Klimaschutzkonzept

Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Verbandsgemeinden und Städte


Das Integrierte Klimaschutzkonzept liegt vor 


Kreistag beschließt die Umsetzung des Ingtegrierten Klimaschutzkonzeptes

Am 11. Juli 2016 hat der Kreistag des Landkreises Mayen-Koblenz die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes beschlossen. Weiterhin soll ein Klimaschutz-Controlling aufgebaut werden, welches die Fortschritte in Sachen Klimaschutz im Landkreis Mayen-Koblenz dokumentiert.

Zur Umsetzung von ausgewählten Maßnahmen aus dem Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzeptes soll ein Klimaschutzmanagement für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Kommunen aufgebaut werden. Dieses wird mit einer qualifizierten Mitarbeiterin oder einem qualifizierten Mitarbeiter besetzt.

Die Verwaltung wird beauftragt, einen Förderantrag für das Klimaschutzmanagement im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums zu stellen. Der Eigenanteil, welcher nach Abzug der Förderung verbleibt, wird seitens des Landkreises getragen.

Um das gemeinsame Engagement von Landkreis Mayen-Koblenz und seinen Kommunen im Klimaschutz zu dokumentieren, wird eine gemeinsame „Mayen-Koblenzer Erklärung – Klimafreundlicher Landkreis MYK“ unterzeichnet. Auch diese Erklärung wurde vom Kreistag am 11. Juli 2016 verabschiedet. Eine Verabschiedung der Erklärung durch die Räte der Verbandsgemeinden und Städte soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 erfolgen. Die Erklärung finden Sie hier.

Die Inhalte des Integrierten Klimaschutzkonzeptes

Mit dem Klimaschutzkonzept werden Wege und Projektansätze für zukünftige Klimaschutzanstrengungen im Landkreis und den beteiligten Kommunen aufgezeigt. Es legt kommunalen und anderen Entscheidungsträgern dar, welche technischen und wirtschaftlichen Potenziale zur Minderung von Treibhausgasemissionen bestehen.

Das Integrierte Klimaschutzkonzept ist durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Begleitet und gesteuert wurde die Konzepterstellung durch eine Projektgruppe, bestehend aus Vertretern der Verbandsgemeinden und Städte, der Kreisverwaltung und der mit der Konzepterstellung beauftragten Büros (Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen und SWECO GmbH, Koblenz).

Das Klimaschutzkonzept gliedert sich in folgende Schritte:

  1. Energie- und CO2-Bilanz
  2. Potenzialanalyse
  3. Akteursbeteiligung
  4. Maßnahmenkatalog
  5. Konzept für das Klimaschutz-Controlling
  6. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit
  7. Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit
1.  Energie- und CO2-Bilanz

Für den Verbrauch und die Erzeugung von Energie entsteht über die Bilanzierung ein detailliertes Bild über den Endenergieverbrauch und die energieverbrauchsbedingten CO2e-Emissionen in den einzelnen Sektoren Privathaushalte, Öffentliche Einrichtungen, Gewerbe/ Handel/Dienstleistung/Industrie und Verkehr/ Mobilität.

Diese Bilanzierung beruht auf vielen verschiedenen Daten. Um die Bilanz bestmöglich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen zu können, erfolgte eine umfassende Datenerhebung. Nicht ermittelbare oder nicht auswertbare Daten mussten über Statistiken oder Erfahrungswerte ersetzt werden.

Im Rahmen der Bilanzierung wurden unter anderem Daten bei den Verbandsgemeinden und Städten erhoben. Für die Stadt Andernach und die Verbandsgemeinde Vordereifel wurden die Daten aus den schon vorliegenden Integrierten Klimaschutzkonzepten in aktualisierter Form ins kreisweite Konzept integriert. Die Verbandsgemeinde Weißenthurm will ein eigenes Integriertes Klimaschutzkonzept sowie ein Teilkonzept Liegenschaften erstellen. Seitens der Verbandsgemeinde Weißenthurm wurden jedoch Daten, die für eine kreisweite Bilanz wichtig sind, zur Verfügung gestellt.

Insgesamt werden im Landkreis Mayen-Koblenz ca. 1,5 Millionen t CO2e pro Jahr emittiert. Hiervon stammen ca. 31 % aus privaten Haushalten, 30 % aus Gewerbe/ Handel/ Dienstleistung/ Industrie, 37 % aus dem Bereich Verkehr und etwas über 1 % aus Liegenschaften des Kreises und der Kommunen.

2. Potenzialanalyse

Die Potenzialanalyse ermittelt Energieeinsparpotenziale sowie noch nicht genutzte oder ausbaufähige Erzeugungspotenziale für Erneuerbare Energien.

Im Sektor der privaten Haushalte bestehen in der Wärmeversorgung hohe wirtschaftliche Einsparpotenziale. Die Einsparpotenziale im Bereich der kreiseigenen und kommunalen Liegenschaften sind in Summe gering. Trotzdem ist die Umsetzung wirtschaftlicher Einsparpotenziale ein wichtiger Baustein, insbesondere im Sinne der Energiekosteneinsparung und der Vorbildfunktion des Kreises und der Kommunen. Ausbaupotenziale für Erneuerbare Energien liegen vor allem im Bereich der Solarenergie (Photovoltaik und Solarthermie) und Kraft-Wärme-Kopplung.

Szenarien

Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wurden mögliche Zukunftsszenarien und daraus ein ableitbares quantifiziertes Klimaschutzszenario für die klimaschutzrelevanten Handlungsfelder in den Bereichen Energie und Verkehr für das Kreisgebiet aufgestellt. Das Szenario wurde für die Entwicklung der Emissionen bis zum Jahr 2030 berechnet. Im Kreisgebiet können unter den getroffenen Annahmen bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Bilanzjahr 2014 rund 500.800 t/a an CO2e-Emissionen (ca. 33 %) eingespart werden.

3. Akteursbeteiligung

Wenn Klimaschutz erfolgreich sein will, muss eine breite Beteiligung und Motivation für das Thema hergestellt werden. Im Rahmen der Konzepterstellung wurde deshalb großer Wert auf eine Beteiligung der verschiedenen Akteure im Klimaschutz gelegt. Mehrere Workshops und Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen und zu unterschiedlichen Themen wurden durchgeführt:

WannWasWo
14.04.2015Öffentliche AuftaktveranstaltungIGS Pellenz, VG Pellenz
14.07.2015Workshop "Klimaschutz durch Modernisierung der Straßenbeleuchtung"Stadtverwaltung Mayen
12.08.2015Workshop "Klimafreundliche Abwasserbeseitigung"Kläranlage Nothbachtal, VG Maifeld
23.11.2015Workshop "Klimafreundliche Mobilität"VG Vallendar
10.12.2015Workshop "Kommunales Energiemanagement"VG Rhein-Mosel, Verwaltungsstelle Rhens
25.01.2016Vertiefungsworkshop "Energiesparende Straßenbeleuchtung"Kreisverwaltung MYK
25.02.2016Workshop "Energetische Sanierung von Ortskernen/Quartieren"Kreisverwaltung MYK
07.04.2016Treffen der (erweiterten) Projektsteuerungsgruppe mit dem Schwerpunkt MaßnahmenentwicklungStadtverwaltung Mendig
14.04.2016Workshop "Wie können wir den Klimaschutz nachhaltig in unserer Verwaltung verankern?" fand begleitend zum Klimaschutzkonzept statt; gefördert durch das Land RLP im Rahmen des Projektes "RLP entwickelt sich nachhaltig"Kreisverwaltung MYK
22.04.2016Sitzung der Projektgruppe "Energie" der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Inhalte: Aktueller Stand des Klimaschutzkonzeptes;
Entwicklung eines Klimaschutzzieles/-leitbildes für den Landkreis Mayen-Koblenz
Kreisverwaltung MYK
03.05.2016Workshop "Klimaschutzziel" mit Bürgermeistern, zuständigen Sachbearbeitern in den VGs, Kreisvorstand, Fraktionsvorsitzenden des Kreistages;
Entwicklung eines Klimaschutzzieles/-leitbildes für den Landkreis Mayen-Koblenz und Umsetzungsstrategien
Kreisverwaltung MYK

Darüber hinaus fanden diverse Expertengespräche statt. Für September ist eine Abschlussveranstaltung zur Konzepterstellung geplant, die zugleich Auftaktveranstaltung für dessen Umsetzung ist.

4. Maßnahmenkatalog

Aus den Ergebnissen der Bilanzierung und Potenzialanalyse sowie einem breit aufgestellten Beteiligungsprozess der regionalen Akteure im Rahmen der Workshops wurden Maßnahmen erarbeitet, die für den Klimaschutz im Landkreis und in den beteiligten Kommunen sinnvoll sind. Weitere Maßnahmenvorschläge kamen aus Expertengesprächen oder wurden durch die Fachbüros eingebracht.

Insgesamt wurden fast 50 Maßnahmen erfasst, die sich den folgenden Sektoren zuordnen lassen:

  • Sektor: Übergreifende Maßnahmen
  • Sektor: Private Haushalte
  • Sektor: Öffentliche Einrichtungen
  • Sektor: Gewerbe/Handel/Dienstleistung/Industrie
  • Sektor: Erneuerbare Energien
  • Sektor: Verkehr/Mobilität 

Die Umsetzung von Maßnahmen steht in Abhängigkeit von der Art der Maßnahmen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien und einer Finanzierbarkeit.

5. Konzept für das Klimaschutz-Controlling 

Im Controlling-Konzept ist beschrieben, wie zukünftig die Fortschritte hinsichtlich der Ziel­erreichung und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden sollen. Hierunter fallen die Gewährleistung einer fortschreibbaren Energie-/CO2e-Bilanz, Information und Koordi­nation der am Klimaschutzmanagementprozess Beteiligten und der Öffentlichkeit sowie ent­sprechende Dokumentationen bzw. Berichtspflichten.

6. und 7. Begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Konzept für Öffentlichkeitsarbeit

Die Erstellung des Konzeptes wird von intensiver Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Zum Ab­schluss der Konzepterstellung ist für den 29. September 2016 eine Abschlussveranstaltung geplant.

Weiterhin wird für die Umsetzungsphase des Konzeptes eine Kommunikationsstrategie erarbeitet. Diese dient dazu, die Inhalte des Konzeptes in die breite Öffentlichkeit zu transportieren sowie eine vielfältige aktive Beteiligung aller Akteure zu erzielen. Die Umsetzung von Maßnahmen ist vor allem dann erfolgversprechend, wenn sie von allen Akteuren gleichermaßen getragen und vorangetrieben wird. Die Vielfalt der Kommunikationskanäle kommt dabei zum Einsatz und reicht von einfachen Presseinformationen bis hin zu zielgruppenspezifischen Informationsveranstaltungen. 

Umsetzung des Konzeptes - Klimaschutzmanagement


Die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist eine komplexe Aufgabe, die zusätzliche personelle Ressourcen als „Klimaschutzmanagement“ erfordert. Die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements wird im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums gefördert. Im Landkreis Mayen-Koblenz soll eine Stelle für eine Klimaschutzmanagerin / einen Klimaschutzmanager geschaffen werden.

Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement in Verbandsgemeinden und Städten des Landkreises


Durch mehrere Verbandsgemeinden und Städte wurden bereits Klimaschutzkonzepte oder Teilkonzepte erstellt bzw. sollen erstellt werden. Diese sind hier aufgelistet:


Klimaschutzkonzept/
Klimaschutzteilkonzept


Klimaschutzmanager
Verbandsgemeinde/StadtArt des KonzeptesFertiggestellt im Jahrbzw. Start geplant fürEinstellung seitEinstellung geplant ab
Stadtverwaltung Andernach
Technisches Bauamt
Integriertes Klimaschutzkonzept mit 3 Teilkonzepten:
- eigene kommunale Liegenschaften
- Erneuerbare Energien
- Integrierte Wärmenutzung
2015

August 2016
Verbandsgemeinde VallendarKlimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften der Verbandsgemeinde Vallendar, die Stadt Vallendar sowie die Ortsgemeinden Niederwerth und UrbarDez. 2014
Februar 2016 (bis 31.01.2018) für die Umsetzung des Liegenschaftskonzeptes
Verbandsgemeinde VallendarKlimaschutzteilkonzept zur integrierten Wärmenutzung für die Verbandsgemeinde Vallendar Juni 2016
nicht förderfähig 
Verbandsgemeinde VordereifelIntegriertes Klimaschutzkonzept - Interkommunales Klimaschutzkonzept  der Verbandsgemeinden Vordereifel und Brohltal2014
Kooperation mit dem Landkreis Mayen-Koblenz beabsichtigt
Verbandsgemeinde WeißenthurmIntegriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzkonzept für eigene Liegenschaften
01.01.2017 (Antrag wurde beim Projektträger Jülich gestellt)
nach Erstellung des Klimaschutzkonzeptes
Das Klimaschutzmanagement des Landkreises soll eng mit den Klimaschutzmanagern der Verbandsgemeinden und Städte kooperieren. Hierdurch können Synergien genutzt werden. Erfolgreiche Maßnahmen und Projekte können so kreisweit verbreitet und Doppelarbeit vermieden werden. 

Förderung

Die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes wird gefördert vom Bundes­ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Förderkennzeichen: FKZ 03KS5958-A, FKZ 03KS5958-B

Projektlaufzeit: 01.10.2014 bis 31.10.2016

Informationen zum Fördergeber und dessen Projektträger finden Sie hier:

Hier können Sie die einzelnen Abschnitte des Integrierten Klimaschutzkonzeptes heruntergeladen:




Abbildungs- und Tabellenverzeichnis8

Abkürzungsverzeichnis20
0Zusammenfassung und Fazit22
1Einführung und Ziele des Klimaschutzkonzeptes33
2Projektrahmen und Ausgangssituation34
3Energie- und CO2-Bilanz - Bilanzjahr 201446
3.1Methodik 4646
3.2Datengrundlagen und Datenquellen47
3.3Energie- und CO2-Gesamtbilanz Landkreis Mayen-Koblenz und Kommunen
49
3.4Energie- und CO2-Emissionsbilanz Kreiseigene Liegenschaften, Kommunaler Fuhrpark und Abfallentsorgung
56
3.5Gesamt-Energie- und CO2-Emissionsbilanzen der Städte und Verbandsgemeinden
65
3.6Energie- und CO2-Emissionsbilanz Private Haushalte der Städte und Verbandsgemeinden
113



3.7Energie- und CO2-Emissionsbilanz Kommunale Einrichtungen der Städte und Verbandsgemeinden 
143
3.8Energie- und CO2-Emissionsbilanz Gewerbe/Handel/Dienstleistung und Industrie der Städte und Verbandsgemeinden
202



3.9Energie- und CO2-Emissionsbilanz Verkehr Landkreis Mayen-Koblenz und seine Kommunen229
3.10Stromerzeugung im Landkreis Mayen-Koblenz und seinen Kommunen255
3.11Energiekosten258
4Potenzialanalyse zur Energieeinsparung und -effizienz259

5Potenziale zur Nutzung Erneuerbarer Energien297
Integriertes Klimaschutzkonzept - Teil 5

6Akteursanalyse340
7Maßnahmenkatalog345
8Konzept Controlling366
9Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit376
10Umsetzung der Ergebnisse382
11Lokale Wertschöpfung387
12Quellenverzeichnis391
13Anhang412



Anhang 1Maßnahmenkatalog4
Anhang 2Protokolle der Projektgruppe und Expertengespräche140
Anhang 3Protokolle der Workshops und Pressemitteilungen161



Anhang 4Spezifischer Jahresheizenergie- und Stromverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften194
Anhang 5Spezifischer Jahresheizenergie- und Stromverbrauch der kommunalen Liegenschaften196
Anhang 6Spezische Co2-Emissionskennwerte231



Anhang 7Gebäudesteckbriefe232


Rückblick: Das Integrierte Klimaschutzkonzept


Klimaschutzkonzept - ein kurzer Überblick

Der Schutz des Klimas geht uns alle an. Jeder kann hierzu einen Beitrag leisten.

Der Landkreis Mayen-Koblenz möchte sich zusammen mit seinen Verbandsgemein­den und Städten stärker für den Klimaschutz engagieren. Gemeinsam soll ein Integ­riertes Klimaschutzkonzept erstellt werden. Ein Klimaschutzkonzept ermöglicht zielgerichtet Maßnahmen in den Bereichen Kli­maschutz, Energieeinsparung und Ausbau Erneuerbarer Energien, welche in einem engen Zusammenhang mit einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung und einer Stärkung der regionalen Wirtschaft stehen.

Die Erstellung und Umsetzung eines solchen Klimaschutzkonzeptes wird vom Bun­desumweltministerium gefördert.

Wozu dient ein Klimaschutzkonzept?

Ein Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Pla­nungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen. Er zeigt kommunalen und an­deren Entscheidungsträgern auf, welche technischen und wirt­schaftlichen Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen bestehen. Es benennt kurz-, mittel- und langfris­tige Optionen.

Welche Bereiche werden in einem Integrierten Klimaschutzkonzept betrachtet?

Das Integrierte Klimaschutzkonzept betrachtet alle relevanten Sektoren wie Privat­haushalte, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe/Industrie und Verkehr hinsichtlich Energieverbrauch und CO2-Ausstoß.

Welche Schritte müssen zur Aufstellung eines Klimaschutz­konzeptes durchlaufen werden?

Das Klimaschutzkonzept gliedert sich in folgende Module:

  • Energie- und CO2-Bilanz

    Diese Bilanzierung beruht auf vielen verschiedenen Daten. Um die Bilanz bestmög­lich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen zu können, müssen zahlreiche regionale Da­ten erhoben werden. Nicht ermittelbare oder nicht auswertbare Daten werden durch Statistiken oder Erfahrungswerte ersetzt. So entsteht ein detailliertes Bild für den Verbrauch und die Erzeugung von Energie.
     
  • Potenzialanalyse

    Die Potenzialanalyse ermittelt Energieeinsparpotenziale sowie noch nicht genutzte oder ausbaufähige Erzeugungspotenziale für Erneuerbare Energien. Basierend hier­auf und auf den Grundlagendaten aus der Energie- und CO2-Bilanz wird eine Ent­scheidungs­grundlage für die weiteren Klimaschutzaktivitäten im Landkreis Mayen-Koblenz und den beteiligten Kommunen erstellt.
  • Akteursbeteiligung

    Aufbauend auf den Bilanzen und Analysen werden in der Akteursbeteiligung inten­sive Gespräche und Workshops mit den verschiedenen Akteuren im Landkreis und den Kommunen durchgeführt. In den ermittelten Handlungsfeldern können so die unterschiedlichen Akteure untereinander vernetzt werden.
     
  • Maßnahmenkatalog

    Aus den Workshops und der Potenzialanalyse wird ein Maßnahmenkatalog ent­ste­hen. Darin werden die nächsten Schritte und Maßnahmen beschrieben, die für den Klimaschutz im Landkreis und den beteiligten Kommunen sinnvoll sind.
  • Controlling und (begleitende) Öffentlichkeitsarbeit

    Im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes wird ein Controlling-Konzept entwickelt. Die­ses stärkt auch die Umsetzung und den Erfolg von Maßnahmen im Klimaschutz. 
    Des Weiteren wird ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit für die Umsetzungsphase erarbeitet, damit Bürger und weitere interessierte Akteure über die Ergebnisse und Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes informiert und zur aktiven Mitarbeit erreicht werden. Zur Gewährleistung einer umfassenden Einbeziehung aller relevanten Akteure erfol­gen bereits während der Konzepterstellung Informationsveranstaltungen, wie eine Auftakt- und Abschlussveranstaltung. In der Auftaktveranstaltung können sich alle Interessierten einbringen und Ideen und Anregungen für das Klimaschutzkonzept bei­steuern. 

Wer erstellt das Integrierte Klimaschutzkonzept?

In der Kreistagssitzung am 15. Dezember 2014 wurde die Transferstelle für Ratio­nelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB) in Zusammenarbeit mit der Grontmij GmbH, Koblenz, mit der Erstellung des Kon­zeptes beauftragt. Die TSB verfügt über umfassende Erfahrungen in der Erstellung von Klimaschutzkonzepten.

Ansprechpartner und Projektsteuerung

Im Rahmen der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes werden immer wieder Entscheidungen über das weitere Vorgehen oder Schwerpunktsetzungen nö­tig. Diese Entscheidungen erfolgen in einer Projektgruppe, in der sowohl Vertreter der Kreisverwaltung als auch Vertreter von Verbandsgemeinden und Städ­ten im Landkreis mitarbeiten. Durch diese Zusammensetzung der Projektgruppe wird sichergestellt, dass alle Belange gleichermaßen berücksichtigt werden und letztend­lich alle Beteiligten einen möglichst großen Nutzen aus dem Konzept ziehen können.

Mehr Informationen zum Integrierten Klimaschutzkonzept und den Ansprechpartnern finden Sie in der Projektstartmappe.

Rückblick zu den Veranstaltungen

  • 14.04.2015: Auftaktveranstaltung

    Am 14. April 2015 fand die Auftaktveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Verbandsgemeinden und Städte statt. Mehr als 100 Personen nahmen an der Veranstaltung in der Mensa der IGS Pellenz in Plaidt teil.

    Landrat Dr. Saftig betonte die Bedeutung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes. Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe in der Kreisverwaltung und muss alle Bereiche der Gesellschaft mit nehmen. Der Landkreis fängt nicht bei Null in Sachen Klimaschutz an. Viele Aktivitäten im Klimaschutz resultieren bereits aus der Arbeit der Integrierten Umweltberatung. Aber es gibt noch sehr viel zu tun!

    In einer Talkrunde mit Landrat Dr. Saftig, Herrn Bürgermeister Klaus Bell, Ulrike Marx, Bau- & EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V., und Geno Bleser, Bleser Heizung-Sanitär-Service, wurden die hohen Erwartungen an das Konzept deutlich.

    Michael Münch stelle in einem einführenden Vortrag, Aufbau und Ziele des Integrierten Klimaschutzkonzeptes dar und präsentierte Beispiele aus anderen Kommunen.

    An insgesamt sieben Stationen konnten die Teilnehmer der Veranstaltung ihre Ideen und Anregungen zum Integrierten Klimaschutzkonzept geben, sowie bereits bestehende Projekte vorstellen. Alle diese Punkte werden dokumentiert und nach Möglichkeit im Konzept vertieft.

    Marion Gutberlet, Grontmij Koblenz, die die Veranstaltung moderierte und Michael Münch, TSB, waren von der großen Resonanz und den vielen Anregungen begeistert.

    Hier finden Sie die Dokumentation zur Auftaktveranstaltung.

  • 14.07.2015: Workshop "Klimaschutz durch Modernisierung der Straßenbeleuchtung"

    Am 14. Juli 2015 fand in der Stadtverwaltung Mayen der Workshop „Klimaschutz durch Modernisierung der Straßenbeleuchtung“ statt. Dies war der erste Workshop im Rahmen der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes.

     Es gibt wichtige Gründe sich gerade jetzt mit dem Thema Straßenbeleuchtung zu beschäftigen:

    • Der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung macht in Kommunen durchschnittlich ca. 1/3 des gesamten kommunalen Stromverbrauchs aus.
    • Neue Technologien sind heute verfügbar, die enorme Einsparungen erlauben und sich ggf. in kurzer Zeit amortisieren.
    • Die Ökodesign-Richtlinie bringt neue Anforderungen auch für Kommunen: Heute noch oft flächig in der Straßenbeleuchtung eingesetzte ineffiziente Leuchtmittel werden vom Markt verschwinden.


    Folgende Vorträge wurden im Workshop, an dem Vertreter aus über 20 Kommunen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz teilnahmen, gehalten:

    1. Klimaschutzkonzept des Landkreises Mayen-Koblenz und seiner Kommunen und Situation der Straßenbeleuchtung im Landkreis Mayen-Koblenz
      Michael Münch, Transferstelle Bingen

    2. Straßenbeleuchtung für Kommunen - Technik, Beispiele, Finanzierungsmöglichkeiten und systematisches Vorgehen bei der Umrüstung
      Andreas Pfaff, Klimaschutzmanager der Verbandsgemeidne Sprendlingen-Gensingen

    3. Energieeffiziente Straßenbeleuchtung aus rechtlicher Sicht - Welche Pflichten zur Beleuchtung des öffentlichen Raums gibt es? Worauf müssen Kommunen bei der Vergabe achten?
      Thorsten Ernst, Referent Contracting und Vergabe, Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH


    Weiterführende Informationen:

    Hier können Sie ein kurzes Faktenpapier der Energieagentur Rheinland-Pfalz runterladen.

    Ausführliche Informationen finden Sie im 28-seitigen Leitfaden „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung – Ein Leitfaden für Kommunen“. 

    Hier geht es zur Pressemitteilung.

  • 12.08.2015: Workshop "Klimafreundliche Abwasserbeseitigung"

    Im Rahmen der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes werden Workshops zu wichtigen Fragen des Klimaschutzes durchgeführt

    Neben der Straßenbeleuchtung, welche das Thema des ersten Workshops war, stellt die Abwasserbeseitigung in Kläranlagen einen weiteren wichtigen kommunalen Stromverbraucher dar. Im Durchschnitt ist die Abwasserbeseitigung für fast 20 Prozent des Stromverbrauchs aller kommunalen Einrichtungen verantwortlich.

    Unter dem Titel „Klimafreundliche Abwasserbehandlung“ gingen Vertreter aus den Verbandsgemeinden und Städten den Fragen nach: Wie kann der Stromverbrauch bei der Abwasserbeseitigung verringert werden? Wie kann man klimafreundliche regenerative Energien nutzen?

    Veranstaltungsort des Workshops war die Kläranlage Nothbachtal, des Abwasserwerkes der Verbandsgemeinde Maifeld. Nach den Vorträgen und dem Erfahrungsaustausch stand die Besichtigung der erweiterten und modernisierten Anlage auf dem Programm.

    Die Vorträge und Informationen zur Kläranlage finden Sie hier:

    Energieanalysen als Grundlage einer klimafreundlichen Abwasserbeseitigung
    Dr. Thomas Siekmann, Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH

    Innovative Energiekonzepte
    Michael Münch, Transferstelle Bingen

    Besichtigung der Kläranlage Nothbachtal

  • 23.11.2015: Workshop "Klimafreundliche Mobilität in Landkreis und Kommune"

    Verkehr bedingt im erheblichen Maße den Ausstoß von Treibhausgasemissionen und trägt zum Klimawandel bei. Im ländlichen Raum sind zukunftsweisende Lösungen für eine stärker an der Nachhaltigkeit ausgerichtete Mobilität von Bedeutung.

    Eine gute Gelegenheit, aktiv auf die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung vor Ort einzuwirken, bot der Workshop „Klimafreundliche Mobilität“ am 23. November 2015 in der Verbandsgemeindeverwaltung Vallendar.

    Markus Bastek, TSB Bingen, und Marion Gutberlet, Grontmij GmbH Koblenz, führen in das Thema ein und moderierten die Veranstaltung.

    Hier finden Sie die Präsentation von Markus Bastek und Marion Gutberlet.

  • 10.12.2015: Workshop "Kommunales Energiemanagement"

    Am 10. Dezember 2015, fand der Workshop „Kommunales Energiemanagement“ in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel - Verwaltungsstelle Rhens statt.

    Der Energieverbrauch aller kommunalen Liegenschaften beträgt am gesamten Energieverbrauch im Landkreis zwar nur 1,2 Prozent, aber dennoch lohnt es sich, hier genau hinzuschauen:

    • Energieeinsparmöglichkeiten führen zu einer finanziellen Entlastung der Kommunen.

    • Kommunen kommt eine besondere Vorbildfunktion bei der Energieeinsparung und der Nutzung regenerativer Energien zu.

    Folgende Vorträge wurden im Workshop gehalten :

      Vorstellung Ergebnisse zu den Liegenschaften aus dem Klimaschutzkonzept
      Bewertung Strom- und Wärmeverbrauch der Liegenschaften
      Einsparpotenziale
      Michael Münch, TSB Bingen, Marion Gutberlet, Grontmij GmbH

        Energiemanagement Rhein-Hunsrück-Kreis
        Franz-Michael Uhle, Rhein-Hunsrück-Kreis

          Input-Vortrag 2: Energiemanagement Kreisschulen Landkreis Mayen-Koblenz
          Dieter Walter, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

            Input-Vortrag 3: Pilotprojekt Einführung eines Energie- und Klimaschutzmanagements in der Verbandsgemeinde Maifeld
            Ralph Hiller, Verbandsgemeinde Maifeld

          • 25.01.2016: Workshop "Klimaschutz durch Moderniesierung der Straßenbeleuchtung (Vertiefung)"

            Die Straßenbeleuchtung stand zum zweiten Mal im Mittelpunkt eines Workshops im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes, welches für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Kommunen erstellt wird.

            Bereits im Juli 2015 wurde deutlich, dass dieses Thema von hoher Aktualität und wirtschaftlicher Bedeutung für viele Gemeinden im Landkreis ist. In der Zwischenzeit wurde ein neues Förderprogramm für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgelegt. Die Förderung beträgt mind. 20 Prozent. Zahlreiche Kommunen des Landkreises Mayen-Koblenz planen konkret die Antragstellung.

            Michael Münch von der Transferstelle Bingen führte mit der Vorstellung von Zwischenergebnissen aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Mayen – Koblenz und seiner Kommunen in das Thema ein. Hier wurde u.a. auch der Handlungsbedarf zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung abgeschätzt: „Von den insgesamt ca. 30.000 Straßenlaternen in den Dörfern und Städten des Landkreises Mayen-Koblenz sollten sukzessive 60 – 70 Prozent ausgetauscht werden.

            Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Kommunen – Vertiefungsworkshop Klimafreundliche Straßenbeleuchtung
            Michael Münch, Transferstelle Bingen

            Simon Haas, Klimaschutzmanager des Landkreises Bad Kreuznach, stellte Modelle zur Beteiligung von Klimaschutzmanagern und Bürgergenossenschaften bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung vor. Seine Stelle wird 3 Jahre lang vom BMUB mit 85 % gefördert. Seine Aufgabe als Klimaschutzmanager des Landkreises Bad Kreuznach ist die Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes, das vielfältige inhaltliche und strategische Maßnahmen enthält. Unter anderem hat er im Rahmen einer „LED-Initiative“ allen Kommunen des Landkreises Bad Kreuznach seine Beratung und Unterstützung bei der Förderantragstellung angeboten.

            Modelle zur Beteiligung von Klimaschutzmanagern und Bürgergenossenschaften bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung
            Simon Haas, Klimaschutzmanager Landkreis Bad Kreuznach

            Bürgermeister Volker Hannappel, Ortsbürgermeister aus Dreikirchen (Westerwaldkreis) stellte die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in Dreikirchen durch Contracting mit einem Energieversorger vor.

            Energetische Sanierung der kommunalen Straßenbeleuchtung durch Contracting mit dem Energieversorger - Erfahrungen der Ortsgemeinde Dreikirchen
            Bürgermeister Volker Hannappel, Ortsbürgermeister aus Dreikirchen

            Thorsten Ernst, Referent Contracting und Vergabe bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, betrachtete rechtliche Aspekte der energieeffizienten Straßenbeleuchtung. Er gab wichtige Hinweise für Ausschreibung und Vergabe für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung.

            Erneuerung der Straßenbeleuchtung – Vergabe und Vertragsgestaltung
            Thorsten Ernst, Energieagentur Rheinland-Pfalz

          • 25.02.2016: Workshop: Energetische Sanierung von Dörfern / Quartieren

            Weite Teile des Landkreises Mayen-Koblenz sind ländlich strukturiert. Der ländliche Raum steht vor vielen Herausforderungen, hat aber auch große Entwicklungschancen für die Zukunft. Diese liegen unter anderem im Bereich der Energieeffizienz und der Nutzung regenerativer Energien. Spezielle Förderprogramme stehen zur Realisierung dieser Chancen zur Verfügung. Zu nennen ist das Förderprogramm „Quartierskonzepte“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau ( „Energetische Stadtsanierung - Zuschüsse für Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“), welches ggf. mit anderen Programmen kombiniert werden kann. Seitens des Landes werden im Rahmen des Konzeptes „Smart Villages“ Dörfer bei der Entwicklung von zukunftsweisenden Maßnahmen im Rahmen dieses Programms unterstützt.

            Im Workshop wurden Projekte und Visionen für eine dörfliche Entwicklung vorgestellt und diskutiert:

              Einleitung – Klimaschutz im Landkreis Mayen-Koblenz und in den Dörfern der Zukunft
              Michael Münch, TSB Bingen

                Projekt Cochem-Zeller Energiedorf – Quartierskonzepte sollen Kommunen stärken
                Dirk Barbye, Fachbereich Kreisentwicklung und Klimaschutz, Geschäftsführer unser-klima-cochem-zell e.V

                  Klimaschutz als Gemeinschaftsaufgabe – Chancen und Praxisbeispiele in der nachhaltigen Dorfentwicklung
                  Friedrich Hachenberg und Sebastian von Bredow, Stadt-Land-plus Büro für Städtebau und Umweltplanung, Boppard

                    Ansätze zur Steigerung der energetischen Sanierungsrate in Dörfern
                    Ulrike Marx, Bau- & EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V.

                    Informationen zum Förderprogramm „Quartierskonzepte“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau www.kfw.de/432 „Energetische Stadtsanierung - Zuschüsse für Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ finden Sie hier.
                  • 29.09.2016: Abschlussveranstaltung

                    Am 29. September 2016 fand die Abschlussveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept in der Karl-Fries-Realschule plus in Bendorf statt. Herr Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth konnte über 80 Teilnehmer begrüßen.

                    Burkhard Nauroth hob die Bedeutung des Klimaschutzes hervor: „Auch wenn es in unserem Landkreis bereits viele engagierte Menschen und viele gute Maßnahmen im Klimaschutz gibt, so bin ich doch überzeugt, dass wir unsere Anstrengungen weiter forcieren müssen, damit spätere Generationen nicht zurückschauen und von einer vertanen letzten Chance sprechen die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern!“

                    Beigeordneter Bernhard Wiemer, Stadt Bendorf, mahnte dem Klimawandel entgegen zu treten: „Jeder einzelne ist gefordert, hier seinen Beitrag zu leisten.“

                    Bernd Thomaßin, Schulleiter der Karl-Fries-Realschule plus betonte, dass wir den Klimaschutz den Kindern vermitteln müssen. Der beste Weg hierzu ist es, Klimaschutz vorzuleben.

                    Michael Münch, TSB, und Marion Gutberlet, Sweco, stellten das Klimaschutzkonzept für den Landkreis Mayen-Koblenz und seine Kommunen vor. Ihren Redebeitrag finden Sie hier.

                    In der einer Gesprächsrunde betonte Landrat Dr. Saftig, die Notwendigkeit einer engen Kooperation mit den Kommunen im Landkreis Mayen-Koblenz. Synergien können genutzt und von einem Erfahrungsaustausch profitiert werden. Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen.

                    Bernhard Wiemer, Beigeordneter Stadt Bendorf, zeigte zahlreiche Maßnahmen auf, die bereits in der Stadt Bendorf im Klimaschutz erfolgen. Beispiele sind die sukzessive Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf eine energieeffiziente LED-Technik oder die Nutzung der Faulgase der Kläranlage in einem Blockheizkraftwerk.

                    Ronald Maltha stellte den Verein Bau- & EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V. vor, der sich für energiesparendes Bauen und Sanieren in der Region einsetzt. Das Bau- & EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V. ist bereit seinen Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes zu leisten. Aktivitäten sollen u.a. im Bereich Altbausanierung, Photovoltaik und Solarthermie erfolgen. Konkret bereitet BEN-Mittelrhein zusammen mit Partnern die Alt- und Neubautage Mittelrhein in der Hochschule Koblenz am letzten Januarwochenende 2017 vor.

                    Ulrich Elsenberger, EVM, beleuchtete die Ergebnisse der Umfrage „Regionaler EnergiewendeKompass“ im Landkreis Mayen-Koblenz. Mehr als 1.200 Bürger haben sich an der online-Umfrage beteiligt. Die Umfrage zeigte ein volle Zustimmung der Mayen-Koblenzer Bürger zur Energiewende. Ulrich Elsenberger stellte auch Hemmnisse vor, die den Bürgern ein weiteres Engagement für die Energiewende erschweren. An diesen Hemmnissen gilt es zu arbeiten.

                    Frank Simonis stellte die Genossenschaft Neue Energie Bendorf eG vor, die nicht nur in Bendorf sondern im ganzen Landkreis Mayen-Koblenz und darüber hinaus aktiv ist. 250 Mitglieder hat die Genossenschaft. Große Projekte sind in Planung, wie die Beteiligung an einem Windpark in Mayen und die Installation von Strömungsturbinen im Rhein vor Niederwerth.

                    Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Herr Erster Kreisbeigeordneter Burkhard Nauroth den Teilnehmern der Veranstaltung und bekräftigte den Willen des Landkreises Mayen-Koblenz seine Aktivitäten im Klimaschutz zu forcieren.

                   













                   






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