Der Leiter des LBM Cochem-Koblenz Bernd Cornely, Bürgermeister Jörg Lempertz, der Ortsbürgermeister von Bell Bernd Merkler, der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth und Andreas Doll, der Ortsbürgermeister von Rieden (von links), freuen sich auf die anstehenden Baumaßnahmen.

Landkreis investiert in Straßen

Kreisstraße 19 in Rieden wird saniert - Ab dem Frühjahr 2020 wird die K19 zwischen Rieden und der Grenze zum Kreis Ahrweiler saniert. Die Gesamtkosten belaufen sich nach dem aktuellen Stand der Planungen auf rund 840.000 Euro für den Landkreis Mayen-Koblenz, der wiederum eine Landesförderung von 74 Prozent erhält. Außerdem ist der Umbau des Einmündungsbereiches an der L82 und der K56 in Bell zu einem Kreisverkehrsplatz geplant. Beide Projekte wurden nun vom für die Planung und Ausführung verantwortlichen Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz (LBM) in der Verbandsgemeinde Mendig vorgestellt.

„Seit langem hatten wir ein gemeinsames Interesse an der Sanierung der maroden K19 und alle Beteiligten waren sich einig, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Wir sind froh, dass es bald losgeht“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Die erforderlichen Rodungsarbeiten für die Sanierung der Straße werden im kommenden Winter durchgeführt. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen. Zurzeit beträgt die Fahrbahnbreite teilweise unter fünf Metern mit nur sehr schmalen Banketten. Nach der Sanierung wird sie durchgängig mindestens fünf Meter breit sein. Außerdem wird die Straße von Betonrandbalken mit einer Breite von jeweils 50 Zentimetern eingerahmt. Die Randbalken gehören nicht zur eigentlichen Fahrbahn, sind aber durchaus befahrbar, wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen. Für solche Fälle wird die Straße also einen Meter breiter.

Für die Sanierung kommt ein Hocheinbau zum Einsatz. „Das heißt, dass der neue Belag auf den alten aufgebracht wird. Lediglich an den Übergängen zum Bestand kommt ein Vollausbau zum Einsatz, wodurch das Fahrbahnniveau angeglichen wird“, erklärt Bernd Cornely, der Leiter des LBM.

Nach dem aktuellen Stand der Planung rechnet man mit einer Bauzeit von rund acht Monaten, in der eine Vollsperrung der Strecke unausweichlich ist. „Da die Straße so schmal ist, lässt sich aus Gründen des Arbeitsschutzes eine Sanierung während eines einspurigen Betriebes nicht realisieren. Die Vollsperrung trägt aber auch dazu bei, dass die Bauzeit insgesamt kürzer und die Qualität der neuen Straße deutlich besser ist, da es viel weniger Nahtstellen gibt“, so Cornely.

Im Zuge des Ausbaus der L 82 zwischen Bell und der Autobahnauffahrt wird der Einmündungsbereich L 82/K 56 in Bell zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut. Der Baubeginn ist abhängig von zwei letzten Grunderwerbsfällen, die das Land derzeit mit den Eigentümern erörtert.

 „Die L82 in Bell und die K19 in Rieden verbinden die Ortsgemeinden mit den naheliegenden Autobahnauffahrten der A61. Sie sind verkehrstechnische Lebensadern und tragen entscheidend für eine leistungsfähige Infrastruktur bei. Die Verbandsgemeinde Mendig sowie die Ortsgemeinden Rieden und Bell setzten sich daher leidenschaftlich seit vielen Jahren für deren Erneuerung ein. Wir danken dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis, dass der Ausbau der K19 kurzfristig Wirklichkeit und die Maßnahme an der L82 mit allen Kräften weiter vorangetrieben wird. Dies stärkt die Mobilität unser Einwohner, von Handel, Handwerk und die touristische Erreichbarkeit unserer Heimat“, betonen Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz und die Ortsbürgermeister Andreas Doll und Bernd Merkler im Einklang.