Der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth und die beiden ehrenamtlichen Beigeordneten Birgit Meyreis (links) und Judith Lehnigk-Emden (rechts) freuen sich über die Zuwendungen, die dem Klimaschutz im Landkreis zugutekommen.

Fördermittel für Klimaschutzprojekte bewilligt

Landkreis erhält rund 115.000 Euro vom Bund - Die vom Landkreis Mayen-Koblenz beantragten Förderungen für das Elektromobilitätskonzept und den Elektrogerätetausch in Schul- und Lehrküchen sowie Kindertagesstätten wurden bewilligt. Dadurch fließen nun rund 115.000 Euro in den Landkreis.

Elektromobilitätskonzept für Mayen-Koblenz

„Der Verkehr macht rund 37 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes in Mayen-Koblenz aus und ist damit eines der zentralen Handlungsfelder, was den Klimaschutz betrifft“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth. Daher hatte der Landkreis unter anderem einen Förderantrag zur Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes gestellt, um strategische Maßnahmen zur klimaschonenden Mobilität zu entwickeln. Dieser wurde nun bewilligt. „Wir möchten Vorreiter sein und eine Erhöhung der Zulassungen von Elektrofahrzeugen bestmöglich unterstützen. Mit der Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes gehen wir einen großen Schritt in die richtige Richtung“, so Nauroth.

Konkret will der Landkreis prüfen, ob der eigene Fuhrpark weiter umgerüstet und auch der Anteil der Mitarbeiter, die mit eigenem Verbrennungsmotor-PKW pendeln, verringert werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann auf die Fuhrparks anderer Unternehmen und Verwaltungen übertragen werden. „Zum Beispiel besteht auch bei ambulanten Pflegediensten durch die zahlreichen Fahrten zu den pflegebedürftigen Menschen ein hohes Potential“, sagt Rene Leßlich, der Klimaschutzmanager des Landkreises.

Laut Klimaschutzkonzept pendeln rund 22.500 Menschen täglich nach Mayen-Koblenz und 38.500 aus dem Landkreis heraus. Auch in Fällen, in denen ein Individualverkehr nicht vermeidbar ist, soll das Konzept beleuchten, ob ein Umstieg  vom konventionellen PKW auf CO2-neutrale Antriebe oder den ÖPNV möglich ist. Neben den Pendlern möchte man im Kreishaus auch den Tourismusverkehr im Fokus haben. „Insbesondere für die Mobilität während des Aufenthalts, zum Beispiel bei Ausflügen in der Region, sollen Alternativen zum eigenen PKW entwickelt werden“, so Leßlich.

Da das Elektromobilitätskonzept von einem externen Büro erstellt wird, erfolgt in einem nächsten Schritt die öffentliche Ausschreibung. Der Landkreis erhält die Zuwendung in Höhe von rund 73.000 Euro aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Elektrogeräte in Kitas und Schulen werden ausgetauscht

Weitere 42.000 Euro gibt es vom Bundesumweltministerium für den Austausch alter Elektrogeräte in Schul- und Lehrküchen sowie Kindertagesstätten gegen effizientere Geräte. Das Klimaschutzmanagement des Landkreises hatte dafür einen gemeinsamen, kreisweiten Antrag initiiert. Durch einen niedrigeren Verbrauch der neuen Geräte sollen Stromkosten und gleichzeitig Treibhausgase eingespart werden.

Förderberechtigt waren alle Kitas und Schulen in kommunaler Trägerschaft. Rene Leßlich erklärt dazu: „Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für zahlreiche Elektro-Großgeräte, wie zum Beispiel Backöfen, Kühlschränke, Konvektomaten, Spülmaschinen, Waschmaschinen und Trockner sowie die Kosten für den Abbau der Altgeräte und die Montage neuer Gerätschaften.“ Die auszutauschenden Geräte müssen dabei mindestens zehn Jahre alt sein, die neuen Geräte müssen der Energieeffizienzklasse A+++ entsprechen. Außerdem muss ein Nachweis über die fachgerechte Entsorgung der Altgeräte vorgelegt werden. Der Landkreis übernahm die Koordination und bündelte die einzelnen Anträge. Für die Einrichtungen des Landkreises und von 19 kreisangehörigen Kommunen können somit 70 Geräte ausgetauscht werden.