Eine Delegation des Donnersbergkreises mit Landrat Winfried Werner an der Spitze informierte sich beim Ersten Kreisbeigeordneten des Landkreises Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth (beide Bildmitte), sowie Vertretern der Kreisverwaltung MYK und des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel über die Umsetzung des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes im hiesigen Landkreis. Empfangen wurde die Delegation auf der Deponie Eiterköpfe.

Delegation aus dem Donnersbergkreis informierte sich über Kommunalisierung der Abfallwirtschaft in Mayen-Koblenz

Kommunaler Erfahrungsaustausch ist das Stichwort, wenn Delegationen anderer Landkreise zu Gast sind, um sich über bereits gemachte Erfahrungen in bestimmten Bereichen vor Ort zu informieren. Genau so war es in diesen Tagen, als Vertreter des Donnersbergkreises den Landkreis Mayen-Koblenz und den Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel auf der Deponie Eiterköpfe besuchten. Mit Landrat Winfried Werner an der Spitze ging es um die Kommunalisierung der Abfallwirtschaft. Ein Schritt, den Mayen-Koblenz mit der Umsetzung des neuen Abfallwirtschaftskonzeptes zu Beginn des Jahres 2016 bereits erfolgreich umgesetzt hat, wie Gastgeber Burkhard Nauroth, zuständiger Erster Kreisbeigeordneter, in seiner Begrüßung betonte.

Der Donnersbergkreis ist ein Flächenlandkreis in der Nordpfalz. Mit rund 75.000 Einwohnern ist er deutlich kleiner als Mayen-Koblenz. Er zählt sechs Verbandsgemeinden und 81 Gemeinden zu seiner kommunalen Familie. Der dortige Kreistag hat nun die Verwaltung beauftragt, eine mögliche Kommunalisierung der Abfallwirtschaft unter rechtlichen, wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkten zu prüfen. Startschuss für diese Prüfung war für die Verantwortlichen nun eine erste Kontaktaufnahme mit Kommunen, die diesen Schritt bereits erfolgreich gegangen sind. Eine davon ist der Landkreis Mayen-Koblenz. Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth erläuterte vor Vertretern des Kreis- und Umweltausschusses sowie der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises die seinerzeitige Herangehensweise. Mayen-Koblenz hatte im März 2010 seitens des Kreistages den Auftrag zur Prüfung einer möglichen Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft erhalten. Im Februar 2012 wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt und im November 2013 fasste der Kreistag den Beschluss zur Umsetzung. Gut zwei Jahre hat es dann gedauert, bis das neue Abfallwirtschaftskonzept in den Startlöchern stand. Seit 1. Januar 2016 trennen die Mayen-Koblenzer nach dem neuen System und sie tun dies mit großem Erfolg. Rund 80 Prozent aller Haushalte zahlen heute deutlich weniger Gebühren. Restmüll hat sich um 47 Prozent verringert, Biomüll ist dagegen um fast 60 Prozent gestiegen, Papiermüll um 20 Prozent. Zahlen, die dazu führen, dass Mayen-Koblenz heute zu den positiven Spitzenreitern der Müllvermeider im Land Rheinland-Pfalz gehört. Auch die Vertreter des Donnersbergkreises zeigten sich von der Umsetzung und den erreichten Zielen im Landkreis Mayen-Koblenz beeindruckt.