Plastikmüll-Vermeidung: Heimat schmeckt! geht mit gutem Beispiel voran

2021-09-09

In den vergangenen Jahren sind die Probleme der Umweltverschmutzung und des Ressourcenverbrauches durch Einwegplastik und Verpackungen immer deutlicher geworden. Um dem entgegenzuwirken ergreifen die Mitgliedsbetriebe des Vereins „Heimat schmeckt!“ zahlreiche Maßnahmen, um möglichst wenige und plastikfreie Verpackungen zu verwenden.

Bereits beim eigenen Einkauf gibt es vieles, auf das man achten kann, um Verpackungsmüll zu sparen. Beispielsweise werden die Ölsaaten für die Ölmühle Bertgen in Papiersäcken auf Mehrwegpaletten angeliefert, die an den Lieferanten zurückgegeben und wiederverwendet werden. Auch der Gertrudenhof kauft im Großhandel ausschließlich nicht vorverpackte Waren ein und bezieht weitere Produkte bevorzugt von Erzeugern aus der Region, die Mehrwegverpackungen verwenden. Zum Ausliefern an die Kunden werden Mehrwegpfandkisten verwendet. Ebenfalls ein eigenes Mehrwegsystem etabliert hat die Bäckerei Barth, bei der Kunden ihren Kaffee in einem To-Go-Mehrwegbecher genießen und ihre Brötchen in einem Mehrwegbaumwollbeutel mit nach Hause nehmen. Darüber hinaus schult die Bäckerei ihre Mitarbeiter gezielt, die richtigen Verpackungsgrößen zu wählen. So ist gewährleistet, dass kein Material verschwendet wird und kein zusätzlicher Müll anfällt, wenn doch einmal klassische Brötchen-Tüten benötigt werden.

Um zu garantieren, dass die Mehrwegverpackungen zum Produzenten zurückkommen, ist es sinnvoll, diese, wie bei den Honiggläsern der Imkerei Weigand oder den Getränkeflaschen der Alten Apfelwein-Kelterei Hasdenteufel, inklusive eines kleinen Pfandes zu verkaufen.

Auch in der Gastronomie werden bereits Mehrwegverpackungen verwendet. Holt man sich beim Klein‘s Fronhof in Winningen ein Take-Home-Essen ab, so kann man dieses in einer Mehrwegbox mit nach Hause nehmen. Klein´s Fronhof hat sich hierzu einem einheitlichen, digitalen Mehrwegsystem für Gastronomen, Supermärkte und Lieferdienste in ganz Deutschland und darüber hinaus angeschlossen. Mit dessen Nutzung ist der Klein´s Frohnhof seiner Zeit voraus, denn alle Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen für unterwegs oder To-Go-Getränke verkaufen, sind ab 2023 gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten.

Eine einfache aber effektive Lösung, um Verpackungsmüll zu vermeiden, bieten der Mühlenbach-Hofladen und der Manderscheiderhof. Hier bringen Kunden eigene Dosen, Boxen und Taschen mit, sodass die Produkte direkt in das Behältnis gefüllt werden können, in dem sie letztendlich ohnehin lagern.

Bei manchen Produkten ist ein Verzicht auf Verpackungen schlichtweg nicht möglich. Doch auch an dieser Stelle kann Müll eingespart werden. Durch das erneute Nutzen von noch vorhandenem Material, werden Ressourcen geschont und gleichzeitig die im Betrieb anfallenden Abfallmengen reduziert. Das Bio-Terrassen-Weingut Weber verwendet beispielsweise noch intakte Pappkartons und Flaschen wieder. Doch auch nicht intaktes Material kann noch einen Zweck erfüllen: In der Essigmanufaktur Hoffmann werden beispielsweise alte Kartons geschreddert und als Füllmaterial für den Online-Handel verwendet.

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Verwendung von neuen Verpackungen ist das Material, aus dem diese hergestellt sind. Deshalb verschließt das Bio-Terrassen-Weingut Weber seine Flaschen nur mit Verschlüssen aus Recyclingmaterial und verpackt, wie auch die Essigmanufaktur Hoffmann, nur mit Papierklebeband. So können die verwendeten Produkte nach dem Gebrauch recycelt werden.

 

Diese guten Beispiele von Heimat schmeckt! - Betrieben zeigen, wie alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Teil zur Vermeidung von Plastik- und Verpackungsmüll beitragen können. Auch wenn die Vorschriften vor allem beim Verkauf von Nahrungsmitteln streng sind, gibt es dennoch viele Möglichkeiten den eigenen Verbrauch an Verpackungen und somit auch die anfallenden Abfälle zu reduzieren.

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