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Hohe Hygienestandards für Klinken im Kampf gegen multiresistente Erreger

Krankenhäuser im Landkreis MYK und der Stadt Koblenz zertifiziert - Verbesserte Hygiene verringert die Zahl von Infektionen. Das gilt insbesondere für Krankenhäuser. Acht von ihnen im Bereich des Gesundheitsamtes Mayen-Koblenz erfüllen sehr hohe hygienische Anforderungen und wurden nun zertifiziert. Speziell den gefährlichen multiresistenten Erregern (MRE) soll damit vorgebeugt werden.

„Pro Jahr kommt es in Deutschland durchschnittlich zu rund 500.000 Infektionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“, weiß Dr. Jürgen Otten, Leiter des Gesundheitsamtes. „Davon gehen rund 300.000 auf multiresistente Erreger zurück.“ MRE ist ein Oberbegriff für Bakterienstämme, die gegenüber einer Vielzahl der gebräuchlichen Antibiotika inzwischen resistent geworden sind. Solche Infektionen sind nur noch schwierig und langfristig in den Griff zu bekommen“, sagt Otten.

Multiresistenzen finden sich bei vielen Bakterienarten. Das Problem: Wird die Resistenz festgestellt, dann dauert es lange, bis neue Antibiotika entwickelt und im Markt eingeführt sind. „Daher ist es enorm wichtig, der Ausbreitung multiresistenter Keime vorzubeugen. Dazu gehört die strikte Einhaltung der auf diese Keime abgestimmten Hygienevorschriften in Einrichtungen wie Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes. Auch muss zwischen den Einrichtungen eine Abstimmung erfolgen, wenn betroffene Patienten verlegt werden. Drittens muss man Risikogruppen auf MRE testen, beispielsweise bei der Aufnahme im Krankenhaus.

Bereits 2014 hatte das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung damit begonnen, ein regionales Netzwerk gegen MRE zu etablieren. Im Rahmen der Entwicklung dieses Netzwerks erfolgte im Jahr 2016 eine Erstzertifizierung von acht Krankenhäusern im Landkreis Mayen-Koblenz und in der Stadt Koblenz durch ein externes, auf medizinische Fragestellungen spezialisiertes Zertifizierungsunternehmen. Nun erfolgte die erfolgreiche  Re-Zertifizierung. Damit erfüllen alle Einrichtungen auch weiterhin die Anforderungen für das Qualitätssiegel des lokalen MRE/MRSA-Netzwerkes. Die Zertifikate sind für die nächsten drei Jahre gültig. Bei den Audits fiel außerdem auf, dass in der Gesamtschau die Anzahl der MRSA-infizierten Patienten rückläufig ist und die meisten der in den Krankenhäusern erfassten Infektionen bereits von den betroffenen Patienten ins Krankenhaus mitgebracht worden waren.

Zertifiziert wurden die BDH-Klinik Vallendar, vom Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein der Evangelische Stift und der Kemperhof in Koblenz sowie das St.-Elisabeth-Krankenhaus Mayen, vom Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur der Marienhof und das Brüderhaus, die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach und das St.-Nikolaus-Stiftshospital Andernach.

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