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Jugendliche fordern Räume, Gleichberechtigung, bessere Mobilität und freies WLAN

Projekt des Landkreises für eine eigenstände Jugendpolitik geht den nächsten Schritt - Mehr Jugendliche sollen dazu bewegt werden, ihren Wohnort mitzugestalten und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Dazu hat das Familienministerium das Projekt „JES! Eigenständige Jugendpolitik – mit PEP vor Ort“ initiiert.  Das Projekt wird seit November 2017 im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel als Modellregion durchgeführt. JES steht für „jung, eigenständig, stark“ und PEP für Praxisentwicklungsprojekt. In der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurde über den aktuellen Projektverlauf berichtet:

Nach den Sommerferien startete die konkrete Einbindung der Jugendlichen und der erwachsenen Akteure der Jugendarbeit  vor Ort. In der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel wurde zunächst eine Onlinebefragung von Jugendlichen in Kooperation mit dem Kreisjugendring durchgeführt. Ein Treffen mit erwachsenen Ehrenamtlern aus der Jugendarbeit wurde ebenfalls durchgeführt, um diese über das Projekt zu informieren und Ansätze für eine bessere Beteiligung von Jugendlichen zu erörtern. Im Anschluss fanden die Jugendforen statt, bei denen die Jugendlichen beurteilten, wie jugendgerecht ihre Gemeinden sind. Die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel wurde dazu in sechs Bereiche unterteilt, in denen jeweils ein Forum stattfand. Die in den Jugendforen vorgebrachten Themen und Ideen der Jugendlichen lassen sich in vier Kategorien zusammenfassen, wie Tobias Rutz, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, berichtet: „Jugendliche brauchen Räume, die sie nach ihren Vorstellungen gestalten können und die für Aktivitäten geeignet sind. Außerdem möchten sie, dass ihre Themen, Ideen und Anliegen ernst genommen werden. Sie möchten beteiligt werden, etwa bei anstehenden Entscheidungen im Verein, in der Kirchengemeinde oder im Gemeinderat. Ein dritter Wunsch, der häufig genannt wurde, ist die verbesserte Mobilität, um die Freizeit unabhängig vom Wohnort gestalten zu können. Das vierte große Anliegen besteht in der Möglichkeit eines freien WLAN-Netzes im öffentlichen Raum der Heimatgemeinde.

Die Themen, Beiträge und Ideen der Jugendlichen aus den Jugendforen bilden die Grundlage für die weitere Projektarbeit. „Im nächsten Schritt werden daraus konkrete Ziele und Maßnahmen entwickelt,  die im Jahr 2019 umgesetzt werden sollen“, erläutert Benedict Hallerbach vom Kreisjugendamt. „Dabei werden die Jugendlichen vor Ort weiter konsequent in der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Projekte und Anliegen beteiligt“, so Hallerbach weiter.

Weitere Informationen zum Projekt im Internet unter www.jugendpflege-rhein-mosel.de, www.kvmyk.de, bei Benedict Hallerbach, Email: oder telefonisch 0261/108-258.