18 ehrenamtliche Dolmetscher haben er-folgreich ihre Qualifizierung absolviert.

Kreisverwaltung schult ehrenamtliche Dolmetscher

Ehrenamtler helfen bei Behördengängen, Arztbesuchen und Elterngesprächen - Wie dolmetscht man am Telefon? Wie erklärt man Fremdwörter? Wie geht man mit Rollenkonflikten um? Diese und viele weitere Fragen standen auf dem drei Samstage umfassenden Kursprogramm, das 18 neue Laiendolmetscher erfolgreich absolviert haben.

Rund 130 Migranten engagieren sich ehrenamtlich als Dolmetscher im „DOLMAZ-Dolmetscher Anlaufzentrum“ der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Sie selbst sind vor Ort bereits gut integriert und möchten mit ihrem Engagement die Verständigung für geflüchtete Menschen in schwierigen Gesprächssituationen verbessern – eine unglaublich wichtige Aufgabe, wie Michael Kock, Flüchtlingskoordinator der Kreisverwaltung, berichtet: „Viele Migranten lernen die Alltagssprache recht schnell, doch selbst die Geübten kommen in nicht alltäglichen Situationen schnell an ihre Grenzen. Arztbesuche, Elterngespräche mit Lehrern, Beratungsgespräche, Termine in Behörden sind für sie oft eine große Herausforderung.“

Die Qualifizierung wird in Zusammenarbeit mit der „Arbeit und Leben gGmbH“ aus Mainz durchgeführt und über das Förderprogramm „Dialogbotschafter“ der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und das Integrationsministerium Rheinland-Pfalz gefördert. Gemeinnützige Organisationen, Arztpraxen und öffentliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten und Behörden, können die ehrenamtlichen Dolmetscher des Projektes DOLMAZ unter der Telefonnummer 0261/108-536 oder per E-Mail an anfordern.