Landrat Alexander Saftig (2.v.l.) und Vizepräsidentin Nicole Morsblech von der SGD-Nord (Mitte) lauschten den Ausführungen von Biologe Jörg Hilgers (rechts).

Landrat und SGD-Vizepräsidentin besuchen Wacholderheide

Wer den Kreischef kennt, weiß, dass Landrat Alexander Saftig die Wacholderheide der Osteifel sehr am Herzen liegt. Hier wurde unter seiner Leitung, als er noch Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel war, ein für Rheinland-Pfalz einzigartiges Naturschutz-Großprojekt gestartet, dessen erforderliche Entwicklungspflege noch heute fortgesetzt wird.

Ein Projekt, das auch Nicole Morsblech, Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD-Nord), interessiert. Gemeinsam mit Landrat Alexander Saftig, der Langscheider Ortsbürgermeisterin Gabriele Müller-Dewald und dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel, Alfred Schomisch, schnürte sie die Wanderschuhe, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Biologe Jörg Hilgers war für die Gruppe kompetenter Ansprechpartner. Durch seine Führung konnten sich die Teilnehmer von der wunderbaren Landschaft sowie den besonders geschützten Heidelebensräumen, die schon längst verschollen geglaubte Tier- und Pflanzenarten beherbergen, überzeugen. Beeindruckt war die Vizepräsidentin der SGD- Nord von der Entstehungsgeschichte des LIFE-Projektes über die erforderlichen Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen bis hin zu der inzwischen wieder vorkommenden Artenvielfalt.  

Während die landeseigenen und kommunalen Flächen vom Land im Rahmen der Biotopbetreuung bearbeitet werden, kümmert sich die Stiftung Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz um einen Flächenpool von ca. 42 Hektar alleine in den Wacholderheiden. „Der Erfolg der nachhaltigen Entwicklungspflege ist enorm“, führt Tanja Stromberg, Geschäftsstellenleiterin der kreiseigenen Stiftung, aus. „Dazu zählt beispielsweise die Wiederansiedlung der Heidelerche, die fast schon ausgestorben war und heute wieder einen kleinen Brutbestand in unserer Heide aufweist. Weiter haben zahlreiche bedrohte Vogel- und Insektenarten durch die kontinuierlichen Freistellungs- und Entwicklungsmaßnahmen enorm profitiert und sind wieder zu finden.“

Besonders stolz ist Alexander Saftig auf die natürliche Vermehrung des Wacholders. „Zu Beginn des Projektes gab es kaum Nachwuchs, die wenigen Jungpflanzen auf über 100 Hektar Wacholderheide konnten an einer Hand abgezählt werden. Doch nun, nach über 10 Jahren zeigen sich die Erfolge. Allein in den Naturschutzgebieten Menke-Park und Raßberg zeigen sich über 1.000 Wacholder“babys“. Die Heide ist für die Zukunft angelegt“, so der Kreischef.