftegewinnung und die Beschäftigung von Flüchtlingen.

Nein, aufs Fahrrad steigen wollte der Landrat dann doch nicht. „Ohne Helm geht gar nicht“, meinte Kreischef Alexander Saftig. Aber ins Gespräch kommen über die Entwicklung der Fahrrad-XXL-Gruppe Franz GmbH, so der Name des in der Region weithin als Fahrrad-Franz bekannten Unternehmens, das hatte der Landrat dann schon auf der Agenda seines Besuches stehen. Gemeinsam mit Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Beigeordnetem Thomas Przybylla, Mülheim-Kärlichs Bürgermeister Uli Klöckner und Rita Emde, Prokuristin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Mayen-Koblenz (WFG) zeigte sich Saftig von der Erfolgsstory des Unternehmens begeistert. Fahrrad – Franz betreibt derzeit 3 Standorte und kooperiert mit der deutschlandweit tätigen Fahrrad XXL Gruppe. Neben dem stark serviceorientierten Einzelhandel wächst der Onlinehandel mit großen Zuwachsraten. „Lieferzeiten von zwei Tagen sind hier ein Muss, um unsere Kunden zufrieden zu stellen“, erklärte Geschäftsführer Schäfer den Vertretern der Kommunalbehörden. Daher brauche man auch eine entsprechende Vorratshaltung und Lagerung. Deshalb auch der Erweiterungsbau von 8.000 m².  Als sogenannter Vollsortimenter bietet Fahrrad-Franz alles vom Kinderfahrrad bis zum E-Bike an. Gerade letztere sind zunehmend auch von jüngeren Menschen gefragt. Insbesondere erfreuen sich E-Mountain-Bikes großer Beliebtheit, wenn es darum geht, sportliche Herausforderungen zu meistern. „Mit dem E-Bike geht aber auch eine höhere Anforderung an den Service einher“, so Schäfer, „die Wartungsintervalle sind hier einfach dichter.“ Für diesen Kundenservice braucht das Unternehmen Fachkräfte, die in der Werkstatt arbeiten. „Das stellt uns manches Mal vor Herausforderungen, denn es ist allein schon aufgrund der Arbeitszeit im Einzelhandel schwer, geeignete Kräfte zu finden.“ Gute Erfahrungen hat das Unternehmen mit der Einstellung von Flüchtlingen gemacht. Und auch der Landrat versprach, weiter an dem Thema Fachkräftegewinnung zu arbeiten. „Der demografische Wandel sorgt bundesweit für einen Anstieg des Fachkräftemangels. Gerade im Gespräch mit  kleinen und mittleren Unternehmen erfahre ich, dass wir bereits heute ein Fachkräftedefizit in verschiedenen Branchen verzeichnen.“ Saftig verwies auf eine Initiative der WFG, die gemeinsam mit anderen, wie den Kammern oder dem Jobcenter, eine Fachkräfte-Allianz gegründet hat. Diese Allianz unterstützt die Unternehmen und Betriebe im Landkreis Mayen-Koblenz bei Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung, mit dem Ziel die betrieblichen Auswirkungen des Fachkräftemangels zu verringern bzw. zu vermeiden.

Auch wenn der Landrat bei seinem Besuch nicht aktiv in die Pedale trat, so zeigte er sich am Ende des Gesprächs mit Geschäftsführer Ralf Schäfer von der Leidenschaft zum Radsport, die im Unternehmen spürbar ist, angetan. „Ich erlebe hier ein hohes Maß an Qualität und Auswahl, fundiertes Fachwissen, klasse Service und hohes Engagement für die Kunden. Auf solche Unternehmen sind wir im Landkreis zu Recht stolz.“