Bereits zum sechsten Mal zeichnete der Landkreis Mayen-Koblenz familienfreundliche Unternehmen aus.

Familienfreundliche Betriebe durch Landrat ausgezeichnet

Familienfreundliche Personalpolitik ist seit Jahren im Fokus und bereits zum sechsten Mal zeichnet der Landkreis Mayen-Koblenz Unternehmen aus, die sich in besonderem Maße für eine familienbewusste Personalpolitik engagieren. In diesem Jahr haben sich insgesamt 41 Unternehmen am Wettbewerb beteiligt – so viele wie noch nie. Prämiert wurden insgesamt 9 Unternehmen, je drei in den Kategorien bis 20 Beschäftigte, 21 bis 100 sowie mehr als 100 Beschäftigte.

„Sowohl bei der Wahl des Arbeitsgebers, aber auch beim Verbleib in einem Unternehmen, setzen Fachkräfte bei der Arbeitgeber- bzw. Arbeitsplatzwahl zunehmend neben einem wertschätzenden Umgang und einer angemessenen Vergütung auf Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig bei der Preisverleihung auf Burg Namedy. Mit Blick auf die vergangenen beiden Jahre wurden alle, insbesondere aber Unternehmen und ihre Beschäftigten mit Kindern, durch die Corona-Lage sehr gefordert. „Unternehmen standen vor der Herausforderung, von jetzt auf gleich familienbewusste Maßnahmen wie beispielsweise flexible Arbeitszeiten oder mobiles Arbeiten einzusetzen oder auszuweiten. Es galt, vielfältige kreative Vereinbarkeitslösungen zu finden, um den verschiedenen Bedarfssituationen gerecht zu werden“, betonte der Landrat und lobte die am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen: „Sie, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, tragen als familienfreundlicher Arbeitgeber zu einem großen Anteil an dem familienfreundlichen Landkreis bei, einem Landkreis, in dem man gut leben und arbeiten kann.“

Den ersten Preis in der Kategorie bis 20 Beschäftigte belegt die Logo Buchversand GmbH aus Bendorf. Dass das Unternehmen mit Herzblut hinter dem Thema Vereinbarkeit steht, zeigt sich in vielfältigen Maßnahmen von Flexibilisierung der Arbeitszeit, guten Kommunikationsstrukturen, Angeboten zur Gesunderhaltung und vielem mehr. Darüber hinaus engagiert man sich im besonderen Maße für das Thema Diversity. So gibt es einen intensiven Kontakt mit dem Heinrich Haus und dem Arbeitsamt für integrative Praktika.

Der zweite Platz geht an die Bosch Thermotechnik GmbH aus Bassenheim. Das Unternehmen ist sowohl bei der Wohnungssuche, Organisation der Kinderbetreuung, aber auch bei der Unterstützung pflegender Angehöriger und der Gewährung geldwerten Vergünstigungen aktiv. Innerbetriebliche Paten erleichtern das Ankommen im Unternehmen.

Den dritten Platz belegt W²trend&event Friseur aus Bendorf. Mit starker Präsenz in den sozialen Medien, aber auch durch regen digitalen Austausch per Video-Chats, hat das Unternehmen für wichtige Kommunikationsstrukturen gesorgt sowie digitale Fortbildungen angeboten. Durch die Unterstützung der Aktion von „Hair Help the Oceans“ sorgt der Betrieb zudem mit dafür, dass die abgeschnittenen Haare seiner Kundschaft zur Rettung der von Öl, Benzin und Sonnenmilch verschmutzten Meere eingesetzt wird.

In der Kategorie 21 bis 100 Beschäftigte geht der erste Platz an die Firma Akotherm aus Bendorf. Akotherm hat beim letzten Wettbewerb bereits den ersten Platz belegt und konnte schon damals mit der Möglichkeit der Heimarbeit und der Bereitstellung moderner Kommunikationsmöglichkeiten sowie einer bewussten Förderung von Diversity, zum Bespiel durch Schulungsangebote oder gemeinsame Aktivitäten, punkten. Die vielseitigen Angebote hat das Unternehmen im Zuge der speziellen Herausforderungen der vergangenen drei Jahre ergänzt und weiterentwickelt.

Platz zwei geht an die Actionlight GmbH aus Urmitz. Das Unternehmen hat die Herausforderungen insbesondere im Rahmen des digitalen Wandels angenommen und seine Angebote weiterentwickelt. Freistellung und technische Möglichkeiten zur Teilnahme an digitalen Schulungen und Fortbildungen sind für die Actionlight GmbH selbstverständlich. Darüber hinaus nutzt die Firma unter anderem auch vielfältige Rahmenbedingungen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung.

Den dritten Platz belegt die Baldus Medizintechnik Gruppe aus Bendorf. Familienfreundliche Personalpolitik ist der Firma sehr wichtig. So gibt es ein flexibles Angebot zu Arbeitszeiten, die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten und das Unternehmen gewährt beispielsweise Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Besonders großen Wert legt man zudem auf eine gute Kommunikationsstruktur sowie auf die Zufriedenheit und die Ideen der Mitarbeiter, die mithilfe einer Befragung ermittelt werden.

In der Kategorie mit über 100 Beschäftigten belegte den ersten Platz ein Unternehmen, das schon seit einigen Jahren mit zahlreichen Maßnahmen ein familienfreundliches Arbeitsumfeld bietet: Die Fa. Niesmann + Bischoff aus Polch. Im Rahmen von Fachkräftegewinnung und -bindung ist Familienfreundlichkeit nach wie vor bei der Firma ein wichtiges Thema. Das Unternehmen zählt 275 Beschäftigte und hat dabei Mütter und Väter sowie Beschäftigte mit Migrationshintergrund gleichermaßen im Blick. Niesmann + Bischoff hat insbesondere während der Pandemie die Möglichkeiten ausgeweitet und mitarbeitergerechte Angebote rund um Arbeitsort und -zeit geschaffen und dies zum Großteil auf Vertrauensbasis und selbstbestimmt. Zudem hat das Unternehmen sein Collaboration-Software Angebot ausgebaut und damit gleichzeitig Komfort- und Freizeitgewinn für alle Beteiligten durch starkes Reduzieren von Reisen und Präsenzveranstaltungen geschaffen.

Den zweiten Platz belegte die WHU Otto Beisheim School of Management aus Vallendar, die erstmals am Wettbewerb teilgenommen hat. Die WHU beschäftigt 408 Mitarbeitende, davon 154 Männer und 254 Frauen. Rund 40 Prozent sind in Teilzeit beschäftigt. Das Unternehmen hält eine gute Kommunikationsstruktur vor, angeboten von persönlichen Kontakten, regelmäßigem Feedback, Mitarbeitergesprächen und vielem mehr. Zudem hat die WHU ein vielseitiges Angebot zur Stärkung der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, unter anderem Angebote zur Rückenschule, psychischen Gesundheit, Entspannung, Sehtests oder Erste Hilfe.

Platz drei geht an die Projekt 3 gGmbH aus Mayen. Das Unternehmen hat insbesondere im Rahmen des digitalen Wandels weitere Angebote geschaffen, so zum Beispiel Fortbildungsangebote aber auch die Durchführung von Mitarbeitergesprächen und Vorstellungsgesprächen auf digitalem Weg. Des Weiteren ermöglicht eine neue Mitarbeiter-App, vieles auch auf dem digitalen Dienstweg zu erledigen.

Die Bewerbungsbögen wurden von einer Jury, besetzt aus Vertretern der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Hochschule Koblenz, der Arbeitsagentur und des Jobcenters sowie der Kreisverwaltung ausgewertet. Die jeweils Erstplatzierten erhalten 500 Euro, die Zweitplatzierten 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro sowie eine Urkunde aus den Händen des Landrates.

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