Verwaltungsleistungen von A-Z

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Beistandschaft

Leistungsbeschreibung

Die Beistandschaft ist ein kostenloses Angebot des Jugendamtes.
Eine Beistandschaft kann eingerichtet werden für

  • die Feststellung der Vaterschaft oder
  • die Geltendmachung des Kindesunterhalts.
Spezielle Hinweise für - Kreis Mayen-Koblenz

Feststellung der Vaterschaft
Sie haben ein Kind geboren, sind nicht verheiratet und der Vater des Kindes ist nicht bereit, die Vaterschaft anzuerkennen. Hier kann das Jugendamt, als Beistand, den von Ihnen benannten Vater zur freiwilligen Vaterschaftsanerkennung per Urkunde auffordern. Die erfolgte Vaterschaftsanerkennung wird nur mit Ihrer urkundlichen Zustimmung als Mutter wirksam.

Erfolgt keine freiwillige Anerkennung durch den Kindesvater, kann das Jugendamt als Beistand eine Vaterschaftsfeststellungsklage führen. Wird Klage erhoben, vertritt der Beistand - wie ein Anwalt - das Kind vor Gericht. Dies geschieht in Absprache mit Ihnen.

Geltendmachung und Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen
Sie sind allein Erziehender eines minderjährigen unverheirateten Kindes, das in Ihrem Haushalt lebt. Der unterhaltspflichtige andere Elternteil kommt seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nach.

Hier ermittelt der Beistand, ob und in welcher Höhe der Unterhaltsverpflichtete in der Lage ist, Unterhaltsbeiträge zu erbringen. Er sorgt dafür, dass diese Unterhaltsverpflichtung durch einen vollstreckbaren Titel abgesichert wird. Das kann durch die freiwillige Beurkundung der Unterhaltsverpflichtung beim Jugendamt geschehen oder durch eine entsprechende gerichtliche Entscheidung.

Soweit eine einvernehmliche Regelung nicht möglich ist, leitet der Beistand die erforderlichen gerichtlichen Schritte ein und vertritt das Kind vor Gericht. Dies geschieht in Absprache mit dem Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt.
Die Beauftragung eines Rechtsanwaltes ist daher in der Regel entbehrlich.

Der Beistand kümmert sich auch um die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche, zum Beispiel im Rahmen geeigneter Zwangsvollstreckungsmaßnahmen.

Durch die Einrichtung einer Beistandschaft wird die elterliche Sorge nicht eingeschränkt.

Aktuelle Information:

Zum 01.01.2019 hat sich die sogenannte Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich den Bedarfssätzen zuletzt geändert. Die Tabelle regelt, wie viel Kindesunterhalt der barunterhaltspflichtige Elternteil an das unterhaltsrechtliche Kind zu zahlen hat.

Hier können Sie sich die ab 01.01.2019 geltende Düsseldorfer Tabelle herunterladen:

Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2019

Ihre Ansprechpartner finden Sie hier.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Es genügt ein schriftlicher Antrag beim Jugendamt.
Antragsberechtigt ist:

  • der Elternteil, dem die alleinige elterliche Sorge zusteht,
  • bei Eltern, die die gemeinsame elterliche Sorge haben der Elternteil, bei dem das Kind lebt,
  • die werdende Mutter (oder deren Vertreter, wenn die Mutter geschäftsunfähig ist), wenn das Kind noch nicht geboren ist.

Welche Fristen muss ich beachten?

Mit Eingang des Antrages wird das Jugendamt sofort Beistand des Kindes. Die Beistandschaft endet, sobald der Antragsteller dies schriftlich verlangt oder das Kind die Volljährigkeit erreicht hat.

Anträge / Formulare

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