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Vernetzung von Fieberambulanzen, Laboren, Gesundheitsamt und Bürgern läuft seit dem 17. März

Digitalisierung in Coronazeiten - Wer sich in eine der Fieberambulanzen in Koblenz oder Mayen auf das Coronavirus hat testen lassen, erhält seit dem 17. März eine E-Mail, wenn sein Befund negativ ist. Für Bürger, die vor dem 17. März bei einer der Fieberambulanzen getestet wurden, gilt:  Alle positiv getesteten Personen wurden telefonisch kontaktiert, so dass alle bis einschließlich 16. März getesteten Personen, die keine Nachricht erhalten haben, davon ausgehen können, dass ihr Befund negativ war.  Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens war es nicht möglich, alle schriftlich darüber zu benachrichtigen.

Wie funktioniert das geänderte Verfahren? Die Fieberambulanzen registrieren die Patientendaten vor Ort. Diese landen dann automatisch im System beim Gesundheitsamt. Wer seine E-Mail-Adresse bei der Aufnahme angegeben hat, erhält eine automatisierte Eingangsbestätigung. Liegt der Befund dann aus den Laboren vor, werden diese mit den Patientendaten verknüpft. Bei einem negativen Ergebnis erfolgt wieder eine automatische Mi teilung per E-Mail. Patienten ohne Angabe der E-Mail-Adresse werden im Fall eines Negativbefundes per Post benachrichtigt.
„Im Falle eines positiven Befundes möchten wir zunächst weiter den persönlichen Kontakt mit dem Patienten suchen“, erklärt Michael Schönberg, verantwortlicher Amtsarzt beim Gesundheitsamt Mayen-Koblenz. „Da die Betroffenen viele Fragen und auch Ängste haben, möchten wir sie gerne in einem Telefonat persönlich beraten“, so Schönberg weiter.

In der Verwaltung läuft der digitale Prozess aber weiter. Nach dem Telefonat wird die Anordnung, die später an die positiv getestete Person per Post versendet wird, automatisch erzeugt. Parallel erhält der Patient eine E-Mail mit einem Dokument, in dem er seine direkten Kontaktpersonen der letzten 14 Tage eintragen muss. Diese Liste wird direkt  vom Patienten in seine digitale Akte hochgeladen – das alles natürlich im Rahmen aller  datenschutzrechtlichen Bestimmungen.  „Verwaltungsinterne Prozesse in diesem Ausnahmezustand immer wieder anzupassen und zu optimieren, ist seit zwei Wochen unser tägliches Brot“, erklärt Büroleiterin Petra Kretzschmann. „Wir müssen nicht nur der  schnellen Informationspflicht am Bürger nachkommen, sondern auch darauf achten, dass Verwaltungsabläufe sicher und effizient funktionieren. Digitale Prozesse können uns an dieser Stelle helfen“.

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