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Ersatzzahlungsprojekt „Kirchwalder Auen“: Wiederbelebung einer wertvollen Kulturlandschaft

Im Zuge der Entbuschungsmaßnahmen fällt eine erhebliche Menge an Gehölzmaterial an. Nach fachlicher Abwägung wurde bewusst entschieden, dass nicht brennholzgeeignete Material größtenteils vor Ort zu verbrennen. Die kontrollierte Verbrennung ermöglicht eine zügige und vollständige Entfernung des Schnittmaterials, ohne zusätzliche Flächen durch Lagerung oder Abtransport zu belasten. Gleichzeitig werden Bodenverdichtungen und Störungen durch schwere Maschinen sowie zusätzliche Transportemissionen vermieden. So wird eine effiziente, ressourcenschonende und naturschutzfachlich sinnvolle Umsetzung der Maßnahme ermöglicht.

Ziel des Projekts ist es, die fortschreitende Verbuschung zurückzudrängen, um wieder strukturreiche Offenlandbereiche zu schaffen. Darauf aufbauend sollen artenreiche, magere Grünlandbiotope entwickelt und gepflegt sowie verlandete Gewässer- und Quellbereiche renaturiert und ökologisch aufgewertet werden. Das Vorhaben sichert nicht nur die Biodiversität der Fläche, sondern wertet auch das Landschaftsbild auf. Die erforderlichen finanziellen Mittel für die Maßnahmen werden von der  Stiftung für Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz bereitgestellt. Da sich die Projektflächen überwiegend im Besitz der Ortsgemeinde Kirchwald befinden, arbeitet die Untere Naturschutzbehörde zudem eng mit der Ortsgemeinde zusammen.

 

Zum Hintergrund

Die strukturreiche Kulturlandschaft „Kirchwalder Auen“ bot einst zahlreichen, teils gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Durch die traditionelle Nutzung sind die artenreichen Offenlandbiotope weitgehend verloren gegangen und verbliebene offene Bereiche werden zunehmend von konkurrenzstarken Arten wie der Großen Brennnessel oder dem invasiven Drüsigen Springkraut dominiert. Auch ehemals offene Gewässer- und Quellbereiche sind heute größtenteils verlandet.