Risiko-Ampeln liefern wertvolle Informationen für Schweine- und Geflügelhalter

2021-02-23

Die afrikanische Schweinepest und die Geflügelpest sind weiter auf dem Vormarsch. Damit ist auch die Gefahr eines Eintrags in Nutztierhaltungen der Region sehr hoch. Um das Risiko des eigenen Betriebes besser einzuschätzen und verbessern zu können, empfiehlt das Veterinäramt des Landkreises Mayen-Koblenz die Nutzung sogenannter Risiko-Ampeln, die dabei helfen, die Biosicherheit bei den Betrieben weiter zu verbessern und bittet gleichzeitig um Vorsorge und aufmerksames Beobachten der Bestände.

Die Risikoampeln der Uni Vechta stehen Landwirten ab sofort zur Verfügung. Die Online-Tools bieten eine kostenfreie Möglichkeit, die individuelle betriebliche Biosicherheit zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest und der Geflügelpest freiwillig und anonym bewerten zu lassen. „Dadurch können Betriebe noch bessere Vorsorgemaßnahmen zum Schutz des eigenen Schweine- und Geflügelbestandes treffen, um so das Seucheneintragsrisiko weiter zu senken und für den Ernstfall besser gerüstet zu sein“, sagt Thomas Brunnhübner, Referatsleiter des Kreisveterinäramtes.

Die Risikoampeln beinhalten je rund 100 Fragen, die den Bereichen Sicherung des Betriebs, Sicherung des Stalls und den Arbeitsabläufen zugeordnet sind. Über ein Multiple-Choice-System beantworten die Landwirte die Fragen, wobei das Tool in einem zweistufigen Verfahren automatisch bewertet, wie stark jeder Aspekt das Risiko eines Krankheits-Eintrags verringert oder erhöht. Ein nach Ampelfarben visualisiertes Ergebnis, gibt daraufhin Auskunft über die erreichte Risikoklasse. Nach der Auswertung werden in einer Optimierungsanalyse alle identifizierten Risikofaktoren ihrer Bedeutung gemäß aufgelistet und konkrete Hinweise zur Umsetzung im Betrieb gegeben. „Mit diesem Ampelsystem kann jeder Tierhalter selbstständig regelmäßig überprüfen, ob das eigene Biosicherheitskonzept den Betrieb noch optimal schützt und notwendige Verbesserungen vornehmen. Damit sind die Risikoampeln für Tierhalter ein wertvolles Tool für die Selbstkontrolle in puncto Hygiene und Biosicherheit“, sagt Brunnhübner.

Die Risikoampeln können im Internet unter dem Link www.risikoampel.uni-vechta.de aufgerufen werden. Die Benutzung ist anonym und gebührenfrei.

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