Elisabeth-Schule führt sonderpädagogische Tradition in Mayen fort

1912 wurde in der damals neu errichteten Schule in der Mayener Gerberstraße eine Hilfsklasse eingerichtet. Seit dem gibt es sonderpädagogische Förderung in der Eifelstadt. Heute werden in der Elisabeth-Schule, die seit 1974 in der St.-Veit-Straße ihr Zuhause gefunden hat, 133 Schüler in 12 Klassen unterrichtet. Grundlage für die individuelle Förderung, der die kleinen Klassen entgegenkommen, ist der individuelle Förderplan für jeden Schüler. Damit wird es möglich, intensiv auf den jeweiligen Lern- und Leistungsstand einzugehen und zu helfen, die vorhandenen Fähigkeiten weiter zu entwickeln.  

Wichtiger unterrichtlicher Schwerpunkt an der Elisabeth-Schule ist die Berufsorientierung. In den Klassen 8 bis 10 werden Betriebspraktika durchgeführt. In der Klasse 9 verbringen die Schüler zusätzlich einen Tag in der Woche in einem Betrieb statt in der Schule und lernen so den Arbeitsalltag kennen. In zwei Computerlaboren kann der Umgang mit dem PC eingeübt werden. Absolventen der Elisabeth-Schule können das Zeugnis der Berufsreife im freiwilligen 10. Schuljahr erwerben.

Ergänzt wird der Fachunterricht durch vielfältige Projekte im Laufe des Schuljahres. So können Schüler eine Streuobstwiese betreuen, an Aufführungen des Schwarzlichttheaters mitwirken, den Schweigeweg zur Reichspogromnacht mitgestalten oder am Stand der Schule auf dem Nikolausmarkt mitwirken. Für die Klassenstufen 7 bis 10 gibt es unterschiedlichste Arbeitsgemeinschaften. Von Tanzen und Kunst über Mannschafts- und Gesellschaftsspiele bis hin zu Schulhomepage und Mofa ist für jedes Interesse etwasw geboten. Außerdem nimmt die Elisabeth-Schule an allen Sportwettbewerben der Förderschulen, unter anderem in Leichtathletik, Fußball, Schwimmen und Tischtennis teil. Die Lage im Zentrum Mayens ermöglicht, außerunterrichtliche Lernorte gut aufsuchen zu können. Ausflüge und Klassenfahrten zur Erweiterung des sozialen Lernens werden regelmäßig durchgeführt. Fast alle Klassen der Mittel- und Oberstufe sind daran beteiligt.

Seit diesem Schuljahr ist an der Elisabeth-Schule das Förder- und Beratungszentrum des Landkreises MYK eingerichtet. Auch andere Schulen erhalten durch Lehrkräfte der Elisabeth-Schule Beratung und Unterstützung im Hinblick auf die inklusive Beschulung von Kindern mit Beeinträchtigung.