Die diesjährigen Preisträger des Umweltpreises setzen sich zum Teil schon seit Jahrzehnten für die heimischen Gewässer ein. Als Dank gab es eine Urkunde und ein gesamtes Preisgeld von 5.000 Euro.

Landkreis zeichnet Bachpaten aus

Umweltpreisverleihung im Jubiläumsjahr der Stiftung für Natur und Umwelt - „Welcher Landkreis ist der schönste in Rheinland-Pfalz? – ´Natürlich MYK´, wie es auch das Logo der Stiftung für Natur und Umwelt aussagt.“ Mit diesen Worten begrüßte der Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Stiftung Burkhard Nauroth die Gäste zur Umweltpreisverleihung des Landkreises Mayen-Koblenz.  In diesem Jahr zeichnete er die Bachpaten aus dem Kreisgebiet aus, die sich ehrenamtlich um die heimischen Gewässer kümmern. Die Umweltpreisverleihung war die erste von zahlreichen Aktionen, die zum 10-jährigen Bestehen der Stiftung für Natur und Umwelt in diesem Jahr geplant sind. Der Preis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.

Der Landkreis hat die Verantwortung für die sogenannten Gewässer zweiter Ordnung. In Mayen-Koblenz sind das der Brexbach, der Saynbach, der Brohlbach, die Elz, der Krufter Bach und die Nette, die auf einer Gesamtlänge von rund 140 Kilometern durch das Kreisgebiet fließen. „Die Betreuung dieser Strecke durch die Kreisverwaltung allein ist undenkbar, deshalb sind wir so froh, dass wir unsere Bachpaten haben“, sagte Nauroth. Die Bachpaten kümmern sich zum Teil schon seit Jahrzehnten um die Gewässer im Landkreis Mayen-Koblenz und opfern dafür einen erheblichen Teil ihrer Freizeit: Dabei beobachten sie regelmäßig den Gewässerabschnitt, für den sie die Patenschaft übernommen haben und dokumentieren den aktuellen Zustand, Entwicklungen und Veränderungen. Eventuelle Gewässerbeeinträchtigungen geben sie dann an die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung weiter. Sie packen selbst an und führen unter anderem regelmäßige Reinigungsaktionen durch.

„Sie kennen ´ihr Gewässer´ wie ihre eigene Westentasche und ohne ihre ehrenamtliche Arbeit könnten viele Maßnahmen im Gewässerschutz gar nicht verwirklicht werden“, würdigte der Erste Kreisbeigeordnete das herausragende Engagement. Auch in der Kinder- und Jugendarbeit sind die Bachpaten aktiv und sensibilisieren den Nachwuchs in Schulen und Vereinen mit den unterschiedlichsten Aktionen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur: Die jungen Menschen lernen bei Gewässeruntersuchungen, kleinen Experimenten und Anpflanzungen von Ufergehölzen den Lebensraum Wasser kennen und schätzen. „Ich halte es für enorm wichtig und unerlässlich, schon früh zu zeigen, wie wichtig unsere heimischen Gewässer als wesentlicher Bestandteil unserer Natur und Umwelt sind. Denn wenn wir alle auch in Zukunft in einer gesunden Umwelt leben möchten, brauchen wir unsere jungen Menschen“, fasste es Nauroth treffend zusammen.

Als Bachpaten wurden geehrt: Der Angelsportverein Bendorf, die Arbeitsgemeinschaft Saynbach, der Angler-Sport-Club Ochtendung, der Fischereisportverein Weißenthurm, der Kanuclub Nette Plaidt, die Gemeinschaft Pluczynski und Ginkel aus Kruft, Alexander Mohr aus Mayen, das Jugendhilfezentrum Bernardshof aus Mayen, der Sportangelclub Plaidt und der Angelsportverein Biss auf Biss Hausen. Eine Sonderauszeichnung erhielt die Arbeitsgemeinschaft Nette, die sich seit 1992 mit unzähligen Maßnahmen für die Renaturierung der Nette, den Schutz der Umwelt und die Reinhaltung es Wassers einsetzt.