Deponie

Ochtendung: Geplante Deponiererweiterung nimmt weitere Hürde

Umwelt- und Werksausschüsse stimmen neuem Konzept zu - Die Anfang Mai vorgestellten Erweiterungsplanungen des Abfallzweckverbands Rhein-Mosel-Eifel (AZV) für die Zentraldeponie in Ochtendung haben die erste Runde innerhalb der politischen Gremien durchlaufen. Die Umweltausschüsse der Landkreise Mayen-Koblenz und Cochem-Zell sowie der Werksausschuss der Stadt Koblenz haben den Planungen jeweils zugestimmt. Im nächsten Schritt werden sich jetzt die Kreistage der beiden Landkreise sowie der Stadtrat mit dem Vorhaben beschäftigen. Die letzten Beschlüsse sind für die Verbandsversammlung des AZV am 30. Juni vorgesehen.

Die mit erheblichen Investitionen verbundene Erweiterung der Deponie um zwei Abschnitte soll für fast 40 Jahre Kapazitäten insbesondere für mineralische Ablagerungen vorhalten und damit einem Entsorgungsnotstand im nördlichen Rheinland-Pfalz vorbeugen. Der auf zwölf Jahre ausgelegte erste Erweiterungsabschnitt kostet rund 12,5 Millionen Euro. Falls danach weitere Kapazitäten benötigt werden, müssten in optional daran anschließenden bis zu drei weiteren Bauabschnitten nochmals 25 Millionen investiert werden. Außerdem soll eine Tochter-GmbH des AZV gegründet werden, die künftig auch gewerbliche Tätigkeiten ausüben darf und so auf dem Markt ihre Ablagerungsmöglichkeiten anbieten kann. Für die anliegenden Gemeinden Ochtendung, Plaidt und Saffig werden im Anschluss an die Beschlüsse der Kreistage und des Stadtrates Informationsveranstaltungen stattfinden.