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Brut- und Setzzeit bei Wildtieren

Rücksicht nehmen in Wald und Feld - Die Sonnenstrahlen locken bis in die späten Abendstunden nach draußen. Bei angenehmen Temperaturen kann man Aktivitäten in der Natur so richtig genießen. Doch die Menschen sind nicht alleine: Im Frühjahr werden Wald und Flur zur großen Kinderstube. Zahlreiche Wildtiere kommen jetzt auf die Welt und sind besonders schutzbedürftig. Deren Ruhezonen und Ruhezeiten sind unbedingt zu respektieren. Drauf weist die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung hin.

Während der Hauptbrut- und Setzzeit von Anfang April bis Ende Juli brauchen Jungtiere sehr viel Ruhe, um problemlos aufwachsen zu können. Erholungssuchende Naturliebhalter und ganz besonders Hundehalter sollten daher in den nächsten Wochen rücksichtsvoll sein und die Feld- und Waldwege nicht verlassen. Die Eltern- und Jungtiere brauchen störungsfreie Ruhezonen. Das gilt besonders zur Dämmerungs- und Nachtzeit. Auch frei laufende Hunde können eine ernste Gefahr für trächtiges Wild und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen.

Aufgefundene Jungtiere dürfen auf keinen Fall berührt oder vom Hund „beschnuppert“ werden. Scheinbar verwaiste Rehkitze oder Junghasen sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Müttern oft viele Stunden allein gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – der beste Schutz vor Fressfeinden. Erst durch Menschen- oder Hundegeruch werden Jungtiere wirklich zu Waisen, weil die Muttertiere ihre Jungen dann nicht mehr annehmen.