Verwaltungsleistungen von A-Z

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Landesblindengeld

Zuständige Mitarbeiter

Leistungsbeschreibung

Das Landesblindengeld ist eine freiwillige Leistung des Landes Rheinland-Pfalz, die einkommens- und vermögensunabhängig gewährt wird. Es wird unter bestimmten Voraussetzungen blinden Menschen und durch hochgradige Einschränkung der Sehfähigkeit den blinden Menschen Gleichgestellten erbracht. Es dient zum Ausgleich der behinderungsbedingten Mehraufwendungen.

Spezielle Hinweise für - Kreis Mayen-Koblenz

Warum erhalten blinde und stark sehbehinderte Menschen ein Blindengeld?

Für blinde und stark sehbehinderte Menschen ist die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft kostspieliger als für nicht behinderte Menschen. Da sie selbst kein Auto steuern können, entstehen ihnen im täglichen Leben hohe Aufwendungen. Für die Erledigung der im Haushalt anfallenden Arbeiten (zum Beispiel Waschen, Bügeln, Putzen, Rasenmähen) sind sie oft auf die Hilfe von Dritten gegen Bezahlung angewiesen. Außerdem müssen unter Umständen zahlreiche Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens (zum Beispiel Uhr, Waage, Thermometer, Handy, Computer) für viel Geld mit akustischen Signalen ausgestattet werden. 
Um diese behinderungsbedingten Mehraufwendungen zumindest teilweise auszugleichen, erhalten diese Menschen, soweit sie nicht in einer stationären Einrichtung (zum Beispiel in einem Pflegeheim) leben,  von der Kreisverwaltung ein Blindengeld nach dem rheinland-pfälzischen Landesblindengeldgesetz. 

Wer hat Anspruch auf Blindengeld?

Anspruch auf Blindengeld haben zunächst Blinde, also Menschen, die völlig ohne Sehvermögen sind. Blindengeld können aber auch stark Sehbehinderte erhalten, wenn ihre Sehbehinderung einen hohen Schweregrad erreicht. Ob dies der Fall ist beurteilt das Gesundheitsamt auf der Grundlage einer augenfachärztlichen Stellungnahme.

Wie hoch ist das Blindengeld?

Die Höhe des Blindengeldes beträgt 410 Euro im Monat für Volljährige und 205 Euro im Monat für Minderjährige. Einkommen und Vermögen des Betroffenen spielen keine Rolle. Wenn der Anspruchsberechtigte pflegebedürftig ist und von seiner Pflegekasse ein Pflegegeld bezieht, wird dieses teilweise auf das Blindengeld angerechnet. Ab dem 01.01.2017 wurden die Pflegstufen I - III durch die Pflegegrade I - V abgelöst.  Ein Volljähriger erhält bei Pflegegrad II 230,15 Euro und bei Pflegegrad III 264,64 Euro Blindengeld im Monat. Das Pflegegeld wird von der Pflegekasse ungekürzt weiter gezahlt. Das Blindengeld ruht, wenn sich der blinde Mensch länger als vier Wochen in Einrichtungen oder Heimen aufhält.

Wie und wo ist das Blindengeld zu beantragen?

Der Antrag auf Blindengeld kann bei den örtlichen Verbandsgemeinden oder Stadtverwaltungen eingereicht werden. Dem Antrag ist eine augenfachärztliche Stellungnahme beizufügen. Die Verbandsgemeinden und Stadtverwaltungen leiten die Anträge an die Kreisverwaltung weiter. Der Antrag kann auch direkt bei der Kreisverwaltung gestellt werden. Nach Beteiligung des Gesundheitsamtes entscheidet die Kreisverwaltung über den Antrag. Außerdem erhalten blinde und sehbehinderte Menschen Beratung und Hilfe unter der bundesweiten Rufnummer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV)  0 18 05 - 666 456.

Welche Gebühren fallen an?

keine

Spezielle Hinweise für - Kreis Mayen-Koblenz

Die Beantragung der Leistungen ist kostenlos. Es können Kosten für die Anfertigung der augenfachärztlichen Stellungnahme durch den Augenarzt entstehen. Personen mit dem Vermerk "BL" im Schwerbehindertenausweis benötigen keine augenfachärztliche Bescheinigung.

Rechtsgrundlage

Anträge / Formulare

Anträge und Formulare erhalten Sie In Absprache mit der zuständigen Kreis- oder Stadtverwaltung.

Spezielle Hinweise für - Kreis Mayen-Koblenz

Antrag auf Landesblindengeld

Augenfachärztliche Bescheinigung für Landesblindengeld

Antrag Blindenhilfe

Was sollte ich noch wissen?

Bei höheren blindheitsbedingten Mehraufwendungen können über das Landesblindengeld hinaus Leistungen der einkommens- und vermögensabhängigen Blindenhilfe beantragt werden (siehe dazu auch Blindenhilfe).

Für Kriegsblinde gelten die Regelungen nach dem BVG.

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