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Hasenpest im Jagdbezirk Gappenach festgestellt

Auffällige Wildtiere melden und Kontakt meiden - Bei einem Feldhasen aus dem Jagdbezirk Gappenach  wurde der Erreger der Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen. Vorrangig werden von Tularämie Hasen, Kaninchen oder Nagetiere betroffen. Da jedoch auch eine Übertragung auf andere Tiere oder den Menschen möglich ist, empfiehlt die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Verhaltensregeln, die eine Ansteckungsgefahr minimieren.

Dr. Rudolf Schneider, Leiter der Veterinärbehörde im Kreishaus, erklärt: „Im Gegensatz zu gesunden Feldhasen zeigen an Hasenpest erkrankte Tiere in der Regel kein typisches Fluchtverhalten, sondern lassen vielmehr apathisch und scheinbar ohne Scheu die Nähe zum Menschen zu. Man darf dennoch keinesfalls die Tiere anfassen. Auch sollte man  vermeiden, dass Hunde mit erkrankten Tieren in Kontakt kommen.“ Beim Menschen zeigt sich nach der Ansteckung hohes Fieber, je nach Ausprägung der Krankheit begleitet von Geschwüren und eitrigen Entzündungen oder Auswurf, Luftnot, Bauschmerzen oder Durchfall. Nach einem Kontakt oder ersten Anzeichen ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen, der mit Antibiotika behandelt.

Die Kreisverwaltung wird die Jagdreviere im Hegering Maifeld informieren und die Jäger auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit erlegten bzw. verendeten  Feldhasen und Kaninchen hinweisen. Wer ein sichtlich auffälliges Tier entdeckt, sollte dieses dem Veterinäramt der Kreisverwaltung melden. Dort werden weitere Maßnahmen eingeleitet.

Nicht verwechselt werden sollte die Tularämie mit der Myxomatose, bei der die erkrankten Tiere Schwellungen und Entzündungen u.a. im Bereich der Augen zeigen. Die Myxomatose ist im Gegensatz zur Tularämie für den Menschen ungefährlich.    Meldungen an die Kreisverwaltung  Mayen-Koblenz  0261/108-459 oder 108-580 oder per Mail: