Nachwuchs in den Thürer Wiesen

Zuwachs in den Thürer Wiesen

Herde umfasst nun 10 Wasserbüffel - Vor knapp zwei Jahren fanden Karpatische Wasserbüffel im Naturschutzgebiet „Thürer Wiesen“ ihr neues Zuhause. Jetzt erhielt die Herde weiteren Zuwachs. Allein in diesem Jahr wurden bislang drei gesunde Büffel zur Welt gebracht. Im weitläufigen Feuchtgebiet südöstlich von Thür haben nun insgesamt 10 Wasserbüffel ihr Revier: Die Herde besteht aus einem Herdenbullen, zwei Jungbullen, vier Muttertieren und drei Kälbchen.

Die robusten Tiere, die ganzjährig im Naturschutzgebiet sind, erfüllen eine wichtige Funktion: Sie fressen Rohrkolben, Schilf und grasartige Pflanzen. Dadurch werden auf der Fläche mosaikartige Strukturen geschaffen und die Artenvielfalt gefördert. Tanja Stromberg, Geschäftsstellenleiterin der Stiftung Natur und Umwelt, stuft den Beweidungserfolg in 2017 als gut und vielversprechend ein: „Die Tiere strukturieren die Grün- und Gewässerflächen stetig. In größeren Teilbereichen ist die vorherige monotone Vegetation bereits durch ein vielfältigeres Vegetationsmosaik ersetzt worden. Das ist wichtig für den besonderen Artenreichtum des Feuchtgebiets.“ Seitdem sich die  Wasserbüffel um die Thürer Wiesen kümmern, konnte auf zusätzlichen Maschineneinsatz zur Offenhaltung verzichtet werden. Auch in der Bevölkerung findet das durch die Stiftung für Natur und Umwelt betreute Beweidungsprojekt großen Anklang und lädt immer wieder zu einem Spaziergang in die Thürer Wiesen ein.