Ohne menschliches Blut läuft nichts. Ebenso wie knapp 50 Mitarbeiter nutzte auch der Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth die gemeinsame Blutspendeaktion von Kreisverwaltung und Deutschem Roten Kreuz, um mit seiner Spende etwas Gutes. Foto: Kreisverwaltung MYK/Morcinek

Online-Vortragsreihe rund um naturnahes Haus und Garten

Im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ findet vom 7. Oktober bis zum 11. November 2021 eine neue Vortragsreihe mit wöchentlichen Online-Veranstaltungen statt. Hecken und Bäume in Garten, Fassaden- und Dachbegrünung sind ebenso Thema wie die Tiere im winterlichen Garten. Ein besonderer Vortrag widmet sich dem Gartenschläfer – der Schlafmaus mit der „Zorro-Maske“. Ein Vortrag verlässt den Siedlungsbereich und wendet sich dem Thema „Landwirtschaft und Insektenrückgang“ zu.

Die Online-Vortragsreihe findet im Rahmen des Projektes „Mehr als nur Grün“ statt, welches die Integrierte Umweltberatung im Landkreis Mayen-Koblenz zusammen mit der Lokalen Agenda der Stadt Koblenz durchführt. Das Projekt wird vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz gefördert. Alle Vorträge können auf der Homepage www.ben-mittelrhein.de/veranstaltungen kostenfrei gebucht werden.

Los geht es am Donnerstag, 7. Oktober, 18 Uhr, mit dem Thema Hecke. Diese stellen eine naturnahe Alternative zu den Metall- und Kunststoffzäunen dar, die als undurchdringliche und wenig attraktive Hürde leider immer mehr Grundstücke umgeben. Anders als diese leblosen Zäune sind Hecken Lebensräume für viele Tierarten. Referentin Eva Hofmann stellt einzelne Heckensträucher vor und berichtet über die Pflege von Hecken, den richtigen Schnittzeitpunkt und wie man schöne und vitale Sträucher erhält.

Auf den ersten Blick erscheinen unsere Gärten im Winter leblos. Doch die meisten Tiere, die unsere Gärten im Sommer bevölkern, sind dennoch da. Wir sehen sie nur nicht. Was wir dafür tun oder auch besser lassen sollten, damit unsere Gartentiere gut den Winter überstehen, bringt den Teilnehmern Ulrike Aufderheide, Naturgartenplanerin und Buchautorin, nahe. Der Vortrag „Winterquartiere im Garten - Ruhepause für Tiere“ findet am Donnerstag, 14. Oktober, 18 Uhr, statt.

Am Donnerstag, 21. Oktober, 18 Uhr, verlassen wir den Siedlungsraum. Prof. Dr. Klaus Fischer, Universität Koblenz, spricht zum Thema „Landwirtschaft und Insektenrückgang“. Der dramatische Verlust der Artenvielfalt betrifft insbesondere auch Insekten in der Agrarlandschaft. Der Vortrag beleuchtet Ausmaß und Gründe der Rückgänge von Insekten. Schließlich wird abgeleitet, welche Maßnahmen erforderlich sind, um den Insektenrückgang aufzuhalten.

Peter Wirges, Planungs- und Sachverständigenbüro Mittelrhein, informiert am Donnerstag, 28. Oktober, 18 Uhr, über Bäume im Garten. Ein Garten ist ein ganz besonderer Standort für einen Baum, oft mit beschränktem Platz und besonderen klimatischen Bodenbedingungen. Die Ansprüche der Hausbewohner an den Baum sind oft vielfältig. Peter Wirges erläutert die Eigenschaften und Ansprüche von unterschiedlichen Baumarten und berichtet wann und wie ein Baum am besten gepflanzt werden sollte.

Das Thema Dach- und Fassadenbegrünung und der Einfluss auf das urbane Mikroklima beleuchtet Prof. Jo Ruoff von der Hochschule Koblenz am Donnerstag, 4. November, 18 Uhr. Neben vielen anderen Aspekten ist die Verbesserung der Qualität des urbanen Mikroklimas eine wichtige Maßnahme, die unmittelbaren Einfluss auf die Lebensqualität und die Gesundheit der städtischen Bevölkerung hat. Außer der Dachbegrünung bietet die Fassadenbegrünung ein bislang kaum genutztes Potential zur Klimaanpassung. Aber auch darüber hinausführende Maßnahmen, die unter dem Begriff der „Schwammstadt“ zusammengefasst werden können, sollen im Rahmen dieses Vortrags erläutert werden.

Passend zum Auftakt des rheinischen Karnevals geht es am Donnerstag, 18. November, um 18 Uhr um die Schlafmaus mit der „Zorro-Maske“, den Gartenschläfer. In dem Vortrag stellen Maren Goschke und Julia Dreyer, BUND Landesverband Rheinland-Pfalz, diesen Kobold unserer Gärten vor. Leider sind die Bestände des Gartenschläfers in Deutschland und ganz Europa in wenigen Jahren drastisch zurückgegangen. Um die Ursachen des dramatischen Bestandsrückgangs zu finden und den Gartenschläfer vor dem Aussterben zu bewahren, sind der BUND, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung auf Spurensuche.

 

Alle Vorträge können über die Homepage www.ben-mittelrhein.de/veranstaltungen kostenfrei gebucht werden.

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