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Mayen-Koblenz und Rhein-Lahn-Kreis schließen Verwaltungsvereinbarung zur Facharztausbildung
Der Öffentliche Gesundheitsdienst steht bundesweit vor großen Herausforderungen. Die Zahl der weiterbildungsbefugten Ärztinnen und Ärzte nimmt kontinuierlich ab, gleichzeitig steht in vielen Gesundheitsämtern ein Generationswechsel bevor. Um auch künftig eine leistungsfähige Gesundheitsverwaltung und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung sicherzustellen, setzen der Rhein-Lahn-Kreis und der Landkreis Mayen-Koblenz auf Kooperation und bündeln ihre Kompetenzen.
Künftig können Ärztinnen und Ärzte ihre Weiterbildung zum Facharzt beziehungsweise zur Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen kreisübergreifend absolvieren. Die Ausbildung erfolgt sowohl in den jeweiligen Gesundheitsämtern vor Ort als auch im Rahmen gemeinsamer Fortbildungen, Hospitationen, Fallkonferenzen und digitaler Austauschformate. Dadurch profitieren die angehenden Fachkräfte von einem breiteren Erfahrungsspektrum und einer noch vielseitigeren Ausbildung.
„Mit dieser Zusammenarbeit schaffen wir eine wichtige Grundlage für die Ausbildung eigener Fachkräfte und stärken damit die Gesundheitsämter beider Landkreise nachhaltig“, betonen Pascal Badziong, Erste Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz und Jörg Denninghoff, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises. Der neue Verbund sei zugleich ein deutliches Signal dafür, dass interkommunale Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen leisten könne.
Die geschlossene Vereinbarung ist zudem eine wesentliche Voraussetzung für die Anerkennung der Verbundweiterbildung durch die Ärztekammer. Damit schaffen beide Landkreise die formalen Rahmenbedingungen, um Ärztinnen und Ärzte auch künftig qualifiziert und praxisnah ausbilden zu können.
Mit dem gemeinsamen Weiterbildungsverbund leisten der Rhein-Lahn-Kreis und der Landkreis Mayen-Koblenz einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Ziel ist es, qualifizierte Fachkräfte in der Region zu gewinnen und zu halten sowie die Gesundheitsämter dauerhaft als kompetente Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Die Kooperation zeigt zugleich, dass eine enge Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung einer modernen und leistungsfähigen Gesundheitsversorgung leisten kann.
