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Jobcenter Mayen-Koblenz ist ein Erfolgsmodell

Quoten können sich sehen lassen – Jobcenter auch als Migrationsbehörde vorbildlich - Keine Frage: Das Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz ist ein Erfolgsmodell. Zwölf Jahre nach der Einführung von Hartz IV sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Betrug die Arbeitslosenquote 2005 im Landkreis noch annähernd 10 Prozent, so liegt sie derzeit bei rund 3,3 Prozent. Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth, im Kreishaus zuständig für das Jobcenter, ist sich sicher, dass dieser Erfolg auch auf die Arbeit des Jobcenters zurückzuführen ist: „Neben der starken Wirtschaftskraft von Mayen-Koblenz, den leistungsstarken Unternehmen unserer Region sowie der Wirtschaftsförderung tragen unsere 224 Mitarbeiter im Jobcenter nachhaltig dazu bei, Menschen in Lohn und Arbeit zu bringen.“ 

Die absoluten Zahlen können sich sehen lassen. In den vergangenen 12 Jahren konnten mehr als 29.000 Männer und Frauen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. „Das sind fast 30.000 Menschen und persönliche Schicksale, Familien, die wieder eine Perspektive haben“, macht Nauroth deutlich. Allein in 2016 erfolgte durch Maßnahmen wie Fortbildung oder Qualifizierung die erfolgreiche Integration von 2.132 Männern und Frauen. Die Anzahl der Langzeitleistungsbezieher konnte in diesem Zeitraum gar um 23,9 Prozent gesenkt werden. Eine sehr gute Quote, wenn man sich zum Vergleich die Zahlen von Bund (minus 11,8 Prozent) und Land (minus 7,7 Prozent) vor Augen führt.

Das Jobcenter Mayen-Koblenz verfolgt mit seiner Arbeit an den fünf Standorten in Mayen, Koblenz, Weißenthurm, Andernach und Bendorf einen ganzheitlichen Ansatz. Geschäftsführer Rolf Koch: „Wir suchen für unsere Klienten passgenaue Lösungen und bieten alles unter einem Dach.“ So kooperiert das Jobcenter mit den Jugendämtern, den Jugend- und Sozialhilfeeinrichtungen oder dem Kreis als Schulträger. Projekte werden auf den hier herrschenden Arbeitsmarkt zugeschnitten.

Koch hebt die Netzwerkarbeit hervor, zum Beispiel den direkten Zugang zu den Arbeitgebern etwa durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Als kommunaler Dienstleister agiert das Jobcenter nach den Regeln des Qualitätsmanagements und wird regelmäßig zertifiziert. Nicht erst seit der Flüchtlingskrise ist das Jobcenter auch Migrationsbehörde. „Das Jobcenter ist damit nicht nur für die Integration der Menschen in Arbeit zuständig, sondern auch und insbesondere für die Integration von Menschen in die Gesellschaft“, erklärt Nauroth. Aktuell werden im Jobcenter 2.670 Flüchtlinge betreut. 62 Prozent von ihnen sind zwischen 15 und 50 Jahren alt.

Für alle Aufgaben steht Koch in 2017 ein Finanzvolumen von 80 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Passiven Hilfen wie Arbeitslosengeld II oder Mieten sind dies 59 Millionen Euro, für die Integrationshilfen 7,2 Millionen und für Bildung und Teilhabe 800.000 Euro, um nur einige Beispiele zu nennen.