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„MYK – Spuren der Zeit“ mit dem Smartphone erleben

„Das Prinzip ist einfach: Nutzer richten die Kamera ihres Smartphones auf ihre Umgebung. Auf dem Display sehen sie weiterhin den tatsächlichen Ort – zusätzlich blendet die App digitale Inhalte in das Kamerabild ein. So erscheinen historische Szenen, 3D-Objekte, Kurzfilme oder Spiele genau dort, wo sich die Nutzer befinden. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen miteinander“, erläutert Michael Schwippert, stellvertretender REMET-Geschäftsführer. Wer sein Smartphone bewegt und sich vor Ort umsieht, entdeckt die digitalen Inhalte aus unterschiedlichen Perspektiven. So entsteht der Eindruck, als würden historische Gebäude, Gegenstände oder Personen unmittelbar in der heutigen Umgebung auftauchen.

Damit unterscheidet sich AR von Virtual Reality (VR): Während VR die reale Umgebung durch eine computergenerierte Welt ersetzt und meist eine spezielle Brille benötigt, bleibt bei Augmented Reality der tatsächliche Schauplatz sichtbar und wird lediglich um digitale Inhalte erweitert. Für „MYK – Spuren der Zeit“ braucht es deshalb keine zusätzliche technische Ausstattung – das eigene Smartphone genügt.

Die digitale Zeitreise führt zur Burg Eltz, in die Sayner Hütte, ins Mühlsteinrevier Rhein-Eifel, nach Monreal, zum Goloring, zur Caesars Brücke bei Weißenthurm und zum Laacher See. Jeder dieser Orte eröffnet dabei ein eigenes Fenster in die Vergangenheit. So können die Nutzer beispielsweise in den mittelalterlichen Alltag eintauchen, erfahren, wie Menschen während der Industrialisierung lebten, oder den gewaltigen Vulkanausbruch am Laacher See virtuell miterleben. Historisches Wissen wird dabei nicht nur über Texte vermittelt, sondern mit Filmen, Animationen und interaktiven Elementen verbunden.

Begleitet werden die Nutzer auf ihrer Reise durch die Geschichte von der jungen Maya und ihren Großeltern Oma Anna und Opa Alfred. Die drei sind Teil einer eigens für „MYK – Spuren der Zeit“ entwickelten Rahmenhandlung und verbinden die unterschiedlichen historischen Erlebnisse miteinander.

Entwickelt wurde „MYK – Spuren der Zeit“ von der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) und der Smarten Region MYK10. Für die Umsetzung wurde nach einer europaweiten Ausschreibung mit 19 internationalen Bewerbungen ein Konsortium aus T-Systems, Telekom MMS, GALLIONfilm und ZAUBAR ausgewählt. Gemeinsam mit Touristikern, den beteiligten Städten und Verbandsgemeinden sowie weiteren Fachleuten wurden die historischen Inhalte recherchiert und für das digitale Erlebnis aufbereitet.

Ziel ist es, die bedeutenden Kultur- und Naturschauplätze des Landkreises um eine digitale Erlebnisdimension zu erweitern und Geschichte insbesondere auch für neue und jüngere Zielgruppen zugänglich zu machen. Noch vor dem offiziellen Start hat das Projekt überregional Aufmerksamkeit auf sich gezogen: „MYK – Spuren der Zeit“ ist für den Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2026 in der Kategorie „Innovation des Jahres“ nominiert.