Zahlreiche Teilnehmer waren zur Apfelverkostung in die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gekommen.

Jahresabschluss bei Apfelverkostung im Kreishaus

Integrierte Umweltberatung zieht positive Jahresbilanz - Es wurde probiert und gefachsimpelt: Fast 50 Teilnehmer waren zur Apfelverkostung der Integrierten Umweltberatung in die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz gekommen. Die Verkostung war die letzte von 14 Veranstaltungen im Jahr 2018 rund um die Themen Streuobst und naturnaher Garten. Mehr als 350 Personen haben an den Veranstaltungen teilgenommen. „Die große Resonanz zum Thema Streuobst freut uns. Wir beobachten, dass sich immer mehr Menschen für die Herkunft und die Verarbeitung von heimischem Obst interessieren“, freut sich Rüdiger Kape, der Koordinator der Integrierten Umweltberatung.

Verkostung überrascht Teilnehmer

Bei der Verkostung im Kreishaus standen vor allem alte Apfelsorten im Fokus. Jürgen Lorenz vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz stellte einige ausgewählte Sorten vor. „Gerade auf Streuobstwiesen können die Sorten erhalten werden, die den heutigen Kundenwünschen im Handel leider nicht mehr genügen, für Selbstversorgung oder Verarbeitung aber eine sehr wertvolle Bereicherung sind“, verdeutlichte Lorenz. So wurde unter anderem der bereits seit 400 Jahren bekannte „Braune Matapfel“ verköstigt, der auch als Kohlapfel bekannt ist. Dieser Apfel lässt sich im Naturlager länger als ein Jahr lagern. Die Teilnehmer zeigten sich überrascht von der Vielfalt der Apfelsorten. „Die Form reicht von rund, über kantig bis glockenförmig, die Schale kann glatt, rau oder bewachst sein, die Konsistenz geht von weich bis hart und die Farbe von hell gelblich bis fast dunkelbraun. Vor allem variiert der Geschmack auch stark, von sehr süß bis extrem sauer ist alles möglich, von trocken bis saftig, von mehlig bis sehr knackig“, fasste es einer der Teilnehmer treffend zusammen.

Streuobst von allen Seiten beleuchtet

Das Spektrum der über das Jahr verteilten Veranstaltungen der Integrierten Umweltberatung war groß: So standen die Veredlung von Obstbäumen, deren Schnitt und Pflege sowie die Biodiversität auf Streuobstwiesen auf dem Programm. Auch das Thema Verarbeitung von Streuobst stand im Fokus zweier Veranstaltungen. Ein Höhepunkt war die Versteigerung des Obstbehanges an den Streuobstbäumen entlang des Bassenheimer Streuobstweges, die gemeinsam von der Integrierten Umweltberatung und der Ortsgemeinde Bassenheim durchgeführt wurde. 115 Apfel-, Birnen- und Walnussbäume wechselten für eine Erntesaison den Besitzer. Das Thema alte Obst- und insbesondere Apfelsorten war Inhalt von gleich vier Veranstaltungen. Bei einer Wanderung über die Streuobstwiesen in Kottenheim brachte der Pomologe Richard Dahlem den Teilnehmern die Obstsorten in der Kottenheimer Gemarkung näher. Mitgebrachte Äpfel wurden im Anschluss fachlich bestimmt.

Regelmäßig zum Thema Streuobst informiert werden

Wer mehr zu den Veranstaltungen rund um das Streuobst erfahren und regelmäßig darüber informiert werden möchte, kann sich in einen Verteiler bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz aufnehmen lassen. Ansprechpartner dafür sind Rüdiger Kape, E-Mail: , Tel.: 0261/108-420 oder Dagmar Wißner E-Mail: , Tel.: 0261/108-441.