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Mehr Natur und neue Bestattungsangebote auf dem Friedhof in Nickenich
Friedhöfe werden dabei nicht nur als Orte der letzten Ruhe verstanden, sondern auch als wichtige Räume für Trauer, Begegnung und Erholung. Als kulturell bedeutsame Anlagen erfüllen sie vielfältige Funktionen und gewinnen darüber hinaus als Grünflächen an Bedeutung: Sie schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen, fördern die biologische Vielfalt und leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung. Bauhofleiter Hans-Erich Schwarz behält dabei sowohl die gestalterische Entwicklung des Nickenicher Friedhofs als auch die wirtschaftlichen Aspekte im Blick. „Besonders gefragt sind derzeit die unterschiedlichen Formen der Baumbestattung“, berichtet er. Der Friedhof in Nickenich bietet hierzu eine breite Auswahl an Baumarten, die unter anderem als Familienbäume genutzt werden können. Viele Bürger schätzen dieses Angebot vor Ort.
Die aktuelle Pflanzzeit im März wird nun genutzt, um einen Randbereich des Friedhofs naturnah neu zu gestalten. Nachdem dort in den vergangenen Jahren Grabflächen zurückgebaut wurden, entsteht eine strukturreiche Heckenlandschaft mit heimischen Wildgehölzen. In kleinen Gruppen sowie als Solitärpflanzungen werden die Sträucher gezielt angeordnet. „Wir schaffen hier einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die sich künftig ansiedeln können, und zugleich einen attraktiven Bereich für die Friedhofsbesucher“, erläutert Susanne Hildebrandt, die das Projekt „Mehr als nur Grün“ seit mehreren Jahren begleitet. Perspektivisch könnten sich daraus auch neue Bestattungsformen entwickeln. Denkbar wären beispielsweise Ruhestätten unter Heckenkirschen, Wildrosen, Felsenbirnen oder Quittenbäumen.
Ermöglicht wird die Umsetzung durch eine Förderung im Rahmen der Aktion Grün des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz. Das Projekt „Mehr als nur Grün“ ist ein Gemeinschaftsvorhaben des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Weitere Informationen sind online abrufbar.



