Einige Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“.

Unterstützung bei Schwangerschaftsdepression

Runder Tisch tagte im Kreishaus - Eine Schwangerschaft kann eine wunderschöne Zeit sein – muss es aber nicht. Denn rund 10 bis 15 Prozent der Frauen leiden unter starken Schwangerschaftsdepressionen während oder nach der Schwangerschaft und stellen sich selbst und ihr Familienleben damit vor große Herausforderungen. Das Hilfeangebot für die werdenden Mütter war nun Thema bei einem ersten Runden Tisch „Psychisch auffällige Mütter rund um die Geburt“, zu dem die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz eingeladen hatten. Über 30 Akteure aus den Arbeitsfeldern Medizin, Soziale Arbeit, Geburtshilfe, Jugendamt, Psychotherapie und Beratungsstellen waren der Einladung gefolgt.

Beim Treffen der Arbeitsgruppe wurde unter anderem eine Zusammenfassung bereits bestehender Angebote und Anbieter in der Region erstellt. „Man war sich schnell einig, dass dies bei weitem nicht ausreicht und deshalb zusätzliche therapeutische Angebote geschaffen werden müssen, um Betroffenen schnelle Hilfen zu vermitteln“, erklärt  Gabriele Teuner, die Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz-Kindergesundheit des Landkreises Mayen-Koblenz. Vielmehr brauche man mehr Anlaufstellen, die psychisch kranken Müttern auch kurzfristig Erstgespräche ermöglichen, um damit den Leidensdruck zu mildern und Krisen zu vermeiden.

Die Teilnehmer des Runden Tisches werden nun in ihren Arbeitsfeldern nach Lösungsmöglichkeiten suchen, wie das Angebot ausgebaut werden kann. So wird sich unter anderem die Rhein-Mosel Fachklinik in Andernach gezielt für eine ambulante Betreuung von psychisch auffälligen Müttern und ihren Kindern einsetzen.

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