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Integration und Dialog beim gemeinsamen Fastenbrechen

Das sogenannte Iftar-Essen bildet traditionell den abendlichen Abschluss eines Fastentages im Ramadan und beginnt nach Sonnenuntergang. In der Regel treffen sich Muslime dann in ihren Gemeinden, um gemeinsam zu essen, zu beten und sich auszutauschen. Die Veranstaltung in Bendorf bot darüber hinaus auch Bürgern sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung die Gelegenheit, mehr über den Islam und die Bedeutung des Fastens zu erfahren. In mehreren Redebeiträgen wurde die Rolle des Fastens im Ramadan sowie die Wirkung des bewussten Verzichts über den Tag hinweg auf den Menschen erläutert. Zudem betonte der Erziehungswissenschaftler und Theologe Prof. Josef Freise in einer kurzweiligen Rede, dass unterschiedliche Religionen voneinander lernen können und dass Juden, Christen und Muslime viele gemeinsame Werte teilen. Darüber hinaus machte er deutlich, wie wichtig Begegnung und Austausch für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander sind.

Für das gemeinsame Fastenbrechen hatten die beteiligten Gemeinden ein reichhaltiges Buffet vorbereitet. Die Stadthalle war festlich gedeckt und dekoriert und bot den Gästen eine einladende Atmosphäre für Gespräche und Begegnungen. Die Veranstalter zogen ein positives Fazit: Das erste gemeinsame Fastenbrechen in der Region habe ein starkes Zeichen für Dialog, Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt. Werte wie Besinnung, Solidarität und Nächstenliebe, die den Monat Ramadan prägen, seien an diesem Abend für alle Teilnehmenden spürbar gewesen.