Viele Jugendliche nutzten „Wissen was geht!“, um die heimischen Unternehmen kennen zu lernen. Hier bei der Bäckerei „Die Lohner´s“ in Polch.

Positive Bilanz für WFG-Projekt „Wissen was geht!“

136 Jugendliche informierten sich über Ausbildungsangebote - Die Sommerferien sind gerade erst vorbei, doch schon stehen die Sommerferien des nächsten Jahres im Fokus. Grund dafür: Der erfolgreiche Verlauf des Projektes „Wissen was geht!“. Bereits im zweiten Jahr in Folge hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein (WFG) zusammen mit 22 Unternehmen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz jungen Menschen ein Angebot unterbreitet, sich in der schulfreien Zeit einen Eindruck von Berufsbildern und Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu verschaffen. 136 Jugendliche machten von dem Angebot Gebrauch. Für Henning Schröder, Geschäftsführer der WFG, ein klares Signal: „Der Bedarf für eine solche Informationsplattform ist da. In diesem Jahr hatten wir mehr als doppelt so viele Teilnehmer gegenüber dem Vorjahr. Das ist für uns ein deutliches Zeichen, dass wir das Projekt auch im nächsten Jahr fortsetzen werden.“

Konnten sich früher Firmen die Auszubildenden aussuchen, sind es heute die jungen Menschen, die ihren künftigen Ausbildungsbetrieb wählen. Für die Unternehmen ist es daher immer wichtiger, auf sich aufmerksam zu machen – wie beim Projekt „Wissen was geht!“ in den Sommerferien. 22 Unternehmen aus dem gesamten Kreisgebiet nutzten diese Möglichkeit.

Durch einen Betriebsrundgang, Gespräche mit Verantwortlichen der Personalabteilungen und Auszubildenden sowie in individuellen Workshops mit praktischen Arbeiten bekamen junge Menschen Einblicke in die Firmen und Tipps für Bewerbungen. Jede Firma gewährte Einblicke in den Arbeitsalltag und stellte das Unternehmen sowie die verschiedenen Ausbildungsberufe und Möglichkeiten des Dualen Studiums vor. 136 junge Menschen hatten sich zu insgesamt 253 Unternehmensbesuchen angemeldet. Sie bekamen nicht nur Anregungen für die Berufswahl sondern auch die Frage beantwortet, welche Fähigkeiten und Eigenschaften junge Menschen für eine bestimmte Ausbildung mitbringen müssen.

Die jungen Teilnehmer, deren Eltern und die Unternehmen zogen ausnahmslos ein positives Fazit. „Das Projekt kann ich allen Schülern und Unternehmen im Umkreis von Mayen-Koblenz nur empfehlen. Binnen einer Woche konnten wir zwei neue Azubis für den gewerblichen Bereich finden. Das ist schon eine Sensation und lässt mein Herz als Personalerin höher schlagen“, freute sich Nicole Radtke, Personalreferentin der Jungbluth Firmengruppe. Ähnlich sah es Alena Böhm, Ausbilderin bei der RHI Urmitz AG & Co. KG: „Wir haben uns für eine Teilnahme entschieden, da es in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, Jugendliche für eine Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen zu begeistern und wir Berufe ausbilden, die nicht jedem geläufig sind. Es war schön zu sehen, dass trotz der Ferien eine große Teilnahmebereitschaft für das Projekt bestanden hat.“

Das Projekt richtete sich an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die erste Kontakte mit der Arbeitswelt knüpfen wollten. Viele Jugendliche nutzten das Projekt, um in die unterschiedlichsten Bereiche hineinschnuppern zu können. Andere suchten sich gezielt Firmen aus, die ihren „Wunsch-Ausbildungsberuf“ anbieten. So war das Projekt „Wissen was geht!“ Orientierungshilfe und Bewerbungsprobelauf zugleich.

Unterm Strich zieht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ein positives Fazit. Projektbetreuerin Annika Dietel: „Die Tatsache, dass direkt nach den Firmenbesuchen erste Ausbildungsplätze vermittelt wurden sowie die Reaktionen der Jugendlichen haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, das Ausbildungsangebot unserer Unternehmen frühzeitig an die Jungen und Mädchen und deren Eltern heranzubringen. Es weiß noch lange nicht jeder, welche Berufe es gibt und welche tollen Firmen wir im Landkreis haben.“ Auch 2019 soll das Projekt wieder stattfinden. Die Planungen dafür beginnen noch in diesem Jahr.

Wer Fragen zum Projekt „Wissen was geht!“ hat, kann sich bei der WFG an Annika Dietel, Telefon 0261/108-447, E-Mail: , wenden.