Landrat Dr. Alexander Saftig, Innenminister Roger Lewentz und Vertreter der Provider und Kommunen freuten sich in Siebenbach über den Spatenstich zum Breitbandausbau.

Spatenstich für schnelles Internet

Breitbandausbau im Landkreis Mayen-Koblenz startet - Landrat Dr. Alexander Saftig, Innenminister Roger Lewentz und zahlreiche weitere Gäste aus Wirtschaft und Politik um 9 Uhr morgens zu Gast in Siebenbach – kein alltägliches Bild für die 200-Einwohner-Gemeinde in der Vordereifel. Grund für den Besuch war der Spatenstich für den Breitbandausbau in Mayen-Koblenz. Bis Ende 2019 werden bislang unterversorgte Gebiete im Landkreis mit schnellem Internet versorgt. Ausgeführt werden die Maßnahmen von drei unterschiedlichen Anbietern: Innogy TelNet, Deutsche Telekom und Inexio.

Insgesamt 3.678 Haushalte und 218 Gewerbebetriebe werden durch das Projekt versorgt. Dafür werden im Ausbaugebiet 78 Kabelverzweiger und 19 Hauptverteiler gebaut oder  aufgerüstet, die das Glasfaserkabel in  die Ausbaugebiete bringen. Rund 121 Kilometer Glasfaser werden neu verlegt. Die Mindestanforderung der Baumaßnahmen ist, dass die Anschlüsse in den Projektgebieten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 Megabits pro Sekunde versorgt sind.

Der Landrat zeigte sich hocherfreut über den Baubeginn: „Nach gut zweijähriger Planung, Antragsstellung, Ausschreibung und Abstimmungsgesprächen geht es jetzt endlich los – der erste große Schritt ins Gigabitzeitalter. Die Versorgung mit schnellem Internet ist eine der wichtigsten Grundlagen für die zukunftsorientierte Ausrichtung unserer Kommunen. Gerade im ländlichen Raum werden die Entwicklungschancen für Wohn- und Gewerbestandorte maßgeblich von der Verfügbarkeit entsprechender Angebote an Informations- und Kommunikationstechnologie abhängen.“ Dem schloss sich auch Innenminister Roger Lewentz an, der Breitband als Zaubertrank der Zukunft bezeichnete. Wenn man den Anschluss nicht verlieren wolle, müsse schneller und effizienter gearbeitet werden, so Lewentz. 

Im Vorfeld wurde eine sogenannte Markterkundung bei den Breitbandversorgern durchgeführt. Hier teilten die Telekommunikationsanbieter mit, welche Flächen bereits ausgebaut sind oder in den nächsten drei Jahren auf eigene Kosten ausgebaut werden. In diesen Bereichen dürfen nach EU-Vorgaben keine öffentlichen Zuschüsse eingesetzt werden. Übrig blieben die Gebiete im Landkreis, die weder über eine ausreichende Breitbandverbindung verfügen noch in den nächsten drei Jahren durch einen Telekommunikationsanbieter ohne kommunale Hilfe ausgebaut werden sollen. Ein Investitionskostenzuschuss von 1,3 Millionen Euro ermöglicht nun, die Gebiete mit schnellem Internet zu versorgen. 50 Prozent dieser Förderung kommen vom Bund und 40 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz, so dass sich Anteil der Gemeinden auf 10 Prozent begrenzt.

 „Wir sind froh, dass wir diesen Schritt nun endlich gehen“, freute sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Alfred Schomisch und warf gleichzeitig einen Blick in die Zukunft: „Doch dieser Schritt ist nur die Basis für weitere Schritte. Langfristig wird man Glasfaseranschlüssen im Haus nicht vorbeikommen.“ Michael Dötsch, Regionalleiter der Innogy, die 12 Gebiete ausbaut, stellte die Bedeutung des Projektes heraus: „Breitbandversorgung ist heute so wichtig, wie eine Versorgung mit Strom und Wasser! Aus unseren zahlreichen Gesprächen mit Verwaltungen und Bürgermeistern wissen wir, dass spätestens die zweite Frage von potenziellen Grundstücksinteressenten die Frage nach der im Ort verfügbaren Internet-Bandbreite ist. Ein ebenso starkes Interesse am schnellen Internet haben natürlich Gewerbetreibende und die Industrie.“

Acht weitere Gebiete werden durch die Telekom mit schnellem Internet versorgt. Die Freude über den Projektbeginn brachte auch der zuständige Regio-Manager der Telekom, Winfried Moser, zum Ausdruck: „Wir freuen uns, dass wir heute beim ersten Spatenstich dabei sind. Denn wir starten bald in unseren Bauabschnitten, um für den Landkreis das zu tun, was wir am besten können: Neue zukunftsfähige Netze bauen. Eine weitere gute Nachricht ist, dass Innogy und die Deutsche Telekom im Kreis Mayen-Koblenz eine enge Zusammenarbeit beim Netzausbau und der Vermarktung vereinbart haben. So stehen die Breitbandnetze von Innogy auch Telekom-Kunden zur Verfügung, es ist kein Wechsel des Netzanbieters nötig.“

Weitere Informationen zum Projekt unter www.kvmyk.de, Stichwort Breitbandausbau.