Der Wappenteller ist die höchste Ehrung des Landkreises Mayen-Koblenz: Kreisbeigeordneter Rudi Zenz, Walter Kuhl, Heinrich-Peter Michels, Schwester Anneclaire Gerharz, Landrat Dr. Alexander Saftig, Klaus Durwen, Bernhard Ickenroth, Erster Kreisbeigeordneter Burkard Nauroth (v.l.n.r).

Landrat ehrt fünf Persönlichkeiten mit dem Wappenteller

Höchste Auszeichnung des Landkreises vergeben - Traditionell werden am 7. November, dem Geburtstag des Landkreises Mayen Koblenz, verdiente Persönlichkeiten der Region mit dem Großen und Kleinen Wappenteller des Landkreises ausgezeichnet. In einer Feierstunde dankte Landrat Dr. Alexander Saftig in diesem Jahr einer Frau und vier Männern für ihr herausragendes Engagement für die Allgemeinheit.

„Wir ehren Menschen, die sich mit Herzblut engagieren, die Außergewöhnliches leisten und so den Landkreis Mayen-Koblenz nach vorne bringen. Dieses große Engagement kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Das beweist auch die Vielfalt unserer Preisträger“, begrüßte der Kreischef die Gäste in der Kreisverwaltung.

Den Kleinen Wappenteller erhielten: Bernhard Ickenroth aus Andernach. Fast 50 Jahre war er als Lektor und Kommunionhelfer in Andernach ehrenamtlich tätig. Neben zahlreichen weiteren Ehrenämtern ist er vor allem in der Hospizbewegung Andernach-Pellenz aktiv, dessen Förderverein er vorsitzt. Landrat Dr. Alexander Saftig hob in seiner Laudatio die Bedeutung der Hospizarbeit hervor: „Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen in der letzten Phase ihres Lebens die bestmögliche Zuwendung, Versorgung, Pflege und Betreuung. Viele schwerkranke Menschen wünschen sich eine gute Begleitung, um zu Hause, in ihrem gewohnten Umfeld sterben zu können. Genau das ermöglicht Bernhard Ickenroth mit seiner Arbeit.“

Walter Kuhl aus Siebenbach und Heinrich-Peter Michels aus Hirten. Beide sind seit 27 Jahren Ortsbürgermeister ihrer Ortsgemeinden. „Ortsbürgermeister ist man rund um die Uhr. Der Aufwand, der dahinter steckt, ist immens“, sagte der Landrat, der beide gut aus seiner Amtszeit als Bürgermeister in der Verbandsgemeinde Vordereifel kennt und die ein oder andere Anekdote zu erzählen wusste. „Ohne die gute Arbeit in den Ortsgemeinden wäre unsere Heimat nicht derart lebenswert. Und das haben wir zu einem großen Teil den Ortsbürgermeistern zu verdanken, die mit Herzblut für ihre Gemeinde da sind.“

Den Großen Wappenteller erhielten: Schwester Anneclaire Gerharz aus Vallendar, die 15 Jahre lang Schulleiterin der Schönstätter Marienschule in Vallendar war und zu Beginn des Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde. Ihre Amtszeit war geprägt von zahlreichen wegweisenden Entscheidungen für die Schule, wie dem Neubau der Sporthalle, der Einrichtung der Ganztagsschule und dem Bau der Mensa. „Ihr ist es immer gelungen, auf Grundlage der Schönstatt-Bewegung und bei der Beibehaltung der christlichen Ausrichtung, ein qualifiziertes Privatschulangebot vorzuhalten, das als reine Mädchenschule hoch nachgefragt ist“, sagte Saftig und fügte hinzu, dass die positive Entwicklung und der überregionale Charakter der Schule untrennbar mit  Schwester Anneclaire verbunden seien.

Klaus Durwen aus Plaidt übernahm 1998 den vom Großvater gegründeten Familienbetrieb und machte ihn zu dem heutigen Unternehmen mit 195 Mitarbeitern. Die Firma Durwen baut Anbaugeräte für Gabelstapler und ist weltweit tätig. Für die Entwicklung einer Doppelpalettenklammer für Gabelstapler und für die Entwicklung einer profilgeführten Klammer für Gabelstapler erhielt Durwen den Innovationspreis der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz. Von 2006 bis 2016 konnte Klaus Durwen den Umsatz vervierfachen. Darüber hinaus wurde das Unternehmen im vergangenen Jahr als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet, da es im Bedarfsfall Mitarbeiter für Einsätze der Plaidter Feuerwehr abstellt. Der Landrat hob hervor: „Ein Unternehmen wie Durwen im Landkreis beheimatet zu wissen, ist ein Glücksfall für Mayen-Koblenz. Die unternehmerische Leistung allein würde schon für den Wappenteller reichen. Dass ein so erfolgreicher Betrieb seiner Heimat treu bleibt und die Region darüber hinaus noch stark unterstützt, ist nicht selbstverständlich.“