Landrat Dr. Alexander Saftig (links) und der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth (rechts) freuten sich gemeinsam mit den Preisträgern des Jugend- und Sozialempfangs.

Ehrenamtliches Engagement gewürdigt

Landkreis lud zum Jugend- und Sozialempfang - Beim Jugend- und Sozialempfang dankt der Landkreis Mayen-Koblenz Gruppen, Verbänden, Vereinen sowie auch ehrenamtlich tätigen Einzelpersonen für ihre wertvolle Arbeit. Die Ehrennadel erhielt in diesem Jahr Irmgard Retterath aus Herresbach. Als Gruppen wurden der Verein Cura Plaidt und die Katholische Mädchenjugend aus Mendig ausgezeichnet.

„Mit dem heutigen Empfang möchten wir Ihnen allen, sowohl den hauptberuflich als auch ehrenamtlich tätigen Personen, für ihre Arbeit in den Sozial- und Jugendeinrichtungen danken. Ihre Arbeit besitzt für die Gesellschaft einen unschätzbaren Wert“, begrüßte Landrat Dr. Alexander Saftig die zahlreichen Gäste im Polcher Forum.

Irmgard Retterath erhielt die Ehrennadel des Landkreises Mayen-Koblenz für ihre langjährigen ehrenamtlichen Aktivitäten im Sozialbereich. Seit gut 20 Jahren bringt sie sich in der Region rund um Mayen im Hospizverein ein. „Die Hospizarbeit ist eine wichtige, aber auch unglaublich schwierige Aufgabe, die ein Höchstmaß an Empathie erfordert“, so der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth bei der Vorstellung der Geehrten. Das Thema Tod wird gesellschaftlich oft verdrängt. „Umso wichtiger ist es, dass man anderen in den allerschwersten Stunden Hilfe leistet, zuhört oder einfach nur für sie da ist“, erklärt Irmgard Retterath. Darüber hinaus brachte sich die Herresbacherin stark in der „Tschernobyl-Kinder-Hilfe“ ein. Von 1996 bis 2015 war sie Mitorganisator von Veranstaltungen, deren Erlöse dem SOS-Kinderdorf im weißrussischen Boravljany zu Gute kamen. „Sie sind mit viel Herzblut und Freude für andere Menschen da“, stand für Nauroth fest.

Seit 2008 gibt es den Verein Cura Plaidt, der sich um unverschuldet in Not geratene Bürger aus Plaidt kümmert und nun beim Jugend- und Sozialempfang ausgezeichnet wurde. „Wir sind schnell und unbürokratisch zur Stelle, wenn wir gebraucht werden. Mittlerweile haben wir 83 Mitglieder. Die Plaidter Vereine und die Geschäftswelt unterstützen unsere Arbeit sehr“, stellte Elke Mürtz ihren Verein vor. Die Hilfen von Cura Plaidt erfolgen ausdrücklich auch unabhängig von möglicherweise zustehenden staatlichen Leistungen. Nichts ist pauschal geregelt und es wird stets der Bedarf im konkreten Fall betrachtet. Neben Einzelfallhilfen in akuten Notsituationen werden auch die Plaidter Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen in humanitären Angelegenheiten finanziell unterstützt. Der Erste Kreisbeigeordnete ergänzte: „Ein besonderes Augenmerk legt der Verein auf die Hilfe von Kindern und Jugendlichen. So werden für den Nachwuchs sogar Anteile der Mitgliedbeiträge für Sportvereine übernommen. In Plaidt soll niemand aufgrund von ein paar Euro ausgegrenzt werden.“

Ebenfalls geehrt wurde die Katholische Mädchenjugend aus Mendig, die beliebte Jugendfreizeiten und sonstige Betreuungsangebote für den Nachwuchs anbietet. „1964 wurde die Einrichtung der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus nur für Mädchen gegründet, doch schon seit vielen Jahren dürfen selbstverständlich auch die Jungen mitmachen. Die Kinder kommen nicht nur aus Mendig, sondern auch aus den Nachbarorten“, erklärte Burkhard Nauroth. Der Höhepunkt jedes Jahres ist die große Sommerfreizeit. In diesem Jahr geht es ins niederländische Ameland. „Wir nehmen 70 Kinder mit. Eine Zahl, auf die wir sehr stolz sind. Wenn wir die Freizeit anbieten, ist sie innerhalb von zwei Stunden komplett besetzt, und es gibt eine lange Warteliste“, freut sich die Leiterin Hiltrud Surges. Neben der Sommerfreizeit gibt es ein breites Kursangebot, in welchem die verschiedenen Altersklassen nachmittags betreut werden. „24 Erwachsene sind als Helfer aktiv. Dazu kommen noch 17 Jungleiter, also Jugendliche, die in den Gruppen mitarbeiten. Alle sind ausgebildet im Bereich der Jugendarbeit“, so Surges. „Ihre über fünf Jahrzehnte gewachsene Jugendarbeit sucht ihresgleichen. Sie legen den Grundstein dafür, dass Kinder gemeinschaftliches und soziales Engagement erfahren und entwickeln können“, lobte der Erste Kreisbeigeordnete.