Bei „Wissen was geht!“ haben Jugendliche die Möglichkeit, Unternehmen, Ausbildungsberufe und die damit verbundenen Tätigkeiten hautnah kennen zu lernen.

Berufswahl nicht dem Zufall überlassen

Schüler schnuppern in Unternehmen – „Wissen was geht!“ startet in 2. Runde  - „Na, was willst du denn mal werden?“ Was für die Kleinen noch immer zu einer aufregenden Fantasiereise in die Zukunft wird, setzt so manchen jungen Menschen, der vor seinem Schulabschluss steht, unter Druck. Viele Schulabgänger wissen ob der Fülle des Angebots oft nicht, wohin sie ihr Weg nach der Schule führen soll. Lehre oder Studium, Freiwilliges Jahr oder duales Studium? Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen stehen Unternehmen, die händeringend nach geeigneten Nachwuchskräften suchen. Immer weniger Bewerbungen auf freie Ausbildungsstellen, abnehmende Qualität der Bewerbungen und Fachkräftemangel machen den Unternehmen nicht nur in der Region zu schaffen. Gute Gründe also für Unternehmen, auf sich aufmerksam zu machen. Sie tun dies in einem Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WFG). Unter dem Motto „Wissen was geht!“ öffnen Betriebe in den Sommerferien ihre Tore.

Was steckt hinter dem Projekt „Wissen was geht!“? Start ist ab dem 25. Juni.  23 regionale Unternehmen stehen interessierten Schülern zwischen 14 und 19 Jahren Rede und Antwort in Sachen Ausbildung und duales Studium. Durch Betriebsrundgänge, Gespräche mit Verantwortlichen der Personalabteilungen und Auszubildenden sowie in individuellen Workshops bekommen junge Menschen Einblicke in die Firmen und Tipps für Bewerbungen. Mit dabei sind kleinere Firmen wie der Malerfachbetrieb Otmar Klein aus Mendig. Auch große Unternehmen wie zum Beispiel die Weig Unternehmensgruppe aus Mayen oder Griesson – de Beukelaer aus Polch machen mit. Annika Dietel, die Projektverantwortliche bei der WFG, erklärt, warum es sich für die Schüler und Jugendlichen lohnt, „Wissen was geht!“ zu nutzen: „Sie erleben die Berufe, die Unternehmen und deren Produkte hautnah und lernen vor Ort die Ausbildungsmöglichkeiten kennen. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, direkt mit Auszubildenden ins Gespräch zu kommen, sich über die Ausbildungsinhalte der jeweiligen Berufe zu informieren. Nach dem Schnupperpraktikum wissen sie, welche Fähigkeiten und Voraussetzungen in den jeweiligen Berufen gefragt sind. Auch die Eltern haben die Chance, sich die potenziellen Ausbildungsbetriebe anzuschauen, um mit ihren Kindern darüber sprechen zu können.“

„Wissen was geht!“, das Projekt der WFG, bietet den beteiligten Unternehmen eine  Möglichkeit, Kontakt zu Schülern der Region aufzunehmen. Jede Firma gewährt Einblicke in den Arbeitsalltag. Verschiedene Branchen sind dabei, pro Firma muss der interessierte Schüler rund drei Stunden in seinen Sommerferien opfern. WFG-Geschäftsführer Henning Schröder ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, an den Aktionstagen von „Wissen was geht!“ teilzunehmen und zwar für beide Seiten: „Wir wissen um die Not unserer Unternehmen, ihren Fachkräftemangel in der Zukunft zu decken. Deshalb ist es wichtig, heute in die Ausbildung qualifizierter Kräfte zu investieren. Gleichzeitig hat eine von uns in Auftrag gegebene Befragung gezeigt, dass junge Menschen gerne in unserer Region bleiben wollen, oft aber nicht wissen, wo und wie sie die Ausbildung finden, die zu ihnen passt. Dem wollen wir mit unserem Angebot entgegenwirken.“

Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen möchten. Insgesamt sind pro Schüler drei Unternehmensbesuche möglich. Anmeldung und weitere Infos unter www.wfg-myk.de oder bei Annika Dietel, Telefon 0261/108-447, E-Mail: .


Diese Unternehmen sind dabei:

Griesson – de Beukelaer GmbH & Co. KG, Polch

Mathias Normann Spedition GmbH, Bendorf

Rhein-Mosel-Fachklinik, Andernach

Kreissparkasse Mayen, Mayen

Berghotel Rheinblick, Bendorf

Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG, Bell

Masa GmbH, Andernach

Achim Lohner GmbH & Co. KG, Polch

Brohl Wellpappe GmbH & Co. KG, Mayen

Lidl-Vertriebs GmbH & Co. KG, Mülheim-Kärlich

Glabach – Werkstätte für handwerkliche Schreinerarbeiten, Saffig

Projekt 3 gGmbH, Kottenheim

Dr. Dortmann Zahn+Mund+Kiefer, Mülheim-Kärlich

Weig Unternehmensgruppe, Mayen

Ontex Mayen GmbH, Mayen

Sanitätshaus Wittlich GmbH, Bendorf

Jungbluth Firmengruppe, Kruft

Stadtwerke Andernach, Andernach

RHI Urmitz AG & Co. KG, Mülheim-Kärlich

Niesmann+Bischoff GmbH, Polch

Malerfachbetrieb Otmar Klein GmbH, Mendig

ZEPP Logistik, Mülheim-Kärlich

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Koblenz