Sportmedaille: Inklusive Sportangebote im Fokus

„Sport kennt keine Barrieren – Inklusion im Verein“ lautet das Motto für den Wettbewerb um die nächste Sportmedaille. Es werden Vereine ausgezeichnet, die sich für das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung engagieren. Bis zum 30. April können sich die Sportvereine des Landkreises für die mit 2000 Euro Preisgeld dotierte MYK-Sportmedaille der Sportstiftung Mayen-Koblenz bewerben.

„Wir haben eine lebendige und vielfältige Sportlandschaft“, erklärt Landrat Dr. Alexander Saftig. „Dabei ist es für viele Vereine selbstverständlich, dass alle Sportbegeisterten willkommen sind. Für diese Haltung möchten wir den Sportvereinen `Danke` sagen und gute Beispiele dafür zeigen, wie Barrieren aktiv beseitigt werden können, die zumeist in den Köpfen bestehen. Wir möchten die Vereine würdigen, die sich für den inklusiven Sport engagieren und Angebote geschaffen haben, die eine Teilhabe aller Menschen ermöglichen.“

Bei den Paralympischen Spielen wird eindrucksvoll gezeigt, dass selbstverständlich auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen sportliche Höchstleistungen erbringen können. Und bei den Special Olympics, einer international bekannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung, wird ebenfalls verdeutlicht, dass Sport grundsätzlich für jedermann zugänglich ist.

Das mittlerweile in vielen Lebensbereichen präsente Thema Barrierefreiheit macht auch vor den Sportvereinen nicht Halt. So verschieden wie die Menschen, die in einem Verein zusammentreffen, so verschieden sind auch die Wege, um allen Interessierten ein gemeinsames (Sport-) Erlebnis zu ermöglichen. Für viele Vereine ist die sportliche Begeisterung das verbindende Element, mit dem unterschiedlichste Menschen zusammengebracht werden. „Das ist, was mit der MYK-Sport-Medaille aufgezeigt werden soll: Welche Wege gehen die Vereine, um mögliche Hemmschwellen und Vorbehalte abzubauen? Wie wird ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen, in dem körperliche Unterschiede keine Rolle spielen?“, sagt Katrin Schüssler, Sportreferentin und Geschäftsführerin der Stiftung im Kreishaus.

„Unsere Sportvereine leisten einen sehr wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft“, betont der Landrat. „Mit der MYK-Sport-Medaille würdigt die Sportstiftung dieses Engagement. Wir wollen zugleich einen Ansporn geben, sich dem Thema Inklusion im Sportverein weiter zu stellen. Wir brauchen neue, innovative Konzepte.“

Dass es sich lohnt, die Sportkonzepte im Verein immer wieder zu überprüfen, bestätigt auch Thomas Przybylla, Vorsitzender des TV Weißenthurm. Der Verein erhielt kürzlich die Sportmedaille für sein Seniorensportkonzept: „Wir hatten uns diesem Thema schon lange intensiv gewidmet. Der demographische Faktor ist von besonderer Bedeutung und es ist Aufgabe der Vereine, für die älteren Generationen ein sportliches Angebot zu entwickeln. Als Familienverein fühlt sich der TV Weißenthurm  dem besonders verpflichtet.“ Im Vorstand herrschte laut Przybylla große Freude über die Auszeichnung, weil man sich bestätigt sah: „Die Sportmedaille war daher nicht das Ziel, sondern ein Ergebnis unserer Arbeit.“ Das Preisgeld wird für die Anschaffung von Sportgeräten genutzt: „Die Medaille hat aber auch einen Werbewert. Wir können nach außen zeigen: Wir kümmern uns um alle Generationen, dafür leisten wir im wahrsten Sinne ´ausgezeichnete´ Arbeit. Es lohnt sich also doppelt.“

 

Infos zum Bewerbungsverfahren bei Katrin Schüssler, Telefon 0261/108-393, Mail: .