Die „Grube Bendisberg“ ist die neueste Attraktion im Vulkanpark und bietet ein einmaliges Erlebnis für Jung und Alt.

Vulkanpark nach Rekordjahr um eine Attraktion reicher

Start in das neue Jahr mit „Grube Bendisberg“ - 230.069 Besucher zählten die sechs Info- und Erlebniszentren des Vulkanparks im abgelaufenen Jahr. Eine beeindruckende Zahl und für die Verantwortlichen Grund genug, stolz auf die zurückliegende und voller Optimismus auf die unmittelbar bevorstehende Saison zu blicken. Es hat sich einiges getan: Neben intensiven Wartungs-, Pflege- und Verbesserungsarbeiten in den Wintermonaten, durch die die Museen für die neue Saison gerüstet wurden, ist der Vulkanpark um eine Attraktion reicher geworden – das Besucherbergwerk „Grube Bendisberg“ bei Langenfeld.

 „Neu im Vulkanpark – Die „Grube Bendisberg“

Tief unter der Erde liegen die Stollen des ehemaligen Erzbergwerks „Grube Bendisberg“. Die ersten „Glück Auf!“-Rufe der Bergmänner erklangen hier schon im Jahre 1827. Mancher Wissenschaftlicher ist sogar der Meinung, dass bereits die Kelten vor mehr als 2.000 Jahren, unweit von St. Jost im Nitztal, nach erzhaltigem Gestein gruben. Dabei hinterließen sie kreisrunde, ursprünglich wohl mehrere Meter tiefe Eingrabungen  im Waldboden, die noch heute zu sehen sind – sogenannte Pingen. Andere Stimmen hingegen behaupten, es seien die Römer gewesen, die das Erz im Tagebau abbauten.

„Vom Bergwerk zur Touristenattraktion“

Nach mehreren Besitzerwechseln, Feuerbrünsten und Reparaturarbeiten hatte die Grube, mit ihren insgesamt fünf Ebenen, aufgrund der zu geringen Abbau- und Fördermengen im Jahre 1957 ausgedient. 2003 und 2004 wurden zwei der Stollen nach fast fünfzig Jahren wieder geöffnet. Ein Jahr später erwarb die Ortsgemeinde Langenfeld die Konzession der Grube Bendisberg und beschloss, diese als Besucherbergwerk für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei galt es, zwei Ebenen, die etwa 52 Höhenmeter auseinander liegen, miteinander zu verbinden. Die beiden unteren Ebenen haben hingegen keinen unmittelbaren Zugang von außen, stehen heute voller Wasser und sind so nicht mehr erreichbar. Als unverzichtbarer Partner für den Ausbau der „Grube Bendisberg“ zu einem Besucherbergwerk konnte die „Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein e.V.“ gewonnen werden. Diese wurde 1987 mit dem Ziel, „den Bergbau in einer Zeit, die durch Schließung von Bergwerken, Verlegungen zu anderen Schachtanlagen und Beginn eines frühen Ruhestandes überschattet ist, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, in Kamp-Lintfort gegründet. Nach sieben Jahren intensiver Arbeit wurde die „Grube Bendisberg“ im November 2011 schließlich als in Deutschland unverwechselbares Drei-Stollen-Besucherbergwerk eröffnet.

„Einmaliges Erlebnis für Jung und Alt“

Enge Stollen und Strecken, Sprengstoff- und Haspelkammern, Rollen, Schütten und Erzgänge mit ihren vielfältigen mineralischen Verfärbungen können nun von Jung und Alt besichtigt werden. Im Vorfeld aller Führungen – mitsamt Audiosystem und Geleucht – kann im Ausstellungsbereich eine Bergbauausstellung mit Bergwerksmodell, Gesteinen und Mineralien sowie historischen Werkzeugen und Arbeitsweisen bestaunt werden. Neben der Standardführung im mittleren Eisenheld-Stollen, werden Spezialführungen angeboten, die auch alle drei Stollen, eine unterirdische Kletterwand, ein Therapiestollen sowie Kinderaktionen umfassen können. Abgerundet wird das Erlebnis durch die „Bergmannshütte“, die hungrigen „Bergleuten“ eine typische Eifeler Küche oder selbstgebackenen Kuchen bietet – wahlweise im rustikalen Gastraum oder an sonnigen Tagen auf der schönen Terrasse inmitten der ursprünglichen Landschaft der Vordereifel. Alle Informationen zur „Grube Bendisberg“ und den sechs weiteren Einrichtungen des Vulkanparks gibt es jederzeit unter www.vulkanpark.com oder während der Öffnungszeiten des Vulkanpark Infozentrums unter der Nummer 02632-98750.