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Kollig gewinnt ersten MYK-Pokal

Mit dem auf Initiative von Landrat Marko Boos ins Leben gerufenen MYK-Pokal möchte der Landkreis das ehrenamtliche Engagement in den Städten und Ortsgemeinden sichtbar machen und würdigen. Im April war der Wettbewerb ausgeschrieben worden. Bis zum Einsendeschluss Ende Mai gingen Bewerbungen aus 15 Gemeinden ein. Bewertet wurden unter anderem der Beitrag der eingereichten Projekte für den gesamten Landkreis, die Stärkung des Ehrenamts, der gesellschaftliche Mehrwert, die Nachhaltigkeit und der Innovationsgrad. Aus den Bewerbungen gingen Kollig, Urbar und Winningen als Finalisten hervor.

„Es geht nicht um einen Pokal, der irgendwo in einer Vitrine stehen soll. Es geht um das, was hinter diesem Pokal steht“, machte Landrat Marko Boos bei der Preisverleihung deutlich. Im Mittelpunkt stünden Menschen, „die sich einbringen. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die ihre Freizeit investieren.“ Genau dieses Engagement sollte mit dem neuen Wettbewerb in den Mittelpunkt gerückt werden. Die drei Finalisten erhielten bei der Feierstunde noch einmal die Gelegenheit, ihre Gemeinden und ihr Engagement vorzustellen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Wege sein können, auf denen Gemeinschaft vor Ort entsteht. In Kollig, Urbar und Winningen engagieren sich zahlreiche Menschen in Vereinen, bei Veranstaltungen und in unterschiedlichen Initiativen für ihre Heimatgemeinden. Die Vorstellungen zeigten zugleich, dass hinter den Projekten vor allem eines steht: persönlicher Einsatz.

Besonders überzeugte dabei die Ortsgemeinde Kollig. Mit 150,7 Punkten erreichte sie die höchste Bewertung der Jury und sicherte sich damit den ersten MYK-Pokal. „Eine Gemeinde hat die Jury mit ihrer Eigeninitiative, ihren Ideen und ihrem Gemeinschaftsgefühl besonders überzeugt“, sagte Boos, bevor er den Gewinner bekannt gab: „Der erste MYK-Pokal 2026 geht an: Kollig!“ Neben dem Pokal und einer Urkunde erhielt die Gemeinde ein Preisgeld von 7.000 Euro. Auf dem zweiten Platz folgte Urbar mit 145,8 Punkten. Die Gemeinde erhielt für ihre Platzierung eine Urkunde und 3.000 Euro Preisgeld. Nur 1,7 Punkte dahinter landete Winningen auf dem dritten Platz und erhielt 2.000 Euro. Wie eng die Entscheidung ausfiel, unterstrich Boos: „Diese drei Gemeinden liegen sehr eng beieinander. Zwischen Platz zwei und Platz drei liegen gerade einmal 1,7 Punkte.“

Dass ehrenamtlicher Einsatz nicht nur im Rahmen eines Wettbewerbs sichtbar wird, zeigte sich nach den Worten des Landrats auch zuletzt beim Waldbrand in der Vordereifel. Feuerwehren, Landwirte und zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer hätten dort gemeinsam angepackt. „Und niemand hat lange gefragt, wer eigentlich zuständig ist. Es wurde geholfen. Gemeinsam und Hand in Hand“, sagte Boos. „Auch das ist Ehrenamt. Auch das ist Gemeinschaft.“

Unterstützt wurde die erste Verleihung des MYK-Pokals von der Sparkasse Koblenz und der Kreissparkasse Mayen. „Durch diese Unterstützung können wir insgesamt 12.000 Euro Preisgeld vergeben“, betonte Boos und dankte den beiden Instituten für ihren Beitrag. Für den Landrat steht bereits fest, dass der Wettbewerb fortgesetzt wird. „Den MYK-Pokal wird es auch im nächsten Jahr wieder geben“, kündigte er an. Ziel sei es, zu zeigen, „was wir für tolle Ortsgemeinden in unserem Landkreis haben“ und wie viel Engagement dort gelebt werde. „Gemeinschaft sichtbar zu machen und zu zeigen, wie viel Engagement in unseren Ortsgemeinden steckt“ – das sei der Kern des MYK-Pokals.