Bürgermeister Bruno Seibeld (links) und Landrat Dr. Alexander Saftig (rechts) präsentieren die Machbarkeitsstudie „BUGA 2031 Rhens Brey Spay“.

Machbarkeitsstudie „BUGA 2031 Rhens Brey Spay“

Vor wenigen Monaten hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz eine Vorstudie zur BUGA 2031 im Mittelrheintal vorgestellt. Diese Vorstudie zeigte erstmals die anzugehenden Aufgaben, die Möglichkeiten und auch noch offene Fragen. Die beteiligten Kommunen im Welterbe Oberes Mittelrheintal waren aufgefordert auf der Grundlage der Vorstudie zu diskutieren und aktiv mitzuarbeiten.

Diese Idee für eine Bewerbung des Welterbes Oberes Mittelrheintal für die BUGA 2031 hat auch im Landkreis Mayen-Koblenz große Zustimmung gefunden. „Viele von uns hoffen auf Erfolge, wie wir sie bei den Gartenschauen in Bingen und Koblenz erleben durften“, so Landrat Dr. Alexander Saftig. Frühzeitig und gemeinsam mit der betroffenen Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und seinen Ortsgemeinden Rhens, Brey und Spay sowie den Organisationen des Landkreises Mayen-Koblenz (REMET & WFG) wurde eine eigene Machbarkeitsstudie für Rhens, Brey und Spay als vertiefende Studie zur Vorstudie BUGA 2031 Mittelrhein in Auftrag gegeben und nunmehr an den Innenminister übersandt. Bürgermeister Bruno Seibeld: „Unsere Machbarkeitsstudie dient einerseits der fachlichen Anreicherung der nun folgenden Machbarkeitsstudie zur BUGA 2031 Mittelrhein. Zum anderen stellt sie den Ortsgemeinden und der Stadt Rhens einen Leitfaden für die zukünftige Entwicklung zur Verfügung und zeigt einen Entwicklungspfad auf, der auch ohne BUGA eine langfristige Attraktivität der Gemeinden sichert.“

In der Studie wird dargestellt, welche besonderen touristischen und kulturlandschaftlichen Potenziale die Rheinbogengemeinden bieten und wie diese im Sinne der Vorstudie für eine BUGA 2031 Mittelrhein genutzt werden können. Zudem wird aufgezeigt, welche Funktionen für das gesamte Mittelrheintal übernommen werden sollen. Die in der Vorstudie dar-gestellten Maßnahmen werden ergänzt und vertieft und im Zusammenspiel der zu entwickelnden Potenziale sowohl im Hinblick auf das Ausstellungskonzept, die Infrastruktur-maßnahmen, das Erleben des Welterbes und der Kulturlandschaft, als auch auf das Mobilitätsmanagement vertieft. Neben der Vorstudie, bildet der Masterplan Rheinufer Rhens Brey Spay (2012) eine wesentliche Grundlage. Die darin dargestellten Konzepte und Maßnahmen, die bereits schrittweise umgesetzt wurden, sind als positiv im Sinne der Ziele der BUGA 2031 zu bewerten. Landrat Dr. Saftig: „Auch die im Rahmen der Arbeitsgruppe BUGA 2031 erarbeiteten Ergebnisse und vielfältigen Projektideen sind in die Konzeption miteingeflossen und vermitteln die Begeisterung und das Engagement der Beteiligten aus den Rheinbogengemeinden, der Verbandsgemeinde und dem Landkreis Mayen-Koblenz für eine BUGA 2031 Mittelrhein.“ Auf das in der Vorstudie gewählte dezentrale Strukturkonzept und die Einteilung der Kommunen im Mittelrheintal in „Orte“ und „Impulsgeber“ wurde aufgebaut. „Der Leitgedanke der Studie besteht darin, die Stadt Rhens als ein wichtiges „Eingangsportal“ von Norden und „Distributionspunkt“ zu einer BUGA im Mittelrheintal zu positionieren. Entwicklungsschwerpunkte liegen auf infrastrukturellen Maßnahmen“, so Bürgermeister Bruno Seibeld. Waldesch bzw. der Königsstuhl in Rhens soll als „Ankommenspunkt“ für Besucher aus Richtung A61/A48 beplant werden. Ebenso werden der Radverkehr und Wanderwege im Tal und von den Höhen, die Verbesserung der Wegeverbindungen zwischen den Bahnhöfen, historischen Ortskernen, der Uferzone und zu wichtigen BUGA-Orten sowie der Ausbau von verkehrlichen Knotenpunkten und die Organisation eines intermodalen Verkehrsangebotes priorisiert. Zudem wurde in jeder Gemeinde ein entsprechender „Anker“ gesetzt (Anlaufpunkt, Ausstellungsfläche etc.). Ziel dieser räumlichen Verteilung ist es, Besucher nicht nur von Waldesch bzw. Rhens im Tal zu verteilen, sondern auch Attraktionen vor Ort zu bieten und die vielfältigen Potenziale in den Rheinbogengemeinden bspw. die intakten historischen Ortskerne im Sinne der BUGA einzusetzen.

Hinsichtlich potenzieller Ausstellungsflächen und -orte der BUGA werden Flächen dargestellt, die primär durch die Aufwertung vorhandener Strukturen und Gegebenheiten genutzt werden sollen. Die Kulturlandschaft (v.a. Obstbau) und das Rheinufer sollen als ein Aushängeschild dienen. „Insbesondere das Ufer unterscheidet sich von anderen Bereichen des Mittelrheintals, da es sehr breit und flach ausgebildet ist und an diversen Stellen einen naturnahen Zugang zum Wasser ermöglicht. Im Rahmen der Gestaltung eines gemeinsamen Uferbandes als verbindendes Element der Gemeinden und BUGA-Orte sollen hier Funktionen gebündelt und unterschiedliche Angebote bereitgestellt werden“, so Seibeld. Landrat Dr. Saftig macht deutlich: „Die Zielsetzung der Studie besteht vor allem darin, im Rahmen der BUGA eine nachhaltige konzentrierte Infrastrukturentwicklung durch gezielte dezentrale Impulse in den Rheinbogengemeinden anzustoßen. Die Maßnahmen- und Projektideen adressieren somit in erster Linie die BUGA, zielen jedoch auch auf die langfristige und nachhaltige Verbesserung der Infrastruktur in den Rheinbogengemeinden ab.“