Die Wasserbüffel in Rüber erwarten Herdenzuwachs aus Thür.

Weidefläche für Wasserbüffel wird im Nothbachtal erweitert

Zwei weibliche Tiere ziehen demnächst von Thür nach Rüber um - Die sieben Karpatischen Wasserbüffel in den „Feuchtwiesen Nothbachtal“ bei Rüber bekommen bald Verstärkung. Zwei weibliche Jungtiere aus dem Beweidungsprojekt in Thür sollen demnächst in das Naturschutzgebiet in Rüber umgesiedelt werden. Aus diesem Grund wird die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz in den kommenden Wochen die bestehende Weidefläche um ein zusätzliches Gebiet erweitert.

Am Zusammenfluss von Nothbach und Rauschebach entsteht ein etwa 1,7 Hektar großes Domizil für die im Jahr 2018 geborenen Wasserbüffel-Weibchen. Die Tiere müssen dringend umgesiedelt werden, um Inzucht im Feuchtgebiet „Thürer Wiesen“ zu verhindern. Gemeinsam mit Arno Bach, Betreuer der Wasserbüffel in Rüber und Vertreter der kreiseigenen Stiftung für Natur und Umwelt, nahmen deshalb jüngst Vertreter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord und einer Zaunbaufirma das Areal unter die Lupe. Das Ergebnis: Das neue Weidegebiet, das geprägt ist von Schilfflächen, Wald und Buschwerk, wird mithilfe eines Elektrofestzaunsystems eingefriedet. Dieses System hat sich bereits auf bestehenden Weideflächen bewährt.

Das Naturschutzgebiet „Feuchtwiesen Nothbachtal“ war einst ein überregional bedeutsames Feuchtgebiet mit einer artenreichen Fauna, das jedoch auf Grund von starkem Schilfbewuchs an seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit eingebüßt hatte. Durch die Ansiedelung der Karpatischen Wasserbüffel, die dem NABU Rheinland-Pfalz gehören, konnte das Gebiet in Wert gesetzt werden. Ziel des Beweidungsprojekts ist es, Teilbereiche offen zu halten, um ein großflächiges Mosaik an kleineren Biotopen und feuchten Grünländern zu schaffen. Die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz hat für die Dauer von 30 Jahren die Bewirtschaftung und Entwicklungspflege der Flächen im Feuchtgebiet Nothbachtal übernommen und bietet die Flächen als Ökokonto für Ausgleichsmaßnahmen an.

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