Kehriger Initiative verwandelt Schotterfläche in Blühstreifen

2021-12-30

Rund 30 Projektideen, wie man Dörfer und Städte im Landkreis Mayen-Koblenz wieder grüner, bunter und vor allem naturnäher gestalten kann, haben die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbes „Grüne Stadt – Grünes Dorf“ erreicht. Die Projekte von Privatpersonen, Initiativen, Vereinen, Kitas und Grundschulen, die von einer Jury beurteilt wurden, werden nun mit bis zu 3.500 Euro bei der Umsetzung unterstützt. Eines dieser Projekte ist das Projekt „Vereint Artenvielfalt schaffen“ der Initiative „Kehrig Summt“, bei dem eine Schotterfläche an der Mehrzweckhalle in Kehrig beseitigt und in einen vielfältigen insektenfreundlichen Lebensraum umgestaltet wurde.

„Der Platz hinter der Mehrzweckhalle in Kehrig war eine tote Schotterfläche, der es galt wieder Leben einzuhauchen. Hier kommen viele Menschen vorbei, die sich an dem neu geschaffenen lebendigen, bunten Lebensraum erfreuen werden und so für biologische Vielfalt gewonnen werden können“, sagt Iris Fuhrmann von der Kehriger Initiative. Für die Umsetzung wurde an der Außenwand der Mehrzweckhalle ein 30 Meter langer und 2 bis 3 Meter breiter Bereich mit einer Trockenmauer aus wiederverwendeten Tuffsteinen eingefasst und mit mineralischem Substrat und Grünschnittkompost befüllt. In diesem Beet wurde dann im Sommer eine Zwischensaat mit Kornblume, Nelkenleimkraut und Ackerringelblume ausgebracht. Im September wurden 350 mehrjährige Stauden von rund 30 heimischen Arten zusammen mit der Naturgartenberaterin Ulrike Aufderheide, gesetzt. Zu den Arten gehören unter anderem Glockenblumen, Wiesenflockenblumen, Karthäusernelken, Johanneskraut und das Salomonssiegel. Im nächsten Jahr wird sich hier ein Blütenmeer ausbreiten und der Tisch für Insekten reichhaltig gedeckt sein. Eine Insektennisthilfe rundet das Angebot für Insekten weiter ab.

Zahlreiche Arbeiten wurden dabei gemeinsam mit Vereinen des Dorfes umgesetzt, um so einen Beitrag für die biologische Vielfalt zu leisten. „Das Projekt zeigt mustergültig, wie man eine leblose Fläche zu einem artenreichen Lebensraum umwandeln kann. Eine ungenutzte artenarme Fläche wurde zu einer erlebbaren naturnahen Fläche mit faszinierender Vielfalt für Mensch und Tier“, sagt Rüdiger Kape, Koordinator der Integrierten Umweltberatung im Landkreis. Darüber hinaus informieren vier Schilder zu den entstandenen Lebensräumen: „Was ist ein Naturgarten“, „Schmetterlings- und Wildbienenbeet“, „Stein auf Stein“ und „Lebensraum Holz“.

Die Initiative „Kehrig summt“ besteht aus freiwilligen ehrenamtlichen Helfern des Ortes und hat bereits mehrere Flächen der Gemeinde naturnah umgestaltet. Durch viele kleine naturnahe Anlagen kann man eine Vernetzung artenreicher Bereiche und so den Erhalt von Nahrungs- und Lebensräumen für Bienen und andere Insekten schaffen.

Es ist geplant, den Wettbewerb „Grüne Stadt – Grünes Dorf“ der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz auch im Jahr 2022 wieder durchzuführen. Es wird dann wieder die Chance bestehen, neue Projekte zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Landkreis Mayen-Koblenz mit Unterstützung des Landkreises umzusetzen. Wer im nächsten Jahr rechtzeitig dazu informiert werden möchte, kann sich bei Lina Jaeger, E-Mail , Tel. 0261-108417, melden. Darüber hinaus kann man sich in den E-Mail-Verteiler „Mehr als nur Grün“ aufnehmen lassen. Dort gibt es regelmäßige Informationen rund um das Thema Biodiversität. Dazu einfach eine E-Mail an mit den Kontaktdaten und dem Wunsch in den Verteiler „Mehr als nur Grün“ aufgenommen zu werden senden.

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