Landrat Alexander Saftig (Mitte) überzeugte sich mit Vertretern des LBM, der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde und der Stiftung Natur und Umwelt von der hervorragenden Entwicklung der Blumenrather Heide.

Blumenrather Heide entwickelt sich dank Ökokonto bestens

Landrat Alexander Saftig ist zufrieden. Das merkt man ihm beim Spaziergang durch die Blumenrather Heide in der Vordereifel an. Die Heiden entwickeln sich hier und in allen anderen Teilgebieten des LIFE-Projektes im Landkreis Mayen-Koblenz prächtig und stellen ein überregional einzigartiges und sehr erfolgreiches Naturschutzgroßprojekt dar. „Wo vor über 10 Jahren weitgehend Wildwuchs in der Heide herrschte, hat sich nun wieder die heidetypische Fauna und Flora in allen Gebieten etabliert und beachtlich entwickelt“, freut sich Alexander Saftig.

Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz schloss 2010 mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) eine Vereinbarung über ein Ökokonto im Bereich der Blumenrather Heide/Schafberg bei Virneburg. Ökokonten enthalten potentielle Kompensationsmaßnahmen, die mit Blick auf zu erwartende Eingriffe in die Natur durchgeführt werden. Dadurch wird die Projektrealisierung beschleunigt. Diese durchgeführten Maßnahmen werden mit den dann fälligen Ersatz- oder Ausgleichsmaßnahmen „verrechnet“.

Mit der Betreuung des Ökokontos ist die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz beauftragt. Sie betreut bereits 130 Hektar in den unterschiedlichsten Naturräumen. Gemeinsam mit Vertretern des LBM, der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde sowie der Stiftung überzeugte sich der Kreischef von der Sinnhaftigkeit solcher Ökokonten. Biologe Jörg Hilgers führte die Teilnehmer durch das Gelände und erstattete Bericht über die durchgeführten Maßnahmen, die bislang zu einer erfolgreichen Entwicklungspflege der Flächen und zu einer positiven Veränderung der Artenvielfalt in der Blumenrather Heide führten.