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Gleichstellung

Die Gleichstellungsstelle für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Landkreis Mayen-Koblenz und in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz einzusetzen. Das bringt ein breites Spektrum von Themen und Aufgaben mit sich, die zum einen kontinuierlich anfallen, aber zum anderen auch wechselnd als Schwerpunktthemen bearbeitet werden.

  • Aufgaben und Ziele

    Die Gleichstellungsstelle hat die gesetzlich verankerte Aufgabe, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Landkreis Mayen-Koblenz und in der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz zu verwirklichen. Das bringt ein breites Spektrum von Themen und Aufgaben mit sich, die zum einen kontinuierlich anfallen, aber zum anderen auch wechselnd als Schwerpunktthemen bearbeitet werden.

    Die tägliche Arbeit zeigt, dass in Sachen Gleichberechtigung in den letzten Jahrzehnten viel erreicht wurde, vieles selbstverständlicher ist, was früher undenkbar war. Die Erfolge sind sichtbar, aber es gibt immer noch viel zu tun gibt. Frauen sind gut qualifiziert, aber in Führungspositionen weit weniger zu finden und haben geringere Verdienstmöglichkeiten. Die Frauenerwerbsquote steigt stetig. Dennoch tragen Frauen die doppelte Last, wenn sie Familie und Beruf vereinbaren wollen. Das Rollenspektrum der Männer hat sich nicht im gleichen Maße erweitert wie das der Frauen. Die Familien- und Pflegearbeit ist vielfach männerfreie Zone.

    Viele Themen der letzten Jahre bleiben daher weiterhin Bestandteil der Arbeit der Gleichstellungsstellen. Die Verwirklichung der Chancengleichheit braucht einen langen Atem und eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Verwaltung, politisch Tätigen, Frauennetzwerken und vieler Institutionen und Organisationen im Landkreis Mayen-Koblenz.

    Die Gleichstellungsbeauftragte...

    • macht auf Benachteiligungen von Frauen in Gesellschaft und Berufsleben aufmerksam und trägt zu ihrem Abbau bei.
    • fördert das Bewusstsein in der Gesellschaft zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
    • tritt für Fraueninteressen bei kommunalen Entscheidungen ein.
    • gibt Hilfestellung und Unterstützung für ratsuchende Menschen zum Thema Gleichstellung in Zusammenarbeit mit anderen Stellen und   Einrichtungen.
    • arbeitet mit Frauengruppen, Frauenverbänden und Frauenselbsthilfeorganisationen zusammen.
    • setzt Akzente durch Veranstaltungen und Seminare.
  • Für wen ist die Gleichstellungsbeauftragte da?

    Die Gleichstellungsbeauftragte ist Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Mayen-Koblenz, insbesondere für alle Mädchen und Frauen, die

    • sich in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Leben, ihrer sozialen Situation benachteiligt fühlen
    • bei einer Benachteiligung konkrete Hilfe oder Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Rechte brauchen
    • Information und Auskünfte benötigen
    • Vorschläge haben, wie die Situation von Frauen im Landkreis Mayen-Koblenz verbessert werden kann.


    Alle Informationen und Anliegen werden selbstverständlich vertraulich behandelt!

    Hinweis:

    Daneben gibt es im Landkreis Mayen-Koblenz bei den einzelnen Stadt- und Verbandsgemeindeverwaltungen haupt- bzw. nebenamtliche Gleichstellungsbeauftragte, an die Sie sich wenden können.

  • Gesetzliche Grundlagen

    Nach Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt (Gleichheitsgebot).

    Nach vielen Jahren Erfahrung mit diesem Gleichheitsgrundsatz hat der Gesetzgeber erkannt, dass die Festschreibung des Gleichheitsgebotes in der Verfassung alleine nicht ausreicht, um diese auch faktisch zu erreichen. So wurde Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes 1994 um folgenden Satz ergänzt:

    „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

    Spätestens seit diesem Zeitpunkt unterliegt gerade die öffentliche Hand einer besonderen grundgesetzlichen Verpflichtung zur Gleichstellung von Frauen und Männern. In Rheinland-Pfalz findet diese Verpflichtung bezogen auf Landkreise ihre Ausformulierung insbesondere in

    • der Landkreisordung (§ 2 Absatz 9 LKO), wonach seit 1994 die Landkreise verpflichtet sind, Gleichstellungsstellen für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises einzurichten und diese hauptamtlich zu besetzen,
    • und im Landesgleichstellungsgesetz (LGG), wonach seit 1995 öffentliche Verwaltungen ab einer bestimmten Größenordnung verpflichtet sind, interne Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen und Fördermaßnahmen innerhalb ihrer Verwaltung durchzuführen.
  • Thema: Frauen und Beruf

    Die Chancen, auch nach einer längeren Unterbrechung auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, sind für gut ausgebildete Frauen heute so gut wie nie. Dennoch fehlt es häufig am nötigen Mut, den ersten Schritt zu tun und sich im Bewerbungsverfahren der Konkurrenz zu stellen.

    Vor allem Frauen mit längerer Lebenserfahrung fürchten auf dem scheinbar jungen Arbeitsmarkt, nicht mehr gefragt zu sein. „Genau das Gegenteil ist der Fall. Auch in unserer von mittelständischen Unternehmen geprägten Region werden schon jetzt in vielen Bereichen Fachkräfte händeringend gesucht, eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren noch verschärfen wird.“, sagt Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Sie engagiert sich mit Ihren Kolleginnen, den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, Birgit Hees, für die Fachkräftegewinnung. Sie möchten insbesondere die Frauen für den Arbeitsmarkt zurückgewinnen, die über berufliche Qualifikationen verfügen und jetzt länger nicht mehr beruflich tätig waren, weil sie ihre Kinder betreut, Familienangehörige gepflegt oder ihrem Mann den Rücken für seine Karriere gestärkt haben.

    Der Landkreis Mayen-Koblenz ist bereits seit längerem auf vielen Ebenen mit dem Thema der Gewinnung und Erhaltung von Fachkräften beschäftigt, da auch hier zunehmend der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel spürbar werden. Gemeinsam mit den Kommungen engagiert sich der Landkreis in besonderem Maße darin, familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Familien gerne im Landkreis leben und arbeiten. Der Wiedereinstieg der Frauen, die längere Zeit familienbedingt nicht gearbeitet haben, ist ein weiterer Schritt, dem Fachkräftemangel entgegen zu treten.
  • Thema: Frauen und Gewalt

    Lea Bales, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mayen-Koblenz, hat Ende 2010 die Koordination des Arbeitskreises Mayener Forum gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen übernommen.

    Nachdem sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Runden Tisches 2011 eine aktualisierte Broschüre zu „Hilfen bei Gewalt" herausgebracht hat, stand 2012 eine Serie zur Vorstellung einzelner Institutionen an, die das Thema Gewalt aus ihrer Sicht beleuchten. „Mit dieser Serie wollten wir das Thema häusliche Gewalt in das öffentliche Bewusstsein rücken und gleichzeitig auch Frauen und Mädchen Mut machen, sich gegen die Gewalt zu stellen und Hilfe in Anspruch zu nehmen", so Bales. Die Presseberichte finden Sie auf der Homepage des Mayener Forums, die 2014 erstellt wurde. Mit dieser Homepage möchten wir eine einfachere und schnellere Informationsplattform bieten und insbesondere auch junge Frauen aus der Region erreichen.

    Die Homepage finden Sie unter www.mayener-forum-gewalt.de .
     
    Seit 2013 gibt es eine 24-Stunden-Hilfehotline für von Gewalt betroffene Frauen.
    Weitere Infos auf www.hilfetelefon.de oder www.rigg.rlp.de.
     


    Broschüre "Hilfe bei Beziehungsgewalt"
    Notfallkärtchen - Hilfe bei Gewalt

Ansprechpartnerin

/ Gleichstellungsstelle / Frau Lea Bales

Kontakt

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Anschrift

Raum-Nr.: 211
Bahnhofstraße 9
56068 Koblenz 

Aufgaben

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