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Ansprechpartner von A-Z

Sie suchen einen Mitarbeiter oder wollen wissen wer zu welchem Referat oder welcher Abteilung gehört? Dann können Sie hier bequem filtern und erhalten die Kontaktdaten.

Unter Verwaltungsleistungen von A-Z finden Sie zudem alle Aufgaben mit den entsprechenden Ansprechpartner Ihres Anliegens.

Pflegekinder

Leistungsbeschreibung

Der Großteil aller Kinder und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz wächst zuhause auf und wird von den Eltern liebevoll erzogen, begleitet und unterstützt. Ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen und sie gesund aufwachsen zu sehen, ist für Eltern wichtiges Anliegen und ein großer Wunsch.

Es kann im Leben jedoch Situationen geben, in denen Eltern aufgrund eigener Belastung, durch seelische Erkrankungen, Suchtmittelabhängigkeit die Erziehung ihrer Kinder nicht mehr übernehmen können.

In diesen Fällen, gibt es neben der Unterbringung in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung auch die Möglichkeit, ein Kind für einen bestimmten Zeitraum in einer Pflegefamilie unterzubringen.

Es gibt unterschiedliche Formen von Pflegestellen:

  • Vollzeitpflege (auf Dauer angelegtes Pflegeverhältnis)
  • Kurzzeitpflege (auf einen kürzeren Zeitraum angelegtes Pflegeverhältnis),
  • Sonderpflege (Pflegeverhältnis für Kinder mit besonderem Förderbedarf)
  • Bereitschaftspflege (Kurzfristige Aufnahme in Pflegeverhältnis aufgrund akuter Not- oder Krisenfälle)
  • Verwandschaftspflege (Pflegeverhältnis innerhalb der Familie, z.B. Großeltern, Onkel, Tanten etc.)
  • Gastfamilien (häufig genutzt für unbegleitete minderjährige Ausländerinnen / Ausländer).

Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes prüft und vermittelt die geeignete Pflegefamilie für das Kind. Er berät und unterstützt sowohl die Pflegeeltern als auch die leiblichen Eltern während der Zeit des Pflegeverhältnisses.

Spezielle Hinweise für - Kreis Mayen-Koblenz (alt)
Wenn Kinder für kürzere oder längere Dauer, nur tagsüber, während der Woche oder dauerhaft in einer fremden Familie leben, sind sie dort Pflegekinder. Kinder sind in Tagespflege meist weil die Eltern berufstätig sind. Sie bleiben dort einen Teil des Tages oder ganztags. Im Vordergrund steht die Beaufsichtigung des Kindes, weniger die Erziehung.
 
Bei anderen Pflegeverhältnissen bleibt das Kind über Tag und Nacht für mehr oder weniger lange Zeit in der Pflegefamilie (Kurzzeitpflege). Dabei kann der Unterbringungsgrund in der Erkrankung beispielsweise der Mutter liegen, sodass es notwendig wird ein Kind für mehrere Wochen oder Monate in einer anderen Familie versorgen und betreuen zu lassen oder aber, dass für eine längere Dauer die Erziehung in einer anderen Familie notwendig ist. Dabei kann es sein, dass die Familie aus der das Kind stammt sich mit seiner Erziehung überfordert fühlt, mit Problemen die das Kind bereitet nicht klar kommt oder aber ihr die 'Inpflegegabe' als Hilfe nahegelegt wird. Dann erfolgt die Unterbringung für mehrere Monate oder Jahre, bis hin zu einer dauerhaften Unterbringung in einer anderen Familie (Vollzeitpflege).
Bei der längeren bis dauerhaften Unterbringung steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund. Es liegt dann natürlich auf der Hand, dass die Erwartungen an die Erziehungskompetenz der Pflegefamilie höher sind als an die der Herkunftsfamilie.

Pflegeeltern gesucht!

Ihr Jugendamt sucht ständig Pflegeeltern, die bereit sind diese Aufgaben zu übernehmen. Dabei sollte die Freude am Umgang und Leben mit Kindern und Jugendlichen im Vordergrund stehen. Sie sollten sich sicher im Umgang mit Kindern fühlen, vielleicht schon Erfahrung in der eigenen Familie gesammelt haben, offen für neue Informationen sein und keine Scheu vor dem Umgang mit der leiblichen Familie des Kindes haben.
Wir suchen nicht die 'Übereltern', sondern eine 'ganz normale Familie' mit der Bereitschaft, sich neuen Aufgaben als Eltern und Familie zu stellen.  
 

Weitere Informationen:

Flyer

Dabei wollen wir Sie natürlich auch unterstützen.Dies tun wir mit Schulungen und Seminaren, mit der Begleitung des Pflegeverhältnisses und mit einer finanziellen Absicherung. Haben Sie Mut, fragen Sie bei uns nach näheren Informationen und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Hier finden Sie den Aufruf!

Teaser

Pflegekinder sind Kinder und Jugendliche, die für bestimmte oder unbestimmte Zeit im privaten Haushalt einer anderen Familie leben.

Verfahrensablauf

  1. Zunächst prüft das Jugendamt Unterstützungsmöglichkeiten in der Herkunftsfamilie, mit dem Ziel, die Eltern in die Lage zu versetzen, ihr Kind wieder angemessen versorgen zu können. Diese so genannten familienstützenden Maßnahmen (z. B. Beratungen, Sozialpädagogische Familienhilfe oder andere Hilfen) können auch über einen längeren Zeitraum gewährt werden.
  2. Wenn die Herkunftseltern aufgrund bestehender Problem- und Konfliktlagen weiterhin nicht in der Lage sind, das Kind angemessen zu versorgen, kann es im Sinne des Kindeswohls besser sein, das Kind zunächst aus der Familie herauszunehmen und in einer Pflegefamilie oder einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung unterzubringen.
  3. Dies sollte im Einverständnis mit Kind und Eltern geschehen, solange bis sich die Familiensituation wieder stabilisiert hat.
  4. Liegt eine Kindeswohlgefährdung vor, ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind in Obhut zu nehmen und bei einer geeigneten Selle unterzubringen. Hierfür ist ein Beschluss des Familiengerichtes notwendig.

An wen muss ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich an das örtlich zuständige Jugendamt Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt.

Voraussetzungen

Beispiele für Gründe, die eine Unterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie notwendig machen können:

  • Eltern können aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls, ihre Kinder nicht mehr versorgen.
  • Eltern geraten aufgrund äußerer Umstände wie z. B. Arbeitslosigkeit oder Trennung und Scheidung in eine schwere Krise.
  • Eltern sind aufgrund von Belastungsfaktoren, wie psychischen oder Suchterkrankungen, nicht in der Lage, ihre Kinder angemessen zu versorgen.
  • Die Eltern sind tot.

Welche Gebühren fallen an?

Keine.

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Familien, die beabsichtigen, ein Pflegekind bei sich aufzunehmen, brauchen hierzu eine Pflegeerlaubnis des örtlichen Jugendamtes.

Unterstützende Institutionen

Ansprechpartner sind die örtlichen Jugendämter der Stadt- bzw. Kreisverwaltungen.

Informationen erhalten Sie auch über die gemeinsame zentrale Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA) des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung RLP

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