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Netzwerktreffen im BFI stärkt fachärztliche Weiterbildung und interdisziplinären Austausch

Zentraler Leitgedanke der Veranstaltung war es, die hausärztliche Versorgung als Teamaufgabe zu begreifen und die fachärztliche Weiterbildung sowie den interprofessionellen Austausch langfristig zu fördern. „Moderne hausärztliche Versorgung ist Teamleistung. Mit unserem Netzwerktreffen vernetzen wir Klinik, Praxis und Reha – und bringen Wissen direkt in den Alltag der Patienten“, erklärte Dr. rer. cur. Natalie Waldforst, Direktorin des BFI, in ihrer Begrüßung.

Im Anschluss betonte Pascal Badziong, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, die Bedeutung einer verlässlichen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum: „Gute Versorgung bedeutet Verlässlichkeit im Alltag, kurze Wege und persönliche Ansprechpartner. Hausärzte sind dabei zentrale Bezugspunkte für Patienten, begleiten diese häufig über viele Jahre und kennen deren Lebensumstände genau. Diese Nähe und dieses Vertrauen sind nicht ersetzbar.“ Die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung müsse daher bereits heute aktiv gestaltet werden.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Vorträgen zur ganzheitlichen Rehabilitation im GK-Mittelrhein. Dr. med. Helene Dietze, Oberärztin der Klinik für Orthopädie und   Unfallchirurgie im Ev. Stift, sowie Dr. med. Thorsten Krause, Facharzt bei Rehafit im Ambulanten Rehazentrum im Ev. Stift, stellten anschaulich multimodale Rehabilitationskonzepte vor und verdeutlichten deren Bedeutung für die Versorgung älterer Patienten. Ergänzend präsentierte Dr. med. Björn Andreß, Ärztlicher Leiter des Gelenkzentrums Mittelrhein, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Osteosarkopenie im Alter und unterstrich die wachsende Relevanz von Muskel- und Knochengesundheit in der geriatrischen Medizin. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Darstellung evidenzbasierter Trainingstherapien ergänzt mit einigen praxisorientierten Übungen für Patienten unter Anleitung von Thorsten Becker Agelidis, Leiter der Physiotherapieschule am BFI.

Anschließend zeigten Michael Hausen, Hausarzt der LandarztPlus Praxen in Montabaur und Welschneudorf und Heiko Böres, Physican Assistant in der Gemeinschaftspraxis Dr. med. Karl R. Schuster und Matthias W. Hötzel et al. in Montabaur, welches Potenzial der Einsatz von Physican Assistans in Hausarztpraxen zur Entlastung ärztlicher Tätigkeiten und zur Optimierung der Praxisorganisation bietet. Die vorgestellten Erfahrungen verdeutlichten, wie interprofessionelle Zusammenarbeit zur Stabilisierung der ambulanten Versorgung beitragen kann.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch vielfältige Möglichkeiten zum persönlichen Austausch bei einem gemeinsamen Imbiss. Zudem erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die modernen Simulationsräume des BFI zu besichtigen und Einblicke in die dortigen Trainingsmöglichkeiten für die medizinische Aus-, Fort- und Weiterbildung zu gewinnen.

„Die heutige Zusammenarbeit zeigt, wie viel möglich ist, wenn Kompetenzen gebündelt werden: Wir gewinnen Versorgungsqualität, entlasten Praxisteams und schaffen verlässliche Perspektiven in der Weiterbildung“, resümierte Dr. rer. cur. Natalie Waldforst.

Pressemitteilung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein