Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Arbeitgeber stehen in  dieser Zeit vor vielen Fragen. Neben finanziellen Sorgen, kommen Unsicherheiten im Umgang mit Mitarbeitern oder zu ergreifenden Maßnahmen, um das Infektionsrisiko zu senken. 

Wir haben Ihnen die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

  • Welche Maßnahmen sollte ich ergreifen, um das Infektionsrisiko zu minimieren?
    • Ermöglichen Sie das Arbeiten von zu Hause, wo und wann immer möglich. 
    • Weisen Sie Ihre Belegschaft darauf hin, wie sie sich schützen kann: www. infektionsschutz.de 
    • Weisen Sie auf bestehende Schutzmaßnahmen hin, wie z.B. regelmäßiges und gründliches Händewaschen, ­Reinigen von Oberflächen und Lüften der Arbeitsräume und Büros.   
    • Treffen Sie Maßnahmen, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden: Stellen Sie z.B. Desinfektionsmittel bereit, wo keine Möglichkeit zum regelmäßigen Händewaschen besteht, vor allem auch in Konferenzräumen, Kantinen und den Zugängen des Betriebes oder der Einrichtung. 
    • Vermeiden Sie bis auf Weiteres Besprechungen mit externen Besuchern sowie eigene Dienstreisen und nutzen Sie stattdessen die Mittel der modernen Telekommunikation. 
    • Weisen Sie Ihre Arbeitnehmenden darauf hin, Sie bei Verdachts- und Krankheitsfall zu informieren und unbedingt zu Hause zu bleiben. 
  • Kann ich als Arbeitgeber verlangen, dass sich mein Mitarbeiter auf das Corona-Virus testen lässt?

    Nein. Es wird kein präventiver Test durchgeführt. Das Gesundheitsamt stellt auch keine Bescheinigungen aus.

    Eine Labordiagnostik sollte nur bei Krankheitszeichen zur Klärung der Ursache durchgeführt werden. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Zudem werden die Laborkapazitäten unnötig belastet.

  • Kann sich einen Mitarbeiter der Kontaktperson der zweiten Kategorie ist von seinem Hausarzt krankschreiben lassen?

    Personen ohne unmittelbaren persönlichen Kontakt zu einem labordiagnostisch bestätigten Infektionsfall werden als Kontaktpersonen der zweiten Kategorie bezeichnet. Dazu zählen beispielsweise Arbeitskollegen, Mitschüler und Familienmitglieder, die keinen mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt mit dem Erkrankten hatten. Zudem medizinisches Personal, das sich im selben Raum mit einem Covid-19-Fall aufhielt, aber einen Abstand von mindestens zwei Metern gewahrt hat.

    Ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten, aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

    Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesverinigung.

  • Stellt das Gesundheitsamt Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus?

    Das Gesundheitsamt stellt keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aus.

    Ist der Mitarbeiter Kontaktperson der ersten Kategorie oder gar positiv auf das Coronavirus getestet worden, erhält er eine "Anordnung zur Absonderung in häuslicher Quarantäne". 

    Der infolge einer Infektion mit dem Coronavirus arbeitsunfähig erkrankte Arbeitnehmer hat gemäß § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz für den Zeitraum von sechs Wochen einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Anträge auf Entschädigung können beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Landau eingereicht werden. Den entsprechenden Antrag finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes.

  • Wo erhalte ich finanzielle Unterstützung?

    Informationen, Kontaktadressen und Links für Unternehmer/-innen zum Umgang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) finden Sie auf der Internetseite der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH. Für direkte Fragen an die WFG wenden Sie sich bitte per E-Mail an oder telefonisch an die 0261 / 108 295.

     Auch das Jocenter Mayen-Koblenz informiert und berät Arbeitgeber montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr unter Tel. 02651 / 7055 555 oder per E-Mail an JC-Arbeitgeber@kvmyk.de.

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