Betreuungsrecht © CrazyCloud/Fotolia

Betreuungsbehörde

Fragen nach einer gesetzlichen Betreuung stellen sich nicht nur im Alter, sondern können auch bei jungen erwachsenen Menschen schon auftreten. Schwere Unfälle oder Erkrankungen können jederzeit jeden treffen und dazu führen, dass jemand nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst verantwortlich zu handeln.

Vom Betreuungsrecht betroffen sind erwachsene Menschen, die wegen einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst regeln können und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Es regelt, wie und in welchem Umfang für eine hilfsbedürftige Person vom Gericht ein Betreuer bestellt wird. Das Betreuungsrecht dient dazu, den betroffenen Personen den notwendigen Schutz und die erforderliche Fürsorge zu gewähren, ihnen zugleich aber auch ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung zu erhalten. Das persönliche Wohlergehen des hilfsbedürftigen Menschen steht dabei im Vordergrund.

Zuständig für die Anordnung einer Betreuung ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk die betreuungsbedürftige Person zur Zeit der Antragstellung den gewöhnlichen Aufenthalt hat. Dort ist demnach auch der Antrag zu stellen. Vielfach werden Familienangehörige als Betreuer vom Gericht eingesetzt. Außerhalb der Familien finden sich auch Personen, die eine Betreuung ehrenamtlich übernehmen und hierzu von den anerkannten Betreuungsvereinen beraten werden können. Kommen beide Möglichkeiten nicht in Betracht, kann das Gericht einen Berufsbetreuer bestellen.

Hier finden Sie das Anforderungsprofil für einen freiberuflichen Berufsbetreuer.

Hier finden Sie den Ausfüllbogen für freiberufliche Berufsbetreuer.

Leistungen

Rechtliche Betreuung für Erwachsene Führung

Leistungsbeschreibung

Ein Betreuer wird nur bestellt, wenn dies notwendig ist, weil eine Person ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr besorgen kann.

Betreuer dürfen nur für die Aufgabenkreise bestellt werden, in denen eine Betreuung tatsächlich erforderlich ist. Bereiche, die die Betroffenen eigenständig erledigen können, dürfen den Betreuern nicht übertragen werden. Was die Betreuten noch selbst tun können und wofür sie einen gesetzlichen Vertreter benötigen, wird im gerichtlichen Verfahren festgestellt.

In seinem Aufgabenkreis vertritt der Betreuer den Betreuten gerichtlich und außergerichtlich.

Voraussetzungen

  • Die Betreuung umfasst die Erledigung von allen gerichtlich bestimmten Angelegenheiten des Betreuten
  • Die Erledigung hat dem Wohl des Betreuten zu entsprechen und beinhaltet ebenfalls die Möglichkeit, dass der Betreute sein Leben im Rahmen seiner Fähigkeiten selbst gestalten kann.
  • Der Betreuer hat den Wünschen zu entsprechen, soweit dies dem Wohl nicht zuwiderläuft und dem Betreuer zuzumuten ist. Dies gilt auch für Wünsche, die der Betreute vor der Bestellung des Betreuers geäußert hat.
  • Der Betreuer fördert innerhalb seines Aufgabenkreises die Beseitigung der Krankheit oder Behinderung , ihre Besserung oder die Verhinderung einer Verschlimmerung. Bei berufsmäßiger Betreuung stellt dieser auf Anordnung des Gerichts zu Beginn der Betreuung einen Betreuungsplan auf, der die Ziele der Betreuung und die zu ergreifenden Maßnahmen darstellt.
  • Werden dem Betreuer Umstände oder Einschränkungsmöglichkeiten des Aufgabenkreises bekannt, die eine Aufhebung der Betreuung ermöglichen, so hat er dies dem Betreuungsgericht mitzuteilen.

Welche Gebühren fallen an?

Das Gericht stellt dem Betroffenen Gebühren in Rechnung, die sich nach dem Wert seines Nettovermögens richten.

Rechtsgrundlage

Was sollte ich noch wissen?

Unterstützende Institutionen

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz


Ansprechpartner



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